Rems-Murr-Sport SV Kaisersbach prüft den Spitzenreiter

Kaisersbach jubelt (hier Aleksandar Pribicevic), Schwaikheim (Denis Greco) hadert. So war es vor vier Wochen. Während die Schwaikheimer aufpassen müssen, nicht noch weiter abzurutschen, greifen die Kaisersbacher die Tabellenspitze an. Am Sonntag ist der Aufsteiger, aktuell Tabellendritter, bei Spitzenreiter Spvgg Satteldorf zu Gast. Foto: Volker Mueller

Der SV Kaisersbach ist Neuling in der Fußball-Landesliga, hat sich aber bereits auf Platz drei nach oben gearbeitet. Jetzt fordert er den Tabellenführer heraus. Der SVK ist zu Gast bei der Spvgg Satteldorf.

Spvgg Satteldorf (1. Platz, 31 Punkte) – SV Kaisersbach (3., 26 Punkte; Samstag, 14.30 Uhr). Zwölf Spiele, eine Niederlage, ein Unentschieden, zehn Siege – das ist die beeindruckende Bilanz der Satteldorfer. „Der Überflieger der Liga“, sagt Kaisersbach-Trainer Leo Gjini. Allerdings kann sich die Bilanz seiner Mannschaft ebenfalls sehen lassen: Der SV Kaisersbach startete mit einem Sieg und zwei Niederlagen. Danach leistete er sich nur noch zwei Unentschieden, den Rest gewann er. Auch am Sonntag? „Das wäre ‘ne gute Sache“, meint Gjini. „Ich bin wirklich gespannt, ob die Satteldorfer so gut sind.“ Er weiß auf jeden Fall, wie stark das eigene Team ist. Und er kennt dessen Teamgeist. „Das ist das A und O.“ Jeder Spieler wisse überdies, welche Aufgabe auf welcher Position zu erledigen ist. Und so leide die Qualität auch bei Auswechslungen nicht. Gjini muss sich deshalb keine Sorgen machen, wenn vor dem Spitzenspiel hinter einigen Spielern Fragezeichen stehen. Marc Folter und Fabian Leidenbach haben gegen Schwäbisch Hall jeweils einen Schlag auf den Fuß bekommen, Sascha Munz ist krank, Aleksandar Pribicevic hat muskuläre Probleme. Sicher nicht spielen kann Lucca Volkmer. Er arbeitet als Pressesprecher bei der SG Sonnenhof Großaspach und ist dort beim Spiel gegen Waldhof Mannheim im Einsatz.

TSV Schornbach (6., 19 Punkte) - SG Sindringen/Ernsbach (13., 10 Punkte; Samstag, 14 Uhr). Auswärts will das einfach nicht klappen beim TSV. Und das, obwohl Spielertrainer Marius Jurczyk seiner Mannschaft „gar nicht viel ankreiden“ kann. Im Gegenteil. „Wir haben sehr guten Fußball gespielt, waren ständig am Drücker, hatten viel mehr Ballbesitz.“ Aber trotz vieler Chancen („vier, fünf Hundertprozentige“) gelang in Kornwestheim nur ein Treffer. „Deswegen war ich auch sehr enttäuscht.“ Nun gilt es erneut, die Punkte zu Hause zu holen. „Gegen einen Abstiegskandidaten, der um jeden Punkt kämpft.“ Personell sieht es weiterhin gut aus. Zwar kränkeln einige Spieler leicht und Torwart Carl Zimmermann ist noch im Urlaub, ansonsten stehen alle bis auf die Langzeitverletzten Opel und Schiek zur Verfügung.

TV Oeffingen (5., 23 Punkte) - TSG Öhringen (15., 9 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). Auch gegen den TSV Schwaikheim hat es geklappt. Vielleicht etwas glücklich, doch die Punkte blieben in Oeffingen. Gegen das Schlusslicht sollte der TVOe kein Glück zum Sieg benötigen. Allerdings: Die Öhringer haben am Mittwoch beim FV Löchgau mit 1:0 gewonnen.

TSV Schwaikheim 7., 18 Punkte) - Germania Bietigheim (11., 13 Punkte; Sonntag, 15.30 Uhr). Viele Chancen, aber kein Treffer. Die Schwaikheimer gingen in Oeffingen leer aus. „Wir hätten schon zur Pause 2:0 führen müssen“, sagt Trainer Aleksandar Kalic. Weil’s gerade auswärts nicht läuft, „müssen wir eben daheim die Kohlen aus dem Feuer holen“. Das heißt: Bietigheim schlagen. Das ist schon deshalb nötig, weil Kalics Vorrundenziel 24 Punkte sind. Dazu braucht der TSV aus den drei noch ausstehenden Spielen zwei Siege. Personell sieht’s besser aus als zuletzt in Oeffingen Heiko Bernert und David Milojkovic sind aus dem Urlaub zurück, die Sperre von Jochen Bartholomä ist abgelaufen. Zur Verfügung steht auch wieder Auron Selimi, der Knieprobleme gehabt hatte. Dafür aber fehlt Ralph Pfender wegen einer Verletzung am Finger.

TSV Crailsheim (2., 28 Punkte) - SV Breuningsweiler (8., 16 Punkte; Sonntag, 14.30 Uhr). Wieder verloren, zum fünften Mal in den zurückliegenden sechs Spielen. „Dabei war ich gar nicht unzufrieden mit dem Spiel“, sagt Trainer Toni Guaggenti. Aber es habe etwas das Glück gefehlt und die Chancenverwertung war schlecht. Ihm habe zumindest gefallen, dass die Mannschaft bis zum Schluss gekämpft hat. Es sei jedoch nicht zu übersehen, dass dem Team, das wegen Verletzungen, Urlaub und Krankheit immer wieder umgestellt werden muss, Sicherheit fehlt. „Wir sind weit weg von einer eingespielten Mannschaft.“ Erneut muss Guaggenti umstellen. Urlaubger Christian Mayer ist zurück, doch bei den Verletzten tut sich nichts. Stefano Costa ist gesperrt, der Einsatz von Roland Teiko, Tobias Armbruster (beide krank) und Patrick Goncalves (Geschäftsreise) fraglich, bei Marian Asch wurde ein Bandscheibenvorfall festgestellt. Guaggenti sagt dennoch: „Wir wollen in Crailsheim was holen.“

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