Rems-Murr-Sport Unsere Topspiele des Fußball-Wochenendes

Im Vorjahr besiegte der TSV Schornbach (Patryk Ferraro und Alexander Nita) den TSV Schwaikheim (Kevin Reeves und links David Milojkovic)auf eigenem Platz. Am Freitag, 6. September, stehen sie sich wieder im ZVW-Topspiel der Woche gegenüber. Foto: ZVW / Steinemann

Waiblingen.

Der dritte Spieltag in den Rems-Murr-Fußballligen steht an, einige spannende Partien erwarten uns. Wir präsentieren daher wieder die drei Topspiele vom Wochenende. Mit dabei ein ZVW-Topspiel der Woche, das einen Hauch von Premier League in den Rems-Murr-Kreis bringt.


Topspiel III

SV Hertmannsweiler vs. POES Anagennisis Schorndorf (Kreisliga B1)

Sonntag, 8. September 2019, 15 Uhr
Wenn es um den Aufstieg in der Kreisliga B1 geht, fiel in den letzten Jahren immer ein Name: Anagennisis. Die Schorndorfer spielten die letzten Jahre immer oben mit, scheiterten aber letztlich am großen Ziel. Im Sommer 2016 mussten sie punktgleich mit dem Tabellenführer Höfen-Baach in die Relegation und verloren dort. 2017 reichte es wieder nur für die Relegation, Schlechtbach stieg direkt auf, wieder kein Aufstieg. Und in der abgelaufenen Saison reichte es sogar nur zum dritten Tabellenplatz.
Dabei konnte man jahrelang auf die Dienste von Theofanis Samourakis bauen. Der Stürmer schoss in den letzten Jahren Tor um Tor, war der personifizierte Erfolg der Griechen. So war es kaum verwunderlich, dass Samourakis nach dem abermals verpassten Aufstieg seit dieser Saison für die SG Schorndorf auf Torejagd geht. Anagennisis verliert damit seinen besten Stürmer – und auch die Vorreiterstellung in der B1? 


Der SV Hertmannsweiler spielt ebenfalls seit Jahren eine gute Rolle in der B1. Seit dem Abstieg 2016 wurde die Mannschaft von Trainer Manuel Casper immer mindestens Fünfter, so auch in der abgelaufenen Saison. Der Start in die neue Saison kann sich durchaus sehen lassen: Mit zwei Siegen zum Saisonauftakt belegen die Hertmannsweiler um Doppeltorschütze Matthias Stirm den ersten Tabellenplatz – und wollen diesen sicher nicht mehr so schnell hergeben.
ZVW-Tipp: Anagennisis siegt trotzt aller Widrigkeiten – 4:2-Auswärtssieg


Topspiel II
TSV Leutenbach vs. SV Breuningsweiler II (Kreisliga A1)

Sonntag, 8. September 2019, 15 Uhr
Die abgelaufene Saison wollen die Leutenbacher schnell wieder vergessen. Als Tabellenletzter stieg man mit nur 10 Punkten sang und klanglos aus der Bezirksliga ab. Im Jahr zuvor war der TSV souverän aus der Kreisliga A1 aufgestiegen und freute sich auf das Abenteuer Bezirksliga – musste aber schnell feststellen, dass die Bezirksliga eine ganz andere Hausnummer ist.
Ob man sich in Leutenbach das Ziel „direkter Wiederaufstieg“ gesetzt hat, ist nicht bekannt. Als Absteiger gilt man aber automatisch als Titelaspirant. Nach zwei Spieltagen (Sieg gegen Zrinski, Niederlage gegen den FSV aus Waiblingen) findet sich die Mannschaft um Kapitän Lars Linsenmaier auf dem siebten Tabellenplatz wieder – und will nun kontinuierlich nach oben klettern. 


Der SV Breuningsweiler II wird dies verhindern wollen. Mit dem Nachbarschaftsduell gegen die Leutenbacher startet die Mannschaft von Trainer Holger Winkler in die neue Saison. Die vergangene Runde schloss man als Dritter ab und klopfte erstmals an die Aufstiegsränge an. Ob in diesem Jahr der ganz große Wurf gelingen wird, ist fraglich. Neben dem Absteiger aus Leutenbach wird auch der TSV Schwaikheim II ein Wörtchen um den Aufstieg mitreden wollen. Spannend wird auch zu beobachten sein, wie sich der Abstieg der ersten Mannschaft auswirkt. 
Umso wichtiger wäre ein Auftaktsieg gegen den TSV – auch wenn das auf fremden Platz schwierig wird.
ZVW-Tipp: Der TSV Leutenbach klettert nach oben, 3:1-Heimsieg.


Das ZVW-Topspiel der Woche:
TSV Schornbach vs. TSV Schwaikheim (Landesliga)


Freitag, 6. September 2019, Anpfiff 18 Uhr
Im ZVW-Topspiel der Woche treffen am vierten Landesliga-Spieltag der TSV Schornbach und der TSV Schwaikheim aufeinander. Beide Mannschaften kennen sich schon seit langem, schließlich gehen sie seit Jahren im Gleichschritt: Gemeinsam stiegen beide Teams in der Saison 2015/16 aus der Bezirksliga in die Landesliga auf und vertreten seitdem dort den Rems-Murr-Fußball.

Schornbach im letzten Jahr schon so gut wie abgestiegen

Der TSV Schornbach blickt auf eine turbulente Saison zurück. Zum Beginn der Rückrunde stand man relativ abgeschlagen auf einem Abstiegsplatz, auch Ende April sah es noch nach einem Gang in die Bezirksliga aus. „Nach der Hinrunde hat eigentlich keiner mehr an uns geglaubt“, so Trainer Marius Jurczyk. „Wir aber haben intern die Zielsetzung ausgegeben, dass wir jetzt nichts mehr zu verlieren haben und im Fußball alles möglich ist.“ Deshalb habe man in der Wintervorbereitung vor allem konditionell noch mal richtig hart gearbeitet.
Die harte Arbeit wurde belohnt. Fünf Spieltage vor Schluss stand man nach dem Sieg gegen Bietigheim das erste Mal über dem Strich: „Doch uns war klar, dass es noch nicht vorbei war, auch die Konkurrenz punktete“, so Jurczyk. Mit einem Punktgewinn am letzten Spieltag gegen Pfedelbach erkämpften sich die Schornbacher dann den Relegationsplatz.

„Pokalendspiel“ Relegation

In der Relegation stand der TSV Schornbach dann dem TSV Nellmersbach gegenüber. „Die Relegation ist wie ein Pokalendspiel, ein 50/50-Spiel“, blickt Jurczyk zurück. „Wir wollten unbedingt gewinnen und uns war klar, dass wir die bessere Mannschaft waren, die besseren Einzelspieler hatten“. Lange sah es aber auch im Relegationsspiel nach Abstieg aus, ehe Alexander Nita in der Nachspielzeit den 1:1-Ausgleich erzielte. In der Verlängerung spielten die Schornbacher dann ihre konditionellen Vorteile aus und hielten mit einem 3:2-Sieg die Klasse.

 


Schwaikheim will wieder im oberen Drittel mitspielen

Für den TSV Schwaikheim verlief die abgelaufene Saison ruhiger, man schloss die Runde auf einem komfortablen sechsten Tabellenplatz ab. „Der Tabellenplatz war uns in erster Linie gar nicht so wichtig“, so Trainer Aleksandar Kalic. „Viel wichtiger war es, dass wir die Saison über konstant unter den fünf Topmannschaften waren und eine sorgenfreie Saison hatten.“ Mit seinem ersten Jahr als Trainer sei er sehr zufrieden. In der neuen Saison wolle man da anknüpfen, wo man aufgehört habe, nämlich „wieder im oberen Tabellendrittel mitspielen und sich unten rauszuhalten“.

Landesliga so ausgeglichen wie noch nie

Nach Kalics Einschätzung ist die diesjährige Landesliga-Saison so ausgeglichen wie noch nie: „Bisher kristallisiert sich noch keine absolute Topmannschaft heraus. Klar ist, dass Teams wie Schwäbisch-Hall oder Breuningsweiler oben mitspielen werden.“ Umso zufriedener sei Schwaikheims Trainer mit dem Start seiner Mannschaft: „Wir haben die ersten beiden Spiele knapp gegen Teams gewonnen, gegen die man auch hätte verlieren können. Die Moral und der Einsatz haben bei meiner Mannschaft gestimmt“. Auch Schornbach sehe er deutlich gefestigter als im letzten Jahr.

Premier-League-Woche für Schwaikheim

Bevor es aber am heutigen Freitagabend zum Derby nach Schornbach geht, stand am vergangenen Mittwoch das Nachholspiel in Satteldorf statt, das man mit 0:2 verlor. Man sei natürlich nicht glücklich gewesen mit dieser Spielansetzung, so Kalic. Aber mit einem breiten Kader und viel Rotation wollte man der englischen Woche entgegentreten, „wie in der Premier League oder Europa League eben.“ 

Derby, Freitagabend, Flutlicht – was will man mehr

Auf das Kräftemessen der beiden Teams kann sich auch der neutrale Beobachter freuen: Ein Derby an einem Freitagabend lässt jedes Fußballherz höherschlagen. Schornbach-Trainer Jurczyk erwartet ein kampfbetontes und intensives Spiel. Seine Mannschaft wolle „Fehler minimieren und den Gegner so lange bespielen“, bis die Tore irgendwann zwangsläufig fallen. „Wir wollen im Derby unbedingt die drei Punkte holen.“
Schwaikheim werde ebenfalls „alles reinhauen, was wir haben“, so Kalic. Problematisch sehe er eher die mentale Belastung seiner Jungs nach der englischen Woche. „Wir haben das aber intern besprochen. Egal wie das Spiel in Satteldorf ausgeht, danach liegt der Fokus voll auf Schornbach. Es wird eine spannende, enge Kiste.“
ZVW-Tipp: 2:1-Derbysieg für den TSV Schornbach


 

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