Rems-Murr-Sport Unsere Topspiele des Fußball-Wochenendes

Fatmir Sylaj zieht ab. Im ZVW-Spiel der Woche kommt es in Hößlinswart zum Silaj-Brüder-Duell. Foto: ZVW / Steinemann

 

Waiblingen.
Auch am 5. Spieltag stehen in den Rems-Murr-Ligen wieder einige interessante Begegnungen an. Wie vor jedem Wochenende präsentieren wir die Topspiele des Fußball-Wochenendes. Mit dabei ein spannendes Brüder-Duell in unserem ZVW-Topspiel der Woche.


 

Topspiel III

SV Hertmannsweiler vs. SV Plüderhausen (Kreisliga B1)

Anpfiff: Sonntag, 22. September 2019, 15 Uhr

Im Topspiel der Kreisliga B1 kommt es am 5. Spieltag zum Duell des Tabellenzweiten gegen den Tabellendritten, anders ausgedrückt: Der SV Hertmannsweiler empfängt auf dem heimischen Rasenplatz den SV Plüderhausen.

Der SV Hertmannsweiler war schon am dritten Spieltag in unserem Format vertreten und hat nun das nächste Topspiel gegen Plüderhausen vor der Brust. Die Mannschaft um Kapitän Maurice Pfizenmaier startete mit zwei Siegen und zwei Unentschieden in die neue Saison und belegt aktuell den zweiten Tabellenplatz (zwei Punkte hinter Tabellenführer ASGI Schorndorf). Ein Heimsieg wäre für das noch ungeschlagene Team von Trainer Manuel Casper enorm wichtig, um weiter an ASGI dranzubleiben und den Abstand auf die Nicht-Aufstiegsplätze weiter zu vergrößern.

Der SV Plüderhausen gilt als einer der Aufstiegskandidaten für diese Saison. Die abgelaufene Saison schloss der SVP als Vierter ab, nur zwei Siege vom Relegationsplatz entfernt. Auch in den vergangenen Jahren spielte die Mannschaft von Trainer Michael Bäuchle eine gute Rolle in der B1 und kann sich durchaus Hoffnungen machen, in diesem Jahr den Sprung nach oben zu schaffen. Mit zwei Siegen und einem Unentschieden gelang ein guter Saisonstart, nun soll mit einem Auswärtssieg gegen den direkten Konkurrenten aus Hertmannsweiler der Sprung auf einen Aufstiegsplatz gelingen.

ZVW-Tipp: Plüderhausen zurecht Aufstiegskandidat, 2:1-Auswärtssieg


Topspiel II

SVG Kirchberg vs. SV Allmersbach II (Kreisliga A2)

Anpfiff: Sonntag, 22. September 2019, 15 Uhr

In der Kreisliga A2 treffen am Sonntag zwei Teams aufeinander, die nicht besser hätten starten können: Die zweite Mannschaft des SV Allmersbach ist bei der SVG Kirchberg zu Gast.

Die Kirchberger können auf einen erfolgreichen Saisonstart zurückblicken. Alle vier Saisonspiele konnte die Mannschaft von Trainer Roland Stampfl gewinnen. Damit steht die SVG mit 12 Punkten auf Platz zwei, punktgleich mit dem Tabellenführer. Ein solcher Start war aber nicht zu erwarten, schließlich hatte die Mannschaft am Ende der abgelaufenen Saison nur drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz.
 

In den ersten Partien konnte sich die SVG vor allem auf die Dienste seines neuen Topstürmers Niklas Schommer verlassen. Der 22-Jährige hat bei der SG Sonnenhof Großaspach schon in der 3. Liga gekickt und wechselte vor der Saison vom Landesliga-Absteiger SV Allmersbach zu den Kirchbergern. In den vier Spielen traf der Königstransfer schon neunmal ins gegnerische Tor und wird sicher heiß sein, auch gegen seinen Ex-Verein (wenn auch nur die zweite Mannschaft) zu treffen.

 

Will der SV Allmersbach II genauso erfolgreich starten wie die SGV, muss er das direkte Duell am Sonntag unbedingt gewinnen. Der SVA ist ebenfalls noch ungeschlagen, hat aber erst drei Saisonspiele absolviert. Mit neun Punkten belegt die Mannschaft von Trainer Florian Mrasek aktuell den vierten Tabellenplatz.

Den vierten Platz haben die Allmersbacher auch schon in der abgelaufenen Saison belegt. Mit 52 Punkten lag man zwar neun Punkte hinter dem Relegationsplatz, spielte aber dauerhaft im oberen Drittel mit. Fraglich ist, ob das Team um Kapitän Jens Wörner in dieser Saison um den Aufstieg mitspielen kann. Der Saisonstart spricht zumindest dafür – ein Auswärtssieg in Kirchberg würde das noch einmal bestätigen.

ZVW-Tipp: Kirchbergs neuer Angriff bärenstark, 4:2-Heimsieg.


Das ZVW-Topspiel der Woche

KTSV Hößlinswart vs. TSV Nellmersbach (Bezirksliga)

Anpfiff: Sonntag, 22. September 2019, 15 Uhr

In unserem ZVW-Topspiel der Woche kommt es zu einem Brüder-Duell der besonderen Art. Der KTSV Hößlinswart empfängt den TSV Nellmersbach. Mit am Start: Kujtim, Fatmir und Faton Sylaj, das wohl bekannteste Brüdertrio im Rems-Murr-Fußball.

Der KTSV Hößlinswart blickt auf eine eher durchschnittliche Bezirksliga-Saison 2018/19 zurück. Mit 36 Punkten belegte die Mannschaft den zehnten Tabellenplatz.  Michael Kienzle, neuer Trainer in Hößlinswart, will über die vergangene Saison gar nicht groß reden. „Unser klares Ziel ist es, schnellstmöglich den Klassenerhalt zu schaffen. Alles Weitere ist dann Zugabe.“

Minimalziel für Hößlinswart: Ein Punkt

Mit Nellmersbach wartet aber ein Gegner auf den KTSV, der von vielen Trainern als Topfavorit im Kampf um den Aufstieg eingestuft wird. Das sieht Michael Kienzle ebenso, sagt aber auch: „In dieser Bezirksliga gibt es nicht den einen Topfavoriten, der einfach durch die Liga marschiert. Die Liga ist sehr offen, daher erwarte ich für das Spiel am Sonntag einen offenen Schlagabtausch.“ Das Minimalziel für ihn und seine Mannschaft müsse sein, einen Punkt mitzunehmen.

Das Duell der Sylaj-Brüder sei für ihn kein Thema, so Kienzle. Er wisse aber sehr wohl, dass das Spiel „für Kujtim und Faton einen ganz besonderen Charakter hat“, auch für die ganze Familie. Da beide ihr Beste geben werden, sogar darüber hinaus, sei das natürlich nur einen Vorteil für seine Mannschaft.           

Der Mittlere der drei Sylaj-Brüder, Fatmir, wird das interne Familienduell aber für sich und seinen TSV Nellmersbach entscheiden wollen. Seit diesem Jahr stürmt er für den TSV und hat daher die nervenaufreibenden Aufstiegsspiele in die Landesliga nicht mitbekommen. Zur Erinnerung: Der TSV Nellmersbach belegte in der abgelaufenen Bezirksliga-Saison den zweiten Tabellenplatz und spielte in der Relegation um den Aufstieg in die Landesliga. Erst im dritten und damit entscheidenden Spiel scheiterte die Elf von Trainer Tim Böhringer in der Verlängerung am TSV Schornbach.

Niederlage in der Relegation ein wichtiger Lerneffekt

Trainer Tim Böhringer wehrt sich dagegen, die abgelaufene Saison und den verpassten Aufstieg als Niederlage anzusehen. Die Relegation sei für ihn und die Mannschaft gewinnbringend gewesen. „Für die vielen jungen Spieler waren die Relegationsspiele eine wichtige Erfahrung, daraus kann man nur lernen.“ Klar tat der verpasste Aufstieg weh, aber „die Mannschaft hatte schon relativ früh wieder Bock auf die Vorbereitung, die aus meiner Sicht sehr gut verlief.“

Die ersten beiden Spiele sei man sehr gut in die Saison gestartet, aber aufgrund von akutem Spielermangel habe es in den letzten zwei Partien nur zu einem Unentschieden gereicht. Auch gegen Hößlinswart verfüge er über einen dünnen Kader, so Böhringer. Das würde aber nichts daran ändern, wie er und seine Mannschaft in das Spiel gehen. „Wir werden die Sache komplett ernst nehmen und versuchen, an unser Leistungslimit zu kommen. Hößlinswart ist eine fußballerisch sehr gut veranlagte Mannschaft und individuell in allen Mannschaftsteilen stark. Das wird eine Hausnummer für uns.“

Wer am Ende im Brüder-Duell die Nase vorn haben wird, ist schwer zu sagen. Klar ist aber - und das zeigt die ausgeglichene Liga Woche für Woche: Es wird eine ganz enge Kiste.

ZVW-Tipp: 2:2-Unentschieden im Brüder-Duell

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