Rems-Murr-Sport Wie Breuningsweiler in der Liga bleiben will

Fit oder nicht? Tim Wissmann (links) ist einer der Spieler im Team des SV Breuningsweiler, die verletzt waren und es jetzt wieder probieren möchten. Allerdings wird wohl erst der Trainingsbeginn zeigen, ob das auch möglich ist. Foto: Steinemann

Am 21. Januar startet Fußball-Verbandsligist SV Breuningsweiler das Unternehmen Klassenverbleib. Dann ist Trainingsauftakt – mit Toni Guaggenti als neuem Trainer und Veränderungen im Kader. Letzter sind die Breuningsweilermer derzeit – mit acht Punkten Rückstand zum sicheren Ligaverbleib. Dennoch sagt Harald Götz aus der Abteilungsleitung: „Wir werden alles dafür tun, in der Liga zu bleiben.

Dass das schwer wird, ist ihm klar. „Ich denke, wir müssen sieben, acht Spiele gewinnen.“ Eine Herausforderung bei noch 14 ausstehenden Partien.

Dass es für den Aufsteiger bisher so schlecht lief, lag vor allem an den vielen Verletzten (teilweise standen zehn Stammspieler nicht zur Verfügung) und an der nicht nur wegen der Verletzten ziemlich dünnen Trainingsbeteiligung. Zu viele Spieler fehlten immer wieder aus beruflichen und auch privaten Gründen. So war die Mannschaft über die gesamte Vorrunde hinweg nicht fit genug, um mitzuhalten.

Niko Rummel? Spielt Badminton

Das wollten die Verantwortlichen ändern, die neue Situation sieht nun auch etwas besser aus. „Wir haben 24 Feldspieler. Wenn sich zehn verletzen, sind’s immer noch 14.“ Götz nimmt die Lage mit Humor. Zwangsweise, denn zumindest bei den Verletzten gibt es nur eine Teilentwarnung. Beispielsweise bei Spielertrainer Niko Rummel, der sich zuletzt auf seine Arbeit als Trainer konzentrieren konnte – beziehungsweise musste. Wie geht’s dem? „Der spielt Badminton“, sagt Götz und schiebt erklärend hinterher: „Da macht der Fuß keine Probleme.“ Aber ob das auch für den ersten Einsatz auf dem Fußballplatz gilt?

Ähnlich sieht es bei Tim Wissmann (Riss an der Sehnenplatte in der Wade) und Torwart Dario Nieswandt (Muskelbündelriss) aus. Sie alle aber, so Götz, wollen es zum Trainingsstart probieren. Sicher fehlen werden weiterhin Steffen Mayer (Kreuzbandriss), Luca Jungbluth (Innenbandabriss im Knie, mit dem er aber das letzte Saisonspiel noch bestritt) und Alexander Beier (erst Schambeinentzündung, jetzt Knieprobleme).

Deuschinger und Wolbers rücken aus der zweiten Mannschaft auf

Dass dem neuen Trainer Toni Guaggenti dennoch mehr Spieler im Training zur Verfügung stehen, liegt auch daran, dass mit Timo Deuschinger und Kai Wolbers aus der zweiten Mannschaft zwei Spieler permanent bei der ersten mittrainieren und zumindest drei Neuzugänge zum SVB stoßen. Neu im Kader sind Jan Ackermann (27), Defensivspieler vom Landesligisten SV Fellbach, Timi Klinke (19), Mittelfeldspieler von der A-Junioren des SGV Freiberg, sowie Marvin Schmid. Der 22-jährige Mittelfeldspieler war zuletzt bei seinem Heimatverein SV Baustetten (Bezirksliga Riß) aktiv, spielte aber schon für den VfB Neckarrems in der Verbandsliga und für die TSG Backnang in der Oberliga.

Kommen wird auch Felix Bauer vom SV Fellbach (zuvor TSV Schwaikheim). Unklar aber ist, ob der 20-Jährige die Freigabe erhält und deshalb möglicherweise erst in der kommenden Spielzeit eingesetzt werden kann.

Andreas Schlageter zurück nach Satteldorf

Ein Spieler verlässt den SVB. Andreas Schlageter, zu Saisonbeginn erst vom Landesligisten Spvgg Gröningen-Satteldorf gekommen, wechselt aus beruflichen Gründen zurück. Schlageter allerdings hat seit September 2018 ohnehin nicht mehr gespielt, weil er aus beruflichen Gründen in Valencia war. Schon in der Schlussphase der Vorrunde wegen seines Studiums ausgeschieden ist Markus Kellermann.

Im ersten Punktspiel erwartet der SVB am 3. März den VfL Nagold. Dabei geht es bereits um viel. Die Nagolder nehmen den ersten sicheren Nichtabstiegsplatz ein. Und genau dort will der SV Breuningsweiler am Saisonende stehen – mindestens.

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