Rems-Murr-Sport Wieder ein großer Erfolg: das Superkicker-Feriencamp

Volles Engagement beim Feriencamp Foto: ZVW / Steinemann

Zwölf Jahre ist es alt, das Superkicker-Feriencamp von Zeitungsverlag und Kreissparkasse Waiblingen, der Erfolg ist ungebrochen. 102 Mädchen und Jungen zwischen 8 und 14 Jahren waren es diesmal, erneut verließen sie am Ende der Trainingswoche das Sportgelände in Winterbach mit strahlenden Gesichtern und zufriedenen Eltern. Nur Gewinner also? Nein.

Strafe für die Trainer

Auch ein Camp mit großem Spaß und Lernerfolg produziert Verlierer: Mit 2:3 haben die 15 Trainer das Spiel gegen die 102 Kinder verloren. „Die sind über uns hergefallen wie die Hornissen“, erzählt Cheftrainer Detlef Olaidotter. Jetzt, bei der Schlussveranstaltung gemeinsam mit den Eltern, müssen er und seine Kollegen dafür bezahlen: „Liegestützen! Liegestützen!“, skandieren die Sieger. Also kommen Olaidotter und sein Team nicht drum herum. Sehr zur Freude der Teilnehmer, die diesmal am letzten Tag noch besser gelaunt sind als sonst. „Wir haben das Turnier diesmal nicht am Freitag, sondern schon am Donnerstag ausgetragen“, sagt Olaidotter. In früheren Jahren war der Frust von so manchem Verlierer auch noch zu sehen, als er seine Teilnehmerurkunde und womöglich sogar einen der Preise für die herausragenden Spieler und Spielerinnen (siehe „Die Camp-Besten“) erhielt. „Diesmal sind alle viel entspannter“, sagt Olaidotter.

Zum zweiten Mal in Folge sind über 100 Kinder gekommen, und Olaidotter fragt sich, ob es überhaupt größere Camps in der Umgebung gibt. Gekommen sind sie nicht nur aus dem Rems-Murr-Kreis, sondern auch aus dem Ostalbkreis, Ludwigsburg, Esslingen oder Vaihingen. Jonas Schrage reist jedes Jahr eigens aus Kempten an, macht Urlaub bei der Oma und besucht das Camp. Er ist nicht der Einzige, der schon mehrfach dabei war. Für manche ist es bereits der fünfte Besuch. Das alles und die positiven Rückmeldungen der Eltern zeigen: Sowohl Kinder als auch Eltern sind hochzufrieden.

Preis für soziales Verhalten

Womöglich auch deshalb, weil zwar die sportliche Qualität gesteigert werden soll, aber auch der soziale Aspekt im Superkicker-Camp eine große Rolle spielt. Deshalb gibt es auch jedes Mal den Sozialpreis für den Teilnehmer, der sich am meisten einbringt, nicht nur um sich selbst kümmert und auch die Trainer aus eigenem Antrieb unterstützt. Oft ist das der Startschuss für eine Trainerkarriere. Diesmal sind sieben ehemalige Camp-Teilnehmer in der Trainercrew. Und die Nachfrage nach diesen Posten, so Lukas Tauschek, steige.

Tauschek selbst ist einer von diesen ehemaligen Spielern, heute ist er hinter Campchef Olaidotter die Nummer zwei – der Cheforganisator. Alfred Geist, zusammen mit seinem Sohn Gudram für das Torwarttraining zuständig, lobt vor allem ihn: „Wir sind auch bei anderen Camps im Einsatz, aber so gut organisiert ist keines.“

Am letzten Tag mischen auch die Eltern kräftig mit. Zunächst erleben sie einige Trainingsformen zusammen mit den Kindern am eigenen Leib, darauf folgt das gemeinsame Schluss-Spiel. Was für ein Spaß, wenn der Sohn den Vater austrickst – oder die Mutter.

Wer das diesmal verpasst hat, bekommt im kommenden Jahr die nächste Chance. Michael Krickl, Geschäftsführer beim Zeitungsverlag Waiblingen, verkündet: Das Camp wird es auch 2020 geben.

@ Fotos und Videos auf instagram_sportredaktion

 

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