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Remshalden Der Kreisel-Maulwurf ist wieder aufgetaucht

Der Maulwurf, wie er auf dem Erdhügel im Kreisverkehr stand. Foto: Tim Tschirley

Remshalden. Der Maulwurf ist wieder da: Wie die Gemeinde Remshalden vermeldet, wurde die Tierfigur von einer Bürgerin im Fundbüro abgegeben. Diese hatte den Maulwurf neben dem Kreisverkehr im Remshaldener Ortsteil Grunbach im Gebüsch liegen sehen und kurzerhand eingepackt.

Zum Hintergrund: Der Maulwurf saß einige Tage lang auf dem Erdhügel in der Mitte des neu angelegten Kreisverkehrs für das Gewerbegebiet Breitwiesen in Grunbach. Am Montag in dieser Woche wurde er jedoch vom Winde verweht und fiel vom Kreisel-Hügel. Da hatte der Maulwurf schon eine kleine Fangemeinde, die sich unter anderem auf Facebook in einer Remshalden-Gruppe austauschte. Doch dann verschwand der kurzzeitige Kreiselbewohner, nachdem er einige Zeit im Umfeld des Runds zu sehen war, plötzlich spurlos.

Der Urheber ist weiter unbekannt

Die Gemeindeverwaltung, das muss noch gegenüber dem vorhergehenden Artikel in unserer Zeitung korrigiert werden, wusste übrigens sehr wohl von dem Maulwurf. Allerdings weiß auch im Rathaus immer noch niemand, wer die Figur gebastelt und auf den Kreiselhügel gestellt hat. Der Urheber hat sich noch nicht zu erkennen gegeben. Er hat jetzt, wie bei jeder anderen Fundsache, ein halbes Jahr Zeit, den Maulwurf abzuholen. Danach hätte laut Information der Gemeindeverwaltung die Finderin Anspruch darauf oder das Tierchen könnte einem anderen Zweck zugeführt werden.

„Witzig und genial“

Was dieser andere Zweck sein soll, da haben die Maulwurf-Fans wie berichtet schon eine Idee. Sie fordern: Er muss wieder auf den Hügel, als ganz individuelles Remshaldener Kreiselkunstwerk sozusagen. Auf Facebook hat diese Idee auch einen prominenten Anhänger gefunden: Bürgermeister Stefan Breiter. Trotz Urlaubs, so schreibt er in einem Kommentar zur Maulwurfdiskussion im sozialen Netzwerk, habe er die Sache verfolgt. Und: „Ich habe den Maulwurf ja jetzt nur auf Fotos sehen können, finde ihn aber total witzig und die Idee genial. Ich bin für eine dauerhafte Installation einer etwas stabileren Ausführung.“ Auf Anfrage unserer Zeitung hin stellen der Bürgermeister und die Verwaltung allerdings klar: Natürlich müsse zunächst geprüft werden, ob das Ganze technisch und rechtlich möglich ist. Denn: Der Maulwurf ist, wie sich gezeigt hat, nicht sehr widerstandsfähig. Beim Sturz vom Kreiselhügel ist er auch etwas beschädigt worden. Außerdem: Kreiselkunst ist verkehrsrechtlich durch eine EU-Richtlinie und deren Umsetzung seit 2011 durch das Land Baden-Württemberg nicht mehr uneingeschränkt erwünscht. Klare Vorgabe ist: Sie darf nicht verkehrsgefährdend sein. Ob der kleine Maulwurf auf dem wirklich massiven Erdhügel des Grunbacher Kreisverkehrs darunter einzustufen wäre, ist jedoch sehr fraglich.

Wir suchen Hinweise

Ohnehin bleiben alle Überlegungen vorerst graue Theorie. Denn noch immer ist ja der Urheber des Maulwurfs unbekannt. Vielleicht meldet er sich ja auf dem Amt, um Anspruch auf seine Figur zu erheben. Wer etwas weiß oder sich outen möchte, ist nach wie vor auch aufgerufen, sich in der Redaktion der Schorndorfer Nachrichten zu melden: unter 0 71 81/92 75 21 oder per E-Mail an schorndorf@zvw.de.

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