Remshalden Ehemalige Realschule liegt schon halb in Trümmern

Mit jedem Biss des Baggers geht knirschend ein Teil der alten Remshaldener Realschule zu Bruch. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Remshalden.
Noch zwei bis drei Wochen gibt Stefan Treiber von der Weinstädter Abbruch-Firma JMS den alten Gemäuern der ehemaligen Ernst-Heinkel-Realschule. Dann werden davon endgültig nur noch Trümmer übrig sein. Der Abriss des Schulgebäudes in Grunbach-Süd hatte bereits im September 2019 begonnen, er spielte sich jedoch zunächst vor allem im Inneren ab. Anfang Dezember rückte dann der erste Bagger an und begann damit, die Mauern zu zerbeißen.

Und die Abbruch-Firma drückt aufs Tempo. Etwa die Hälfte des Schulgebäudes ist inzwischen verschwunden. Seit dieser Woche ist ein zweiter Bagger im Einsatz, voraussichtlich ab kommender Woche kommt ein dritter dazu. „Wir müssen ja bis Ende März fertig sein“, sagt Stefan Treiber. Mit dem reinen Abbruch sei es noch nicht getan. „Der zweite Bagger macht jetzt nichts anderes, als den Beton, den der andere rausreißt, in ungefähr 60 Zentimeter große Stücke zu zerkleinern.“ Ein Brecher, eine mobile Recyclingmaschine, kommt dann demnächst vor Ort und zermalmt die Betonstücke zu Schotter.

Die Gemeinde steht ganz am Anfang des Planungsprozesses

Der Beton kann so wiederverwertet werden. Etwa 5000 Tonnen stecken etwa im Gebäude. Dazu kommen andere Materialien wie Holz, Ziegel, das normale Mauerwerk aus Kalksandstein oder Stahl, das entweder recycelt oder auf Deponien entsorgt wird. Alles wird dafür an Ort und Stelle getrennt und auf Schadstoffe wie Teer, PCB oder Chlorid geprüft. Das Asbest aus dem Gebäude wurde bereits entfernt, bevor der eigentliche Abbruch begann.

Einige Zeit brauchen die Bagger auch noch, um die Bodenplatten des Schulgebäudes aufzumeißeln. Wenn die Trümmer schließlich weg sind, will JMS der Gemeinde Remshalden ein geräumtes und eingeebnetes Gelände hinterlassen. Die Gemeinde will dort Rasen säen, damit eine Wiese sprießt, bis auf dem Areal ein Wohngebiet entsteht. Das wird in diesem Jahr aber nicht mehr passieren – und wohl auch nicht sehr bald im nächsten. Die Gemeinde steht nach wie vor ganz am Anfang des Planungsprozesses. Am Donnerstag, 30. Januar, gibt es um 19 Uhr eine Infoveranstaltung im IHK-Bildungshaus in der Goethestraße, zu der alle Bürger eingeladen sind. Dort werden auch die Ergebnisse eines Verkehrsgutachtens zum geplanten Wohngebiet vorgestellt.

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