Remshalden Eine Million Euro für die Feuerwehr

Der Fuhrpark im Remshaldener Feuerwehrhaus soll Zuwachs bekommen. Foto: Schneider / ZVW / Archiv

Remshalden. Für die Bürger ist das die wichtige Nachricht: Die Remshaldener Feuerwehr ist insgesamt sehr gut aufgestellt. Damit das so bleibt, sind in den kommenden Jahren große Investitionen nötig. Allein für den Fuhrpark geht die Planung von Ausgaben in Höhe von einer Million Euro bis 2026 aus. Darunter sind Erneuerungen des Bestands, aber 2019 auch der Kauf eines ganz neuen Tanklöschfahrzeugs, das auch Aufgaben für andere Gemeinden erfüllen könnte.

Im Schnitt 50-mal im Jahr muss die Remshaldener Feuerwehr zu Einsätzen ausrücken. Sie löscht Brände, hilft bei Unfällen und im Hochwasserfall, beseitigt Sturmschäden und steht Menschen in vielen anderen Notlagen bei. Die Feuerwehr so auszurüsten und aufzustellen, dass sie all diese lebenswichtigen Aufgaben gut erledigen kann, das ist die Pflicht der Gemeinde, die dafür jetzt in Zusammenarbeit mit den Fachleuten der Wehr einen Plan für die kommenden Jahre aufgestellt hat.

330 000 Euro für neues Tanklöschfahrzeug

Der Feuerwehrbedarfsplan sieht unter anderem Investitionen in den Fuhrpark von rund einer Million Euro bis 2026 vor. Unter anderem soll für 330 000 Euro ein Tanklöschfahrzeug angeschafft werden. Dieses hat den anderen Löschfahrzeugen, die die Remshaldener Feuerwehr bisher hat, einiges voraus: Es hat eine hohe Wurfweite, das heißt, es kann das Wasser mit großer Kraft über größere Entfernungen hinweg spritzen, einen großen Wassertank und die Feuerwehr kann mit ihm Schaum und Pulver einsetzen. Das habe insbesondere bei Einsätzen in Gewerbe- oder Industriebetrieben einen Vorteil, so Andreas Schneider, der zuständige Sachgebietsleiter im Rathaus. Außerdem könne es mit dem großen Wassertank im Außenbereich, wo lange Versorgungsleitungen nötig sind, gute Dienste leisten.

Fließt kein Zuschuss, gibt es auch kein Fahrzeug

Die Gemeinde hofft für alle neuen Fahrzeuge auf eine Förderung aus Landesmitteln. Das sei die Grundlage für die Umsetzung des Bedarfsplans, betonte Bürgermeister Reinhard Molt. Sprich: Die Gemeinde wird die Kosten nicht alleine stemmen – fließt kein Zuschuss, gibt es auch kein Fahrzeug. Interessant wird diese Vorgabe für das Jahr 2019, wenn mit dem neuen großen Tanklöschfahrzeug und einem kleineren Löschfahrzeug gleich zwei große Investitionen geplant sind. Es werde schwierig sein, in einem Jahr Zuschüsse für gleich zwei Fahrzeuge bewilligt zu bekommen, so Reinhard Molt. Die Gemeinde hofft jedoch, dass der Landkreis, der die Landesgelder verteilt, die Vorteile des Tanklöschfahrzeugs über Remshalden hinaus erkennt. „In der Überlandhilfe kann das Fahrzeug gute Dienste leisten“, argumentiert der Bürgermeister. In Remshalden sei es gut positioniert: an der Bundesstraße und an zentraler Stelle im Kreis.

Remshaldener Feuerwehr insgesamt in einem guten Zustand

Der neue Feuerwehrbedarfsplan für Remshalden wurde auf Grundlage einer Bestandsaufnahme und Analyse durch den Leitenden Branddirektor und Leiter der staatlichen Feuerwehrschule Würzburg, Roland Demke, erstellt. Er sieht die Remshaldener Feuerwehr insgesamt in einem guten Zustand, sowohl was die Personalstärke als auch die technische Ausstattung und den Zustand der Feuerwehrhäuser in Geradstetten, Buoch und Rohrbronn angeht.


Frauen in der Feuerwehr

Derzeit hat die Remshaldener Feuerwehr 137 Mitglieder und erfüllt damit die nötigen personellen Anforderungen. Das gilt nicht ganz für den Ortsteil Rohrbronn, wo der derzeit 13 Mann starke örtliche Zug der Feuerwehr schon länger intensiv um neue Mitglieder wirbt, aber bisher keine entscheidenden Erfolge erzielt hat.

15 Feuerwehrfrauen sind in Remshalden aktiv. Laut Andreas Schneider, dem zuständigen Sachgebietsleiter im Rathaus, eine vergleichsweise gute Quote, die aber gesteigert werden soll: „20 Prozent der Gesamtstärke strebt man an.“

Dafür müssen auch die Feuerwehrhäuser die nötigen baulichen Voraussetzungen haben. In erster Linie geht es um getrennte Umkleideräume. Das ist insbesondere in Rohrbronn und Buoch ein Problem, wo es derzeit gar keine geschlossenen Umkleideräume gibt. In Buoch ist am derzeitigen Standort nur schwer Abhilfe zu schaffen: „Es gibt dort keine Erweiterungsmöglichkeiten“, sagt Andreas Schneider. „Langfristig muss man in Buoch über einen anderen Standort nachdenken.“

  • Bewertung
    6
Der ZVW Morgen-Newsletter

Gut informiert in den Tag starten. Einfach kostenlos anmelden.

Heute in Ihrer Tageszeitung

Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!