Remshalden/Grunbach Diskussionen über Umleitungspläne

Symbolbild. Foto: Mogck / ZVW

Remshalden. Ab Juli soll die Grunbacher Ortsdurchfahrt zwischen der Ortsmitte und Buoch wegen einer Baustelle für sechs Monate dicht sein. Der Verkehr soll in dieser Zeit weiträumig über Berglen umgeleitet werden – so war zumindest bisher der Plan. Nachdem sich von Anliegern Unmut regt, denkt die Gemeindeverwaltung um – bremst allerdings zu hohe Erwartungen gleich aus.

Kanäle, Wasserleitungen und Straßenbelag sollen ab Juli in der Lindenstraße und in der Olgastraße, also in der Grunbacher Ortsdurchfahrt, ausgetauscht und neu gemacht werden. Geplant ist die Baustelle in zwei Bauabschnitten (siehe „Zwei Bauabschnitte“), für die insgesamt sechs Monate vorgesehen sind.

Das bedeutet: Die Strecke zwischen Buoch und dem Grunbacher Zentrum ist für ein halbes Jahr nicht befahrbar. Laut Gemeindeverwaltung und Landratsamt, die die Baustelle an der Kreisstraße gemeinsam planen, ist es nicht möglich, auf eine Vollsperrung zu verzichten und die Straße halbseitig offenzulassen.

Deswegen sieht das bisherige Konzept eine weiträumige, überörtliche Umleitung über Berglen vor. Nur für die Busse ist für jeden der beiden Bauabschnitte eine eigene, innerörtliche Umleitungsstrecke durch Grunbach angedacht. Dieses Konzept könnte nun allerdings noch einmal überarbeitet werden.

Es gebe den „eindringlichen Wunsch vieler Anlieger“, berichtete Oliver Thieme, der zuständige Sachgebietsleiter, am Montag im Gemeinderat. Er sagte nach entsprechenden Forderungen aus dem Gemeinderat auch zu, zeitnah einen Termin für eine Veranstaltung mit den Bürgern zu finden, die in Buoch stattfinden soll.

Öffnung der innerörtlichen Bus-Umleitungsstrecke möglich?

Im Gespräch mit unserer Zeitung am Tag nach der Sitzung bemühte sich Thieme jedoch, die Erwartungen zu dämpfen: Die geplante Umleitungsstrecke durch den Ort für die Busse sei „die einzige vorstellbare Achse“. Der Wunsch nach Alternativen sei „nachvollziehbar“, aber der Verwaltung seien derzeit keine bekannt.

Man werde sich nun mit Polizei und Landratsamt abstimmen, „ob und in welchem Umfang eine Öffnung der Umleitungsachse für den sonstigen Verkehr möglich erscheint“. Aber: „Da haben wir allergrößte Bedenken.“ Denn: Bei einem zu hohen Fahrzeugaufkommen schaffe es der Bus, für den die Umleitungsstrecke eigentlich gedacht sei, nicht mehr die Taktung einzuhalten. „Deswegen wollen wir keine falsche Erwartungshaltung wecken, aber wir wollen auch nichts ungeprüft lassen.“ Geprüft wird auch die Möglichkeit, die innerörtliche Umleitung für den Anliegerverkehr zuzulassen.

SPD beantragt Infoabend

Auch der Gemeinderat diskutierte über Sinn und Zweck eines Austauschs mit den Bürgern. Aufgekommen war das Thema durch einen Antrag der SPD-Fraktion. „Bei vielen Bürgern verursacht die geplante Umleitungsstrecke Verunsicherung“, sagte SPD-Rat Armin Wiesner. Pendler zur S-Bahn müssten über Winnenden ausweichen. Es gebe Fälle, dass Leute ihre Pflegedienste wechseln müssen, weil der bisherige die Wege nicht mehr fahren könne.

Der Vorschlag der SPD lautete: „Dass die Gemeindeverwaltung zeitnah für die Bürger einen Infoabend mit Anhörung im Ortsteil Buoch veranstaltet.“ Von der Veranstaltung erhoffe man sich, „konstruktive Vorschläge“ für die Umleitungslösung, an die bisher noch nicht gedacht worden sei, so Armin Wiesner. Selbst, wenn keine neue Lösung herauskomme, so könne man auf diese Weise doch eine größere Akzeptanz in der Bürgerschaft herstellen.


Zwei Bauabschnitte

  • Die Baustelle in der Grunbacher Ortsdurchfahrt soll nach den derzeitigen Plänen etwa sechs Monate dauern: von Juli bis in den Dezember hinein.
  • Der erste Bauabschnitt betrifft die Lindenstraße von der Einmündung der Bergstraße bis zur Brunnengasse. Dieser Abschnitt soll im Juli beginnen. Die Busse sollen im ersten Abschnitt dem bisherigen Konzept nach über den Buchhaldenweg, am Häckselplatz vorbei in die Panoramastraße fahren und können über die Lehenstraße die Grundschule und die Grunbacher Ortsmitte erreichen, und umgekehrt. Die Gemeindeverwaltung hat diese Strecke bei einer Probefahrt mit dem Busunternehmen getestet und für machbar befunden.
  • Der zweite Bauabschnitt geht in der Olgastraße von der Einmündung der Staigstraße bis zur Osterstraße. Dieser Abschnitt soll im Oktober beginnen. Im zweiten Abschnitt sollen die Busse über Lederstraße und Weinhaldenstraße fahren.
  • Das bisherige Konzept sieht vor, die Verbindung zwischen Grunbach und Buoch für alle Verkehrsteilnehmer außer den Linienbussen zu sperren und den Verkehr überörtlich über Berglen umzuleiten.
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