Remshalden Neue Kita nach Abriss der Realschule geplant

Symbolbild. Foto: Pixabay (CC0 Public Domain)

Remshalden. Durch hohe Geburtenzahlen und viele Zuzüge junger Familien, auch in den Wohnungsbestand, ist die Gemeinde Remshalden unter Druck: Sie muss in den kommenden Jahren drei neue Kitas bauen. Zu den beiden in der Wilhelm-Enßle-Straße und in der Lilienstraße ist noch eine neue in dem Wohngebiet geplant, das auf dem Areal der ehemaligen Realschule in Grunbach-Süd entstehen wird.

Bisher steht dort allerdings immer noch das zusehends verfallende Realschul-Gebäude. Die Schule ist bereits 2017 an den neuen Standort in Geradstetten umgezogen.

Eine Million Euro für den Abriss sind für 2019 im Haushalt eingestellt. Nun sagt Bürgermeister Reinhard Molt: „Es wird knapp dieses Jahr.“ Die Gemeinde hofft demnach auf eine Lösung, bei der sie selbst kein Geld für den Abbruch vorstrecken müsste, sondern die Investoren, die das Baugebiet entwickeln, diese Kosten tragen.

Der Gemeinderat hat für die Bebauung des Areals bereits einen Rahmenplan erstellt. Dieser soll im Sommer den Bürgern vorgestellt werden, die an der Planung beteiligt werden sollen.

Für die Kita ist eine ähnliche Lösung wie in der Wilhelm-Enßle-Straße angedacht, mit Kinderbetreuung in den unteren Stockwerken und bezahlbarem Wohnraum darüber.

Entwürfe für die anderen zwei Kitas vorgelegt

Nach Ostern beginnt in der Wilhelm-Enßle-Straße der Abbruch des alten, seit etwa zehn Jahren ungenutzten Kindergartens. Bis 2022 soll dort eine neue Einrichtung mit vier Gruppen an den Start gehen. Wie sie aussehen könnte, steht nach Abschluss des Architektenwettbewerbs jetzt fest. Auch für die bis 2025 geplante Kita in der Lilienstraße hat die Jury einen Entwurf ausgewählt.

Es sind spannende Entwürfe, die die Architektengemeinschaft „raum.land“ aus Nürnberg für die beiden in Remshalden geplanten Kindertagesstätten vorgelegt hat. Das Büro landete sowohl für das Projekt in der Wilhelm-Enßle-Straße, zu dem auch Wohnungen gehören, als auch für das in der Lilienstraße im Architektenwettbewerb auf dem ersten Platz.

Der Clou bei der Wilhelm-Enßle-Straße ist, dass der Entwurf zwei der dort stehenden Bäume mit einer gewagten Idee einbezieht: Die Planer haben einen großen Balkon vorgesehen, durch den die Bäume hindurchwachsen. Name des Entwurfs ist passenderweise „Kita und Wohnen im Baumhaus“. Bürgermeister Reinhard Molt betont allerdings: Der Balkon in den Bäumen habe bei der Bewertung des Entwurfs nicht die entscheidende Rolle gespielt. „Das Schöne daran war, dass das Anforderungsprofil für die Kita voll erfüllt war“, sagt er.

In der Lilienstraße ist eine Kita ohne Wohnungen geplant

Noch weiter in der Zukunft wie der Bau in der Wilhelm-Enßle-Straße liegt die Umsetzung des Entwurfs für die Kita in der Lilienstraße in Grunbach. Eins nach dem anderen lautet das Motto. Beide Projekte gleichzeitig könnte die Gemeinde finanziell und personell nicht stemmen. 2025 ist die derzeitige Zielmarke für diese Einrichtung.

Hier ist im Gegensatz zur Wilhelm-Enßle-Straße keine Wohnnutzung mit vorgesehen, es soll eine reine Kita mit vier Gruppen entstehen. Das Baugrundstück befindet sich am östlichen Ortsrand von Grunbach, dort, wo jetzt noch der Entdeckerweg der Kirchengemeinden für die Gartenschau liegt. Dieser sei jedoch nicht als dauerhafte Installation gedacht, sagt Bürgermeister Reinhard Molt.

Auf zwei Stockwerken sollen in dem Neubau der Lilienstraße ebenfalls vier Gruppen Platz finden, dabei auch die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. „Winzerkinder“ nennt das Architekturbüro seinen Entwurf, in Anlehnung an den angrenzenden Schauweinberg im Gartenschau-Bürgerpark und die Kelter der Weingärtnergenossenschaft Remshalden-Schorndorf.

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