Remshalden-Rohrbronn Da tut sich was beim Dorffest und Bikeathlon

Anfeuerung für die Starter beim Bikeathlon, die am Samstag nass wurden und dennoch ganz schön flott unterwegs waren – einer sogar mit einer neuen Rekordzeit. Foto: ZVW/Gabriel Harmann

Remshalden-Rohrbronn. Mehr als 100 Helfer sind beteiligt, wenn in Rohrbronn Dorfhocketse ist, alle Vereine des kleinsten Remshaldener Ortsteils sind dabei. Dieses Jahr waren darunter besonders viele junge Schaffer. „Da tut sich was“, freut sich Manfred Munder, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft. Mit dem Erlös des Festes werden wie immer Projekte fürs Dorf umgesetzt.

Das Wetter hat dieses Jahr bei der Dorfhocketse perfekt mitgespielt – für das Fest selbst zumindest. Die Radfahrer, die wie immer mit dem Bikeathlon das Hocketse-Wochenende starteten, wurden samstagnachmittags leider ziemlich nass. Ihrem Spaß und dem Rennfieber hat das aber offenbar keinen Abbruch getan. Eine Stunde und zehn Minuten hat der schnellste Starter, Simon Feldmeth, für die 28 Kilometer plus zwei Schießrunden gebraucht. „So schnell war noch nie einer“, sagt Manfred Munder. „Und das bei den Verhältnissen.“

„Die beiden kennen jedes Schräuble, das man hier braucht“

Es war mal wieder eine gelungen Veranstaltung, nicht nur der Bikeathlon, sondern die Dorfhocketse insgesamt. Viele haben dafür wieder kräftig mit angepackt und waren über Stunden im Einsatz für Aufbau und Verköstigung der Gäste. Manfred Munder, der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Rohrbronn und die anderen alten Hasen, die dabei sind, können sich dabei über die Unterstützung einiger junger Mitschaffer freuen. Er selbst werde nächstes Jahr 69, sagt Munder, einer der Mitschaffer sei über 70, ein anderer über 80. „Die beiden kennen jedes Schräuble, das man hier braucht“, sagt er. Aber es sei gut, wenn sie entlastet würden.

Viele Teilnehmer sind seit Jahren immer wieder am Start

Auch erst selbst sei froh, wenn er es irgendwann etwas ruhiger angehen lassen könne. Von einem Generationenwechsel will Manfred Munder dabei jetzt noch nicht sprechen. Die Jungen müssten langsam hineinwachsen. Aber: „Da tut sich was.“ Unter den neuen Fest-Helfern, die bedienen, Göggele und Wurst braten oder beim Aufbau der Stände helfen, seien sowohl Neuzugezogene als auch junge Leute, die im Ort aufgewachsen seien.

Familiär geht es beim Fest, aber auch innerhalb des Starterfeldes beim Bikeathlon zu. Zwar gebe es, wie Manfred Munder berichtet, dieses Jahr eine „Neulingsquote“ von rund 25 Prozent – auch hier also ist der Nachwuchs gesichert. Aber viele Teilnehmer sind seit Jahren immer wieder am Start. Konkurrenzdenken gibt es praktisch nicht. „Man klopft sich gegenseitig auf die Schulter“, so Munder.

Wer das Schwarze verfehlt, bekommt pro Fehlschuss eine Strafminute

Der neue Rekordhalter mit seiner Rennzeit von einer Stunde und zehn Minuten musste dafür übrigens nicht einmal am besten von allen schießen. Zweimal machen die Mountainbiker beim Bikeathlon im Schützenhaus in Hößlinswart Station und geben jeweils drei Schüsse auf eine Scheibe ab. Wer dabei das Schwarze verfehlt, bekommt pro Fehlschuss eine Strafminute. Nur wenige schaffen es, alle Versuche in die Mitte zu setzen. Einer ist Björn Benzenhöfer, der zum vierten Mal am Spaß-Rennen teilnimmt. Manfred Munder übergibt ihm am Samstagabend seine beiden Zielscheiben, bei der alle Einschusslöcher im Schwarzen liegen. Beim ersten Mal, erzählt er, habe er noch alle danebengesetzt, bei den folgenden drei Teilnahmen aber immer alles getroffen.

Vom Erlös der letztjährigen Hocketse wurde ein Defibrillator angeschafft

Das Fest bringt nicht nur für zwei Tage Leben in den Ort, sondern nützt Rohrbronn und seinen Bewohnern nachhaltig. Vom Erlös der letztjährigen Hocketse wurde ein Defibrillator für das Gemeindehaus angeschafft, der demnächst installiert werden soll.

Für dieses Jahr, so Manfred Munder, habe man die Innenrenovierung des Backhauses „auf dem Zettel“. Außerdem soll Fassadenkunst das bisher schmucklose Trafohäuschen in der Sonnenbergstraße verschönern.


Eine Teilnehmerin beim Bikeathlon hat sich bei einem Sturz verletzt und kam ins Krankenhaus. Wie Manfred berichtet, konnte sie die Klinik aber kurz darauf schon wieder verlassen: „Es war nichts Dramatisches.“

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