Gartenschau in Essingen Wo die Rems ihren Ursprung hat

Die Remsnixe an der Quelle in Essingen. Foto: Oliver Giers

Essingen. Von Essingen über Urbach, Weinstadt und Kernen bis Remseck: 16 Städte und Gemeinden richten vom 10. Mai bis 20. Oktober an der Rems entlang gemeinsam eine Gartenschau aus. Am Ursprung der Rems, in der 6400-Einwohner-Gemeinde Essingen, hat ein dreiköpfiges Organisationsteam über 100 Veranstaltungen und Aktionen geplant.

Etwas abseits der Straße, zwischen Essingen und Lauterburg, plätschert die Remsquelle ganz sanft aus dem Wald. Umgeben von Büschen, Bäumen und Steinen wachen hier drei mystische Quellwächter. Diese aus Stein gemeißelten Figuren bewachen die Essinger Remstalnixe, die der Sage nach dort gefangen ist. „Wir wollten diese schöne Geschichte mit der naturbelassenen Gestaltung des Remsursprungs erzählen“, sagt Essingens Bürgermeister Wolfgang Hofer. Allein die weiße Station, eine Treppe im alten Steinbruch, wird nicht Ortskundigen verraten, dass dort der Remsursprung liegt. Die Treppe soll außerdem den Einstieg zum Wanderweg bilden.

Eine Möglichkeit, die Rems neu zu entdecken

Für Bürgermeister Wolfgang Hofer ist die Gartenschau eine Möglichkeit, die Rems wieder neu zu entdecken. „In den letzten Jahren hat Essingen viel für seine graue Infrastruktur gemacht, durch die Gartenschau konzentrieren wir uns nun auf alles Grüne.“

Dafür hat die Gemeinde einige Verschönerungsmaßnahmen durchgeführt: Der Schlosspark wurde komplett neu gestaltet. Spielelemente, Pflanzbeete und ein neuer Pavillon sollen Gartenschau-Besucher zum Verweilen einladen. Eine große Besonderheit ist der Teich, der im nördlichen Teil des Parks angelegt wurde, sowie eine temporäre Bühne, die von Vereinen genutzt werden kann.

Bei einem Spaziergang durch Essingen darf der Besuch der Remsterrassen nicht fehlen. Dort wurde eine Plattform errichtet, die eine besondere Aussicht in Richtung Remstal bietet.

Drei neue Spielplätze angelegt

Auch für Kinder hat Essingen sich einiges einfallen lassen: Gleich drei Spielplätze wurden neu angelegt. Die Aktionsfläche an der Fischzucht beispielsweise liegt direkt am Rad- und Wanderweg und in unmittelbarer Nähe des Weinberges und der Remsquelle. Wichtig war der Gemeinde dabei der Nachhaltigkeitsgedanke: „Alle Flächen sollen auch nach der Gartenschau weiter genutzt werden können“, sagt der Bürgermeister.

Starker Zusammenhalt zwischen Remstal-Kommunen

Hofer freut sich auf die Gartenschau, denn durch die intensive Zusammenarbeit sei bereits ein starker Zusammenhalt zwischen den Remstal-Kommunen entstanden. Dazu werden auch zahlreiche Essinger Vereine und Bürger beitragen; speziell ausgearbeitete Rad- und Wanderwege wurden bereits auf Herz und Nieren geprüft. Private Gärten werden auf Vordermann gebracht, um für Gartenschau-Besucher ihre Tore zu öffnen. Helfer-Teams werden für einen reibungslosen Ablauf geschult.

Ein dreiköpfiges Organisationsteam hat außerdem für die 164 Gartenschau-Tage über 100 Veranstaltungen und Aktionen geplant. „Wir wollen die Gartenschau sowohl für Besucher als auch für Essinger vielfältig gestalten“, verspricht Helmut Präger vom Organisationsteam.


Veranstaltungs-Höhepunkte in Essingen

Freitag, 24. Mai bis Montag, 10. Juni: Bildhauer-Symposium, bei dem Interessierte live miterleben, wie aus einer Skizze Skulpturen entstehen

Sonntag, 16. Juni: Oldtimer-Rallye - rasantes Rennen rund um Essingen

Freitag, 21. Juni: African Vibes - afrikanischer Markt im Schlosspark

Samstag, 10. August: White Dinner im Schlosspark

Montag, 2. bis Sonntag, 8. September: Highlight-Woche in Essingen

Dienstag, 3. bis Freitag, 6. September: Open-Air-Kino mit ausgewählten Filmen im Schlosspark

Samstag, 12. Oktober: Albabtrieb mit über 50 geschmückten Kühen durch Essingen


Einen Podcast mit dem Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer zum Thema Remstal-Gartenschau 2019 hören Sie hier.

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