Gartenschau in Schwäbisch Gmünd Die Remstalperle richtet sich

Der „Himmelstürmer“ war einer der Wahrzeichen der Landesgartenschau in Gmünd im Jahr 2014. (Archivfoto) Foto: Habermann / ZVW

Schwäbisch Gmünd. Gmünd sieht die zweite Chance. Und will sie nutzen. Die Stadtspitze, die Stadträte und die Bürger freuen sich auf die Remstal-Gartenschau. Denn die Gmünder sehen sie als weitere Möglichkeit, nach der Gartenschau 2014 erneut Gastgeber zu sein. Und erneut für die größte Stadt im Remstal zu werben.

Die Gmünder würden sich wieder als „freundliche, sympathische und fröhliche Gastgeber zeigen“, sagt Oberbürgermeister Richard Arnold. Und fügt hinzu: Und Gmünd sich als „lebendige und offene Stadt“. Vor fünf Jahren, bei der Gartenschau 2014, hatte Gmünd mehr als zwei Millionen Besucher. Sie entdeckten den Himmelsgarten bei Wetzgau, erklommen den Himmelsstürmer und besuchten Kleintierzüchter, Imker, Obstbrenner, die dort sich und ihre Arbeit präsentierten. Sie streiften durch den Taubentalwald, ließen Holzkugeln auf der Holzbahn durch den Wald sausen oder spazierten von Station zu Station auf dem Lebensweg zum Salvator. Sie entdeckten den Remspark, in dem der Josefsbach in die Rems mündet. Und sie liefen am Bach entlang bis zur Waldstetter Brücke.

Vollenden, was für 2014 geplant war

Dort endete 2014 die Gartenschau. Dort knüpft 2019 die Remstal-Gartenschau an. Die Stadt wird 2019 vollenden, was für 2014 geplant war: den Rundgang durch die Stadt. Hinauf auf den Zeiselberg, der den Gästen einen faszinierenden Blick über die Stadt bietet. Wenn sie Glück haben, können sie oben einkehren in ein Gasthaus und einen Biergarten, die bis zur Gartenschau fertig sein sollen. Dann wieder hinunter zum Königsturm, dem vielleicht schönsten der mittelalterlichen Türme Gmünds. Auch der Königsturm lädt ein zum Blick über die Altstadt, durch deren Gassen und Viertel die Gäste von dort spazieren können.

Zwölf Erlebnisgärten warten in der Stadt

Zunächst in die Imhofstraße 9, wo unlängst das wohl älteste Haus Gmünds entdeckt wurde, datiert auf 1288, im Mittelalter eine Synagoge. Das Haus wird saniert, nach und nach, nicht komplett bis zur Gartenschau. Der Besucher aber kann einen Blick hineinwerfen in dieses Gebäude, das nach der Sanierung Gmünds jüdische Geschichte in Worten und Bildern erzählen wird. In der Stadt selbst treffen die Gäste auf Erlebnisgärten, zwölf an der Zahl, eigens für die Remstal-Gartenschau entworfen und gestaltet. Darunter Schmuckgarten, Spiegelgarten, Rosengarten, Kakteengarten.

Mehr als 350 Ehrenamtliche helfen mit

Neben diesem Rundgang hat Gmünd drei weitere Stationen zur Remstal-Gartenschau: die Via Sacra in Gamundia, ein Glaubensweg vom Leonhardsfriedhof durch die Innenstadt hinauf auf den Salvator. Der Leonhardsfriedhof selbst, der mit Grabsteinen und Denkmälern Geschichten erzählt von bekannten und weniger bekannten Gmündern. Schließlich der Dorfplatz in Hussenhofen, der zum schmucken Platz am Fluss wird.

2,5 Millionen Euro hat die Stadt für diese vier Projekte in die Hand genommen. Mit Zuschüssen der öffentlichen Hand sind’s 4,18 Millionen Euro. Dass die Kosten nicht noch mehr werden, dafür sorgen auch Ehrenamtliche, inzwischen mehr als 350. Sie werden den Besuchern freundliche Gastgeber sein und ihnen den Weg weisen – durch Gmünd.


Veranstaltungs-Höhepunkte in Schwäbisch Gmünd

Sonntag, 12. Mai: Eröffnung mit Muttertagskonzert und buntem Programm auf dem blühenden Stadtrundgang

Samstag, 18. Mai: Interkommunale Nacht der Museen

Montag, 20. bis Sonntag, 26. Mai: Kinderwoche mit Theater, Rock-Musical des Parler-Gymnasiums und Blaulicht-Tag

Samstag, 25. und Sonntag, 26. Mai: Streetfood-Markt im Himmelsgarten

Samstag, 1. und Sonntag, 2. Juni: Gartenfest in Hussenhofen

Freitag, 14. bis Sonntag, 16. Juni: Festwochenende im Himmelsgarten mit Ybbstola Blech, einer südamerikanischen Nacht und einem Familienfest

Freitag, 21. Juni: Rems in Flammen, Hussenhofen

Sonntag, 30. Juni: Tag der Blasmusik

Donnerstag, 4. bis Sonntag, 7. Juli: Interkommunale Jazztage

Sonntag, 14. Juli: Koloman-Ritt, Turmlauf und Dahlienschau im Himmelsgarten

Montag, 22. bis Sonntag, 28. Juli: Highlight-Woche in Schwäbisch Gmünd (Barocke Vielfalt im Remspark)

Samstag, 27. und Sonntag, 28. Juli: Interkommunales Bergfest mit SWR-1- Band und Lasershow

Samstag, 10. August: Tunnelfest mit „SWR 3 goes Clubbing“

Samstag, 10. August: Dorfolympiade Hussenhofen

Samstag, 24. August: Partyrock am Dorfplatz, Hussenhofen

Sonntag, 1. bis Sonntag, 8. September: Kinotage

Sonntag, 1. bis Sonntag, 8. September: Internationale faire Woche – Vielfalt verbindet in Schorndorf und Schwäbisch Gmünd

Sonntag, 22. September: Abschluss der Erlebnisgärten mit einem großen Lichterfest auf dem Gmünder Marktplatz und mit dem Markt „Garten, Gold & Gsälz“ im Remspark.

Die Veranstaltungen sind ein Auszug aus 351 Veranstaltungen zur Remstal-Gartenschau in Gmünd.


Einen Podcast mit dem Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer zum Thema Remstal-Gartenschau 2019 können Sie sich hier anhören.

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