Remstal-Gymnasium/Vollmarschule Weinstadt investiert in Schulzentrum

Blick auf das Schulzentrum in Weinstadt. Foto: ZVW/Gabriel Habermann (Archiv)

Weinstadt. Für 1,2 Millionen Euro wird das Dach des N-2-Gebäudes am Remstal-Gymnasium saniert. Die Planerkosten sind da bereits enthalten, fertig sein soll alles im Lauf des Jahres 2020. An der Vollmarschule soll im selben Zeitraum ein neuer Eingangsbereich entstehen, zudem wird in Brandschutz und Haustechnik investiert. Kosten: 903 000 Euro.

Es waren einfach zu viele Lecks in zu kurzer Zeit – und genau deshalb handelt das Hochbauamt nun: Die Dachabdichtung des N-2-Baus am Weinstädter Remstal-Gymnasium wird auf Vordermann gebracht. Dazu müssen zusätzliche Entwässerungspunkte und Leitungsführungen entstehen, was bauliche Maßnahmen im Gebäudeinneren nach sich zieht.

Im Zuge der Arbeiten sollen gleich auch noch die Elektroinstallationen erneuert werden, was mit Blick auf die Digitalisierung an den Schulen wichtig ist.

1,2 Millionen Euro kostet das Ganze, inklusive der Planung, die das Büro „Atelier Wolfshof“ aus Weinstadt samt der Bauleitung stemmen wird. Dafür erhält es 162 000 Euro. Gefördert wird die Sanierung vom Land mit insgesamt 518 000 Euro.

Hohe Förderung bei beiden Projekten

Auch bei der Vollmarschule gibt es einen dicken Zuschuss. 903 000 Euro soll alles kosten, wobei die Stadt 524 000 Euro aus dem Schulbausanierungsprogramm bekommt. Zu tun gibt es an der Vollmarschule einiges. Bislang hat die Förderschule Schülertoiletten, die nur zugänglich sind, wenn die Kinder und Jugendlichen das Gebäude verlassen. Dieser Bereich soll nach den Plänen der Stadt nun geschlossen werden, wodurch ein neuer Eingangsbereich gebildet wird.

In diesem Zusammenhang wird das Klassenzimmer, das im Obergeschoss bislang über dem unbeheizten Außenbereich des Eingangs lag und nicht gut gedämmt war, an den beheizten Bereich angeschlossen. Im Erdgeschoss sollen zudem die Fenster erneuert werden. Dazu kommen auch eine Schulhofüberdachung, eine außenliegende Fluchttreppe sowie weitere Investitionen in Brandschutz und Haustechnik.

Beauftragt wird als Architekt Lothar König aus Schorndorf, der auch die örtliche Bauleitung übernimmt. Rund 89 000 Euro fallen dafür an. An der Summe störte sich in der jüngsten Sitzung des Technischen Ausschusses niemand – wohl aber am Sitz des Architekturbüros.

So wollte CDU-Stadtrat Friedrich Dippon wissen, warum denn ausgerechnet ein „Herr König aus Übersee“ den Auftrag von der Stadt bekommen habe. Sein Fraktionskollege Markus Dobler sah es ähnlich und meinte, dass es doch eine gemeinsam beschlossene Übereinkunft gebe, zuerst bei Weinstädter Büros anzufragen – und nur dann Auswärtigen einen Auftrag zu erteilen, wenn alle örtlichen Architekten aus Zeitmangel abgesagt haben.

Gemeinderat hat das letzte Wort

Laut Baubürgermeister Thomas Deißler existiert eine solche Verpflichtung indes nicht. „Man darf nicht den Eindruck erwecken, dass es eine Vorschrift wäre.“ Es sei mitnichten so, dass auswärtige Architekten von der Stadt nur dann den Zuschlag erhielten, wenn zuvor alle Weinstädter Büros abgesagt hätten. „Das wäre ja Diskriminierung.“ Mit Lothar König habe die Stadt zudem bereits bei der Planung des Förderantrags zusammengearbeitet.

Dieses Argument fand GOL-Fraktionschef Manfred Siglinger stichhaltig, schließlich sei es wenig sinnvoll, mittendrin die Pferde zu wechseln. Hochbauamtsleiterin Danielle Göhner wies zudem darauf hin, dass sie bei der Stadtverwaltung froh gewesen seien, dass Lothar König den Auftrag übernehmen will. „Im Moment ist es so, dass man schwierig Planer bekommt.“

Letztendlich stimmten alle Stadträte im Technischen Ausschuss für den Beschlussvorschlag der Verwaltung. Das letzte Wort hat in der Sache der Gemeinderat, der in seiner Sitzung am Donnerstag, 23. Mai, entscheidet.


Bereits erledigt

Das N-1-Gebäude am Remstal-Gymnasium wurde bereits auf Vordermann gebracht: 2016 wurde die Fassade saniert, 2017 das Dach. Wenn nun auch das N-2-Gebäude in Angriff genommen wird, ist der gesamte Neubau wieder in einem guten Zustand.

Die Baumaßnahme soll, soweit es geht, in den Schulferien abgewickelt werden. 2019 sind vorbereitende Maßnahmen geplant, 2020 wird die Ausführung erfolgen. Eingeplant ist in der Kalkulation ein Kostenpuffer von 20 Prozent.

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