Remstal-Radweg und Naturschutz Das macht der Rems-Murr-Kreis zur Gartenschau

Viel Spaß mit dem Radwegweiser haben Thomas Bopp, Vorsitzender Verband Region Stuttgart, Matthias Klopfer, Aufsichtsratschef der Remstal-Gartenschau 2019 GmbH, und Landrat Richard Sigel. Foto: Authentic Studios

Waiblingen. Naturschutz, nachhaltige Mobilität und Tourismus – das sind drei Bereiche, in denen sich die Mitarbeiter des Landratsamts täglich für den Rems-Murr-Kreis einsetzen. Diese Stärken nutzt die Kreisverwaltung auch für ihren Beitrag zur Remstal-Gartenschau 2019.

Erstmals bietet eine Gartenschau Attraktionen auf einer Wegstrecke von 80 Kilometern. Der Rems-Murr-Kreis bringt sich hier ganz bewusst ein, um die Verbindungen zwischen den einzelnen Sehenswürdigkeiten zu verbessern. Dabei sollen nachhaltige Formen der Mobilität gestärkt werden: So entstanden bei dem Projekt „Qualitätsinitiative Wandern“ sechs mit dem Siegel „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“ zertifizierte Wanderwege.

Remstal-Radweg soll zu Qualitätsradroute werden

Schnell, gesund und umweltfreundlich von A nach B kommen – das ist auch das Motto beim Remstal-Radweg. Die angestrebte Klassifizierung des Radwegs zur Qualitätsradroute des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs wird von den Tourismus-Beauftragten des Landkreises koordiniert. Dafür wurde die Strecke im Vorfeld der Gartenschau verlängert, erneuert und verbessert. Remsstrände und Rastplätze laden zu einer Pause ein, während die Markierung mit den neuen Remswellen anzeigt, wo sich der Radler gerade befindet.

Den Remstal-Radweg als Ganzes im Blick behalten können Radler und Spaziergänger dank eines begehbaren Luftbildes: In Endersbach am Startpunkt des Radwegs erscheint das Flusstal auf einer Größe von rund neun mal vier Metern – in Kooperation mit dem Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung.

Das Thema nachhaltige Mobilität steht zusätzlich am ersten Juni-Wochenende auf dem Programm: Hier können sich Besucherinnen und Besucher über umweltfreundliche Arten der Fortbewegung informieren und diese gleich ausprobieren.

Mehrere Hektar Blühflächen werden angelegt

Der Artenrückgang und das Bienensterben sind derzeit in aller Munde. Vor diesem Hintergrund haben die Landkreise ein breit angelegtes Projekt für Blühflächen entwickelt. Dazu wurden an vier Anschlussstellen der B 29 im Rems-Murr-Kreis mehrere Hektar Blühflächen angelegt, auch entlang des Remstal-Radwegs. Damit wollen die Landkreise ihren Beitrag zur Stärkung der Artenvielfalt leisten. An dem Projekt beteiligen sich auch die Rems-Murr-Kliniken, die Kreisbaugruppe und die Abfallwirtschaft des Rems-Murr-Kreises.

Spannende Einblicke in den Lebensraum Fluss

Die Flusslandschaft der Rems können Besucher der Gartenschau bei einer Gewässerführung hautnah erleben. 24 Gewässerführer bieten spannende Einblicke in den Lebensraum Fluss, aber auch zu Themen wie Hochwasserschutz und Nutzungskonflikten entlang der Rems. Die Ausbildung der Experten ist ein Beitrag der drei beteiligten Landkreise und soll die Rems als Rückgrat der Gartenschau erlebbar machen.

„Gemeinsam mit unseren Beteiligungsunternehmen sind wir sozusagen als Kreisfamilie mit vollem Herzen bei diesem einmaligen Ereignis dabei. Über die AWRM haben wir gezielt frühzeitig in Sachen Müllvermeidung und Recycling beraten“, sagt Landrat Richard Sigel. „Unser Ziel muss sein, dass bei einer nachhaltigen Gartenschau wenig Müll und Plastik produziert wird. Dazu sollen auch zwei nagelneue Geschirrmobile beitragen, die von der Sparkassenstiftung finanziert werden.“


Zum Vormerken

Bei der Waiblinger Erlebnismesse am Wochenende, 1. und 2. Juni, informiert der Landkreis zum Thema Mobilität. Am 2. Juni können Gäste bei den Firmen Schweickhardt und OVR in Beinstein nachhaltige Mobilitätsangebote ausprobieren.

An 16 Orten präsentieren sich beim Tag der Landwirtschaft am Donnerstag, 20. Juni, 30 landwirtschaftliche Betriebe. Es gibt unter anderem einen Früchtlepfad, Einblicke in Rosenzucht und Getreide-Anbau und die Verkostung von Likören und Weinen.

Der erweiterte Remstal-Radweg wird am Sonntag, 23. Juni, mit einer Rad-Sternfahrt zum Sportpark Schorndorf offiziell eröffnet.

Forstwirtschaft und Natur hautnah erleben, das ist das Motto beim Waldtag am Sonntag, 15. September. Am forstlichen Stützpunkt Urbach können Besucher die Holzernte kennenlernen oder sich bei Wildspezialitäten über den Beruf Forstwirt, Waldpädagogik und Waldschutz informieren.

Virtueller Kunstpfad am Rems-Murr-Klinikum Schorndorf: Besucher und Patienten können sich mit dem Smartphone auf Pirsch begeben und rund 30 QR-Codes abscannen. Gezeigt werden Werke des Verbands Bildender Künstler Württemberg.

  • Bewertung
    12
Der ZVW Morgen-Newsletter

Gut informiert in den Tag starten. Einfach kostenlos anmelden.

Heute in Ihrer Tageszeitung

Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!