Rezepte der Landfrauen Hegnach Fünf Salate zum Mitnehmen

Rezept 2: Scharfer Brokkoli-Reisnudel-Salat. Foto: Büttner/ZVW

Waiblingen-Hegnach. Süßkartoffeln, Erdnussbutter, Blumenkohl, Asia-Nudeln und Chili-Ananas – aus diesen Zutaten zaubern die Teilnehmerinnen des Workshops Salate, die nicht alltäglich sind. Alle Salate lassen sich gut mitnehmen, sei es zu einem Buffet oder als Mittagessen ins Büro. Und am Ende sind sich alle Landfrauen einig: Lecker sind sie auch!

Hier werden Karotten geschnippelt, dort wird Ingwer gerieben und auf dem Herd brutzeln Möhrenscheiben mit Lauchstreifen in einer Pfanne. Nach einer kurzen Einführung der Kursleiterin Gerda Lober haben die Teilnehmerinnen die Küche der Burgschule ruck, zuck in einen geschäftigen Bienenstock verwandelt. Im Handumdrehen sind die fünf Salate fertig zubereitet und auf kleinen Tellerchen angerichtet. Dann wird verkostet – und alle sind sich einig: Die Salate sind lecker! Die einzige Frage, die für die Vorsitzende der Hegnacher Landfrauen, Cornelia Olp, offenbleibt: „Wie macht man so was Männern schmackhaft?“ Einfach hinstellen, lautet die Antwort der Workshop-Leiterin.

Kochrezepte sind nur Vorschläge

Die gelernte Hauswirtschaftsleiterin Gerda Lober hat fünf Rezepte mitgebracht. „Alle Salate lassen sich sehr gut mitnehmen, egal ob zu einem Buffet oder ins Büro“, sagt sie. Die Rezepte, ergänzt sie, sind als Vorschläge zu verstehen und sollen je nach persönlichem Geschmack angepasst werden.

Blattsalat mit geröstetem Blumenkohl

Zutaten:

  • 1 Blumenkohl
  • 4 Stiele Thymian
  • 3 EL Öl, 500 g Tomaten
  • 100 g Softtomaten
  • 1 Dose Kichererbsen
  • 1 Bund Radieschen
  • 100 g Blattsalat oder Babyspinat
  • 2 EL Balsamico
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Einen Blumenkohl putzen, in kleine Röschen teilen und auf ein Backpapier legen. Vier Stiele Thymian abzupfen und mit drei Esslöffeln Öl, Salz und Pfeffer mischen. Die Gewürzmischung über die Blumenkohlröschen verteilen und das Ganze im Backofen mit Umluft bei 180 Grad etwa 30 Minuten backen. Die Softtomaten in 200 Milliliter Wasser einweichen und anschließend klein schneiden. Die frischen Tomaten waschen und würfeln, Kichererbsen abgießen und kalt abspülen. Dann die Radieschen putzen und in Scheiben schneiden. Für das Dressing zwei Esslöffel Balsamico mit dem Tomatenwasser und einem Teelöffel Zucker verrühren und mit Blumenkohl, Tomaten, Softtomaten, Kichererbsen und Radieschen mischen, abschmecken und durchziehen lassen. Vor dem Servieren mit 100 Gramm Blattsalat oder Babyspinat mischen.

    Scharfer Brokkoli-Reisnudel-Salat

    Zutaten:

    • 500 g Brokkoli
    • 250 g Reisbandnudeln oder Mie-Nudeln
    • 75 g Sesam
    • 4 Limetten
    • 30 g Ingwer
    • 1 kleine Chilischote
    • 1/2 TL Kurkuma
    • 2 EL Öl
    • 1 TL Salz
    • Pfeffer

    Dieser Salat lässt sich sowohl mit Reisnudeln, als auch mit Mie-Nudeln zubereiten. Die Nudeln nach Packungsanweisung kochen. Den Brokkoli putzen, waschen, in Röschen teilen und in Salzwasser bissfest garen. Den Sesam in einer Pfanne anrösten. Für das Dressing die Limetten auspressen und mit Wasser auf 150 Milliliter auffüllen. Den Ingwer fein hacken oder reiben, die Chilischote in feine Ringe schneiden und mit Pfeffer, Kurkuma, Öl und Salz zum Limettensaft geben. Alle Zutaten verrühren und über die Nudel-Brokkoli-Mischung geben. 20 Minuten ziehen lassen. In der Zwischenzeit eine Paprika klein schneiden und vor dem Servieren mit der Wildsalatmischung unter den Nudelsalat heben.

      Süßkartoffelsalat mit Quinoa

      Zutaten:

      • 2 Süßkartoffeln (etwa 800 g)
      • 3 TL Sesam
      • 200 g Quinoa
      • 1 Paprika
      • 300 g Cherrytomaten
      • 2 Karotten
      • 1 rote Zwiebel
      • 4 Datteln
      • 30 g frischer Ingwer
      • 2 TL Dijon-Senf
      • 2 TL süßes Paprikapulver
      • 1 TL Kurkuma
      • 1 TL Chiliflocken
      • 1 TL Salz
      • Pfeffer
      • Olivenöl
      • Apfelessig

      Die Süßkartoffeln schälen und in etwa zwei Zentimeter große Würfel schneiden. Mit dem Sesam und 2 Teelöffeln Olivenöl mischen. Auf einem Backblech verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 20 bis 30 Minuten backen. Die Süßkartoffelstückchen sollen weich sein und fast auf der Zunge zergehen. Derweil den Quinoa abspülen und in einem Topf mit Wasser bedeckt und einem Teelöffel Apfelessig bissfest kochen. Das Gemüse klein schneiden. Für das Dressing die Datteln klein schneiden und in 150 Milliliter Wasser für etwa zehn Minuten einweichen. Zwei Esslöffel Olivenöl, geriebenen Ingwer, zwei Esslöffel Apfelessig, Dijon-Senf, Paprikapulver, Kurkuma, Chiliflocken, Salz und Pfeffer verrühren und zusammen mit den Datteln und dem Dattelwasser mit einem Pürierstab mixen. Alle Zutaten mit dem Dressing mischen und mindestens 30 Minuten durchziehen lassen. Mit gehackter Minze und Pistazien garnieren.

      Lauwarmer Möhren-Lauch-Salat mit Chili-Ananas

      Zutaten:

      • 1 kg Karotten
      • 1 kleine Stange Lauch
      • 1 Dose Ananas
      • 100 ml Kefir
      • 1 Zitrone
      • 6 EL Öl
      • 1 EL Honig
      • 1 TL Chiliflocken

      Die Ananas abgießen und von der Flüssigkeit 200 Milliliter beiseitestellen. Die Karotten schälen, in dünne Scheiben schneiden und mit vier Esslöffeln Öl in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze andünsten. Den Lauch sowie 100 Milliliter des Ananassafts hinzufügen und einige Minuten dünsten. Die Möhren sollen noch etwas Biss haben – je nach Geschmack etwas mehr oder weniger. Dann das Gemüse salzen und abkühlen lassen. Die restliche Flüssigkeit mit Kefir, Zitronensaft, Honig, Chiliflocken, restlichem Öl und Ananas vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu den Karotten geben.

      Reissalat mit Erdnussbutter-Dressing

      Zutaten:

      • 200 g Basmati-Reis
      • 3 EL Sojasoße
      • 200 g Zuckerschoten
      • 3 Karotten
      • 1 rote und 1 gelbe Paprika
      • 2 Eier
      • 100 g Erdnüsse
      • 2 Lauchzwiebeln
      • 100 ml Kokosmilch
      • 2 Limetten
      • 4 TL Erdnussbutter
      • Salz
      • Pfeffer
      • Chilipulver

      Zunächst den Basmati-Reis in Salzwasser kochen und abkühlen lassen. Dann mit der Sojasoße in einem Esslöffel Öl anbraten. Die Zuckerschoten waschen, in mundgerechte Stücke schneiden und ebenfalls in Öl anbraten. Die Möhren und die Paprika würfeln. Die Eier verquirlen, anbraten und in Stücke schneiden. Die Erdnüsse hacken und die Lauchzwiebeln in feine Ringe schneiden. Für das Dressing die Kokosmilch mit Limettensaft und Erdnussbutter verquirlen (am besten mit einem Passierstab, damit es eine glatte Masse ergibt) und mit Salz, Pfeffer und Chilipulver abschmecken. Alles in einer großen Schüssel mischen und vor dem Servieren durchziehen lassen.


      Experten-Tricks für gelungene Salate

      Damit Blattsalate, die mitgenommen werden sollen, frisch bleiben, hat die Hauswirtschaftlerin Gerda Lober einen Tipp: „Das Dressing zunächst nur mit den Zutaten mischen, die durchziehen sollen, und den Blattsalat oben drauf geben. Das Ganze dann erst vor Ort mischen.“ Als Sorte eignet sich besonders Eissalat, weil er lange knackig bleibt.

      Nudel-, Reis- oder Kartoffelsalate sollten mindestens eine Stunde, besser noch über Nacht durchziehen, rät die Kursleiterin. „Das tut dem Geschmack gut.“

      Apropos Geschmack: Beim Abschmecken darf man laut Lober ruhig das Gefühl haben, der Salat sei etwas zu sauer, salzig oder scharf. „Die Würze verliert sich beim Durchziehen und ist dann genau richtig“, so die Expertin. Also lieber erst mal großzügig würzen.

      Limetten lässt man liegen. „Wenn man Limetten nach dem Kaufen etwa ein oder zwei Wochen im Kühlschrank liegen lässt, dann ergeben sie mehr Saft“, erklärt Lober.

      Salatsoße lässt sich prima auf Vorrat herstellen: Dazu einen Esslöffel Salz mit drei Esslöffeln Zucker und 250 Millilitern Essig vermischen und mit Wasser auf einen Liter auffüllen. Dieses Gemisch kann ohne Probleme über mehrere Wochen und sogar Monate im Schrank aufbewahrt werden, sagt Lober. Um daraus ein Dressing zu zaubern, werden ein Teelöffel Senf, frische Kräuter und zwei Esslöffel Öl mit 100 Millilitern Essigmischung verrührt.

      Lober hat auch noch einen Tipp zur Berechnung der richtigen Menge an Salaten. Für eine Vorspeise rechnet man etwa 150 Gramm Salat pro Person, als Hauptbeilage etwa 250 bis 300 Gramm. Bei Salatsoßen gilt: je dicker, desto mehr. „Je nachdem benötigt man etwa 50 bis 70 Milliliter pro Person“, so Lober.

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