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Rudersberg Apfelmarkt als attraktiver Wieslauftreff

Rudersberg. Nach anfänglichem Regen wurde der Rudersberger Apfelmarkt des HGV doch noch zur großen Feiertags-Attraktion im Wieslauftal. Reges Treiben also beim Flohmarkt und vielen verkaufsoffenen Geschäften. Ein „lebender Bauernhof“, die Trecker- und Oldtimer-Show, Musik und Schlemmereien lockten vor allem viele Familien zu diesem über mehrere Plätze der Gemeinde verteilten, herbstlich-bunten Markt.

Durch den späten Frosteinfall im Frühjahr war das diesmal nun nicht gerade das Jahr des Apfels. Die Ernte fiel heuer bescheiden aus. Und doch stand der Apfel beim wunderschön dekorierten Stand des Obst- und Gartenbauvereins Rudersberg am Alten Rathausplatz einmal mehr im Mittelpunkt. Und entzückte die Augen. Volle 54 Sorten waren da liebevoll in Körbchen auf den Tischen aufgebahrt. Alle aus Rudersberger und Zumhofer Obstwiesen.

„In ungeraden Jahren gab es im Wieslauftal noch nie viele Äpfel“

„Das war diesmal schwer, sie zusammen zu bringen“, erklärt Karl Schwarz vom 64 Mitglieder zählenden Verein. Niedlich stachen da die Winzlinge der glühend roten Sorte „Rössleswirt“ heraus. „Das sind Befruchteräpfel“, wird man freundlich belehrt, „die blühen als Erste und locken damit die Bienen an.“ Nicht nur Säfte, sondern auch selbst gemachtes Apfelgsälz und Apfelessig waren hier auch zu haben.

Ein paar Schritte weiter hatte Philipp Ricker seine mobile Kelteranlage für Fruchtsäfte geparkt. Die hatte allerdings in diesem Herbst nicht viel zu tun. „Die Leute haben den Wagen im Frühjahr bestellt, als dann der Frost kam, hat sich keiner mehr gemeldet.“ Aber auch sonst, sagt Ricker, wäre es keine so gute Ernte geworden. „Ungerade Jahre haben hier im Wielauftal noch nie viel Äpfel gebracht“, ist seine über die Jahre hinweg gewonnene Beobachtung. Nur in höheren und geschützten Lagen wie Kaisersbach oder Althütte, da habe es genug Äpfel gegeben.

Vesper vom Holzkohlegrill beim Metzger

Reges Treiben herrschte mittags zwischen dem Brunnen am Alten Rathausplatz und dem Rathaus. Es wurde emsig an den Ständen der Flohmarktbeschicker gegruschtelt. Da waren vom Melkfett bis zum Holzschild mit der Aufschrift „Kehrwoche“ allmählich aussterbende Kulturgüter zu erstehen. Wer wollte, konnte einmal wieder seine Scheren und Messer schleifen lassen und derweil beim Metzger gegenüber vom riesigen Holzkohlegrill ein deftiges Vesper einnehmen. Ein Dudelsackpfeifer ließ dazu im Tal des Welzheimer Waldes sogar ein bisschen Highlander-Atmosphäre aufkommen.

Richtige Kuh mit eigenen Kälbern

Viel los war auch am Ortseingang in den Gewerbegebieten Fuchshau und Brühlstraße. Hier waren eine Trecker- und Unimog-Parade sowie das Oldtimer-Treffen die großen Attraktionen. Und für die Kinder, die’s noch nicht wussten, hatte der Hofladen der Familie Klemens eine richtige, nicht-lila Kuh namens Sissi mit einigen Kälbchen mitgebracht, die stoisch den Rummel um sie herum beäugten.

"Die Selbstständigen sind alle zufrieden"

Zufrieden zeigte sich Thomas Klotzbücher vom Organisationsteam für den Apfelmarkt innerhalb des Handels- und Gewerbevereins (HGV). „Nach dem durchwachsenen Startwetter ist das jetzt gut besucht“, freute er sich am Nachmittag. „Die Selbstständigen sind alle zufrieden und erstaunt über den Zulauf. Man sieht viel Leut’“, freute er sich.

23 Firmen und Händler hatten geöffnet oder einen Stand. „Keiner hat wegen des Wetters abgesagt. Es sind alle da.“ Begrüßenswert sei auch die kostenlose Anfahrt der Besucher mit dem Wiesel gewesen. Bereits am frühen Nachmittag waren auch schon über 50 Oldtimer angereist. Und „zum ersten Mal ist der ‘lebende Bauernhof’ dabei; da tummeln sich die Kinder“, sagte Organisator Klotzbücher stolz zur neuerlich erfolgreichen Attraktion des Rudersberger Apfelmarkts.

 

Kuchentheke der Klasse 6c des Limes-Gymnasiums Welzheim. Fürs Schullandheim im Schwarzwald.

Beim Obst- und Gartenbauverein Rudersberg waren 54 Apfelsorten liebevoll arrangiert.

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