Rudersberg Die neue Prinzessin weinte vor Freude

Prinzessin Anja I. zwischen Präsident (Tommy Manhalter) und Vizepräsident (Klaus Dieter Mandel). Foto: Gaby Schneider

Rudersberg-Schlechtbach. Es ist wieder so weit! Die närrische Zeit hat begonnen. Die Kampagnen der Faschingsvereine sind längst vorbereitet und bis zum Aschermittwoch darf die Welt wieder ein bisschen kopfstehen, wozu tanzende Funkenmariechen ihre Beine über den Boden wirbeln. Einen furiosen Faschingsauftakt feierten auch die Carnevalsfreunde Württemberg mit der Inthronisation von Prinzessin Anja der Ersten.

Um genau 19.37 Uhr war es so weit. Schräge Zeit, aber pünktlich: Die „Haugga Narra“ aus Essingen zogen mit Schmettern und Getöse, mit Trommeln und Fanfaren in den Saal des Bürgerhauses in Schlechtbach ein. Im Gefolge hatten die Musikanten die Bienchen der „Bürgermeister-Mini-Sternchen- Garde“, die Juniorengarde, die Tanzmariechen, den Elferrat und die Maskengruppe der Carnevalsfreunde.

Eine neue Prinzessin auf dem Thron

Derweil steigerte sich die Spannung mit drei weiteren Liedern, bis dann die neue Prinzessin Anja Wunderlich in roter Gala-Robe, geleitet von Vizepräsident Klaus Dieter Mandel, würdevoll auf die Bühne schritt. Dort erscholl gar feierlich die Schwaben-Hymne „Württembergs geliebter Herre“, bevor ihr dann die Insignien von ihrer Amtsvorgängerin Sarah I. übergeben wurden. Das glitzernde Diadem und der schwarze Umhang mit dem Vereinswappen verwandelte sie für alle sichtbar zur Karnevalsprinzessin Anja I. Und nachdem sie dann versicherte „Jetzt kann ich regieren, die närrischen Leut“, verlas sie die „Narrografen“ ihrer Herrschaft, zu denen die mit Beifall bedachte Forderung gehörte: „Alle Vereine bekommen ab sofort die Halle kostenfrei zur Verfügung gestellt.“

Und schließlich gab Anja die Erste, mit dem Beinamen „die bunte Vielfalt aus dem Wieslauftal“, ihr Regierungsvorhaben bis zu ihrer „Beerdigung“ am Aschermittwoch bekannt: „Mein Ziel, so hab ich mir gedacht, es wird viel gefeiert und gelacht.“

Krachende Gugga-Musik

Doch dann musste sich eine sichtlich gerührte Prinzessin auf ihrem weißen Thron erst mal die Augen wischen, „vor Freude“, wie Präsident Tommy Manhalter feststellte. Denn das war denn doch höchst entzückend, was die kleinen Tänzerinnen der „Bürgermeister-Mini-Sternchen-Garde“ da ihr zu Ehren einstudiert hatten!

Und so folgte ein abwechslungsreiches Inthronisation-Programm zum Auftakt der Faschingszeit unter den wohlwollenden Augen der Prinzessin und der an der Bühnenseite stehenden Symbolfigur des Carnevalsvereins, des Jacob Dautel, einer der 1514 hingerichteten aufständischen Bauern des „Armen Konrad“.

Krachende Gugga-Musik, flotte Auftritte der Tanzmariechen und Junioren-Garde, eine allseits mit Vergnügen aufgenommene Einlage des CFW-Männerballetts und schließlich Tanzmusik bis Mitternacht.

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