Rudersberg Seitenwagen-Motocross-WM

, aktualisiert am 16.09.2019 - 09:51 Uhr

Rudersberg. Im vergangenen Jahr hatten die Rudersberger pausiert, diesmal richteten sie wieder ein Motocross-Rennen inklusive Finale in der Seitenwagen-Weltmeisterschaft aus. Es lohnte sich. Viele Motorsportfans nutzten das spätsommerliche Wetter, pilgerten an den Königsbronnhof und sorgten für ausgelassene Stimmung. Zufrieden waren auch die Lokalmatadoren Sieber/Klooz.

Schon vor dem Start zum Highlight des Wochenendes, den beiden Wertungsläufen der Seitenwagen-WM, hatte das niederländisch-lettische Gespann Etienne Bax/Kaspars Stupelis als Weltmeister festgestanden. Auch Marvin Vanluchene (Belgien) und Ben van den Bogaart (Niederlande) schien der Vizemeistertitel nicht mehr zu nehmen zu sein. Beim Kampf um die Platzierungen dahinter hatte das Duo Koen Hermans (Niederlande)/Nicolas Musset (Frankreich) die beste Ausgangslage.

Die Lokalmatadoren Christian Sieber und Michael Klooz dagegen hatten sich lediglich vorgenommen, in die Punktränge zu kommen. Das Duo des MSC Wieslauftal qualifizierte sich mit einem guten Rennen und Platz zwölf am Samstag für das sonntägliche Finale. Direkt nach dem Start des ersten Wertungslaufs am Sonntag allerdings schien ihr Ziel in weite Ferne zu rücken. Während das britische Gespann Stuart Brown und Josh Chamberlain als erstes aus der Startgeraden in die Kurve schoss, kämpften die Lokalmatadore mit technischen Problemen. Die Probleme wurden zwar schnell behoben, der Rhythmus war jedoch erst einmal dahin.

An der Spitze entwickelte sich ein Dreikampf, bei dem am Ende das britische Gespann die Nase vorne hatte. Es folgten die in der WM-Gesamtwertung zweitplatzierten Marvin Vanluchene und Ben van den Bogaart vor den sicheren Weltmeistern Etienne Bax/Kaspars Stupelis. Sieber und Klooz fuhren nach dem Malheur zu Beginn lange auf Platz 24, machten am Ende jedoch noch einige Plätze gut und verpassten mit Platz 21 nur knapp die WM-Punkte-Ränge (bis Platz 20). Christian Sieber zeigte sich angesichts des guten Endspurts dennoch zufrieden mit dem Lauf.

Sieber/Klooz starten besser im zweiten Lauf

Der Start zum zweiten Wertungslauf gelang den Lokalmatadoren besser, auch wenn es schon in der ersten Kurve zur Sache ging. Sieber/Klooz mussten sich zunächst auf Platz 23 einreihen. Ein perfekter Start gelang einmal mehr den Briten Stuart Brown und Josh Chamberlain. Die Gespanne Etienne Bax/Kaspars Stupelis und Koen Hermans/Nicolas Musset lieferten sich auf den ersten Runden ein spannendes Duell um Platz zwei.

Den Wertungslauf gewannen abermals die Briten deutlich vor Bax/Stupelis. Der dritte Platz ging an den Sohn des Siegers. Jake Brown und Joe Millard konnten sich über 20 Punkte für die WM-Wertung freuen.Auch die beiden Lokalhelden hatten Grund zur Freude: Mit Platz 20 erreichten Christian Sieber und Michael Klooz ihr Ziel, vor heimischem Publikum in die WM-Wertung zu fahren.

Im Gesamtresultat nach beiden Wertungsläufen krönten sich Stuart Brown und Josh Chamberlain zum Siegergespann des Großen Preises von Deutschland. Zweite wurden Etienne Bax/Kaspars Stupelis vor Marvin Vanluchene/Ben van den Bogaart. Christian Sieber und Michael Klooz belegten in der Endabrechnung den 24. Rang. In der WM-Gesamtwertung gab es wie erwartet keine Überraschung. Weltmeister wurden Bax/Stupelis vor Vanluchene/van den Bogaart und Hermans/Musset.

Sieber zufrieden mit der Saison

Mit diesem Rennen schloss das Gespann Sieber/Klooz seine zweite gemeinsame Saison erfolgreich ab und erfüllte das Ziel, in die WM-Punkteränge zu fahren. Sieber: „Ich bin mit der Saison insgesamt zufrieden. Es gab keine Verletzungen, und mit dem fünften Platz bei den deutschen Meisterschaften wurde ein gutes Ergebnis erzielt.“ Für die nächste Saison gebe es noch keine Pläne, jedoch sei das Heimrennen bei solch einer Atmosphäre auf jeden Fall ein gelungener Saisonabschluss.

Die Planungen für 2020 laufen bereitsIm Gegensatz dazu sind die Planungen für den 60. Rudersberger Motocross im nächsten Jahr im vollen Gange. Das Team um Axel Siegle, den neuen Vorsitzenden des MSC, hat die Bewerbung für ein WM-Rennen bereits beim Verband eingereicht und ist zuversichtlich, den Zuschlag zu erhalten.

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