Rudersberg So wird bei Föhl Energie gespart

Seit 2017 ist Ingenieur Andreas Eigner für Energie- und Umweltfragen verantwortlich. Foto: ZVW/Gaby Schneider

Rudersberg.
Einen siebenstelligen Betrag hat die Firma Adolf Föhl in den vergangenen Jahren in Klima- und Umweltschutz investiert, schätzt Andreas Eigner, der für Energie und Umwelt zuständige Mann in dem Gießereiunternehmen. Seit 2020 arbeitet die Gießerei klimaneutral. Um die Energiewende zu schaffen, setzte Föhl an mehreren Hebeln an. Durch diverse Werksumbauten seien große Einsparpotenziale ausgeschöpft worden, heißt es einer Pressemitteilung. Beispielsweise erziele der vollzogene Umbau der gesamten Produktionsbeleuchtung eine Einsparung von 150 000 kWh pro Jahr, was 66 Tonnen CO2 entspricht. Die Umrüstung auf eine neue, energieoptimierte Lüftungsanlage in zwei Hallen bringe 270 Tonnen CO2 jährlich. Die Gewinnung von Strom und Wärme durch die Nutzung produktionsbedingter Abwärme ermögliche Einsparungen von 1,25 Millionen kWh pro Jahr, was jährlich etwa 260 Tonnen weniger CO2 entspricht.

Aktuell stehe die Optimierung der Produktionstechnologie im Fokus. So ist die Entwicklung einer neuen Brennertechnologie für die Umschmelzanlagen in Arbeit, die eine Einsparung um 645 000 kWh pro Jahr mit sich bringt. So spart Föhl jährlich rund 740 Tonnen CO2 ein, heißt es auch in der Pressemitteilung.

Das Unternehmen sei komplett auf Ökostrom umgestiegen

Zusätzlich ist das Unternehmen seit diesem Jahr eigenen Angaben zufolge komplett auf Ökostrom umgestiegen. Leider gebe es aber im Umfeld eines industriellen Unternehmens auch noch unvermeidbare CO2-Emissionen aus dem Verbrauch von Energieträgern wie Öl und Erdgas. Um dennoch die CO2-Neutralstellung zu gewährleisten, werden diese von Föhl mit entsprechenden Kompensationsmaßnahmen nach Goldstandard, beispielsweise durch die Förderung von Windkraftprojekten in China, ausgeglichen.

„Kompensationsmaßnahmen verhindern nicht den eigenen CO2-Ausstoß. Deshalb werden wir unsere Optimierungsbemühungen nicht einstellen, nur weil wir ein großes Ziel erreicht haben. Gerade als ein Betrieb, der zwangsläufig energieintensiv arbeitet, sehe ich es als unsere Pflicht, Umweltschutz und die laufende Verbesserung der Energieeffizienz im Unternehmen immer weiter voranzutreiben“, resümiert Frank Kirkorowicz. „Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren. Jetzt ist es Zeit für einen Wald.“

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