Rundschlag Der Tag der schmucken Hunde

Dackel Hector von Renate Herrmann mit Schmuckhalsband. Damit gerüstet für den Tag des Hundes jetzt am Sonntag. Foto: Herrmann

Von unserer Leserin Renate Herrmann kommt der Hinweis, dass jetzt am Sonntag der Tag des Hundes gefeiert wird. Wir hier in der Redaktion wären nicht drauf gekommen, weil keiner von uns auf den Hund gekommen ist – bis jetzt.

Renate Herrmann, die Immobilienfachwirtin aus Remshalden, die früher auch für die SPD im Gemeinderat saß und jetzt eine Kunstgalerie in Fellbach betreibt, sie ist schon lange auf den Nämlichen gekommen. Das heißt entweder nichts oder nur das Beste. Es handelt sich, wie immer, um eine emotionale Wirtsgemeinschaft. Bei der man nicht weiß, wer das Wirtstier ist und wer nimmt. Diese Gemeinschaft gibt eben beiden etwas.

Ja, es gibt in diesen Fällen meist auch noch einen Menschen als Partner. In dem Fall einen Mann. Nur, dieser, wie sollte es sein, hat sich, gewollt oder nicht, hoch und höher entwickelt. Mann ist so weit klug und macht eben Platz. Er kommt für allzu menschliche Verhaltensweisen nicht mehr infrage. Ist sozusagen in seinen natürlichen Prägungen degeneriert. Sorry, ist halt so.

Lesen wir bei Renate Herrmann, was ihr Dackel dagegen alles kann. Sie zu Herzen rührt. Sie sagen lässt: „Kleine Marotten, für die ich ihn liebe.“

Also:

Mein Dackel folgt mir wie ein kleiner Schatten. Vielleicht nur, weil er hofft, dass ein Stück Saitenwurst oder sein Lieblingsleckerle für ihn rausspringen, von denen er nach jedem Spaziergang eines bekommt – geteilt in zwei Hälften. Und wehe, es sind nicht zwei. Das lässt mich vermuten, dass er zumindest bis zwei zählen kann. Nachts weckt er mich mit seinem leisen Fiepen, wenn seine Schlaf-Unterlage nicht weich genug ist.

Weil der Hund mittlerweile das Menschliche und das Allzumenschliche übernehmen muss, wird er von Renate Herrmann speziell geehrt. Alle, die jetzt am Samstag und dann noch am Montag zu ihr samt Gefährten in die Galerie kommen, erhalten ein Unikat. Das können sie ihrem treusten Begleiter dann um den Hals hängen wie einen Orden: Hundehalsbänder, mit täuschend falschen Edelsteinen besetzt. Das freut den Hund, der schließlich schlecht genau hinsehen kann.

Die Halsbänder gibt es zur Feier des Tages zum halben Preis. Das ist doch ein Wort. Und nicht einfach ein Rumgebelle. Egal, wer sie dann trägt.

Dackel Hector von Renate Herrmann mit Schmuckhalsband. Damit gerüstet für den Tag des Hundes jetzt am Sonntag. Bild: Herrmann

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