Rundschlag Was Sie schon immer über Putzen wissen wollten

Symbolbild. Foto: pixabay.com

Was Sie schon immer über Putzen wissen wollten, aber bisher nie zu fragen wagten. Diese an einen berühmten Filmtitel von Woody Allen angelehnte Überschrift führt den Rundschlag direkt in Putzkübel. „Erst das Putzen“, lautet eine samstägliche Devise in vielen schwäbischen Familien: „Dann das Vergnügen!“

Der Winnender Reinigungsgerätehersteller Kärcher hat eine internationale Studie zum Putzverhalten erstellt und en passant eine altbekannte Tatsache bestätigt, dass Männer schneller putzen als Frauen: Denn 45 Prozent der Frauen, aber nur 25 Prozent der Männer putzen länger als drei Stunden pro Woche. Putzblitz.

Und noch eine zentrale Erkenntnis stellt Kärcher an den Anfang der Pressemitteilung: je oller, desto doller. In allen teilnehmenden Ländern ist Befragten über 55 Jahren ein sauberes Zuhause ein wenig wichtiger als den jüngeren Generationen.

Gehen wir also ins Detail und picken die Erkenntnisse heraus, die dem Rundschlag am besten gefallen:

Deutsche und Japaner putzen am wenigsten. Angestaubte 87 Prozent der Japaner und schmuddelige 67 Prozent der Deutschen putzen weniger als drei Stunden in der Woche, während dies in den USA, Großbritannien und Frankreich nur auf etwas mehr als 50 Prozent der Befragten zutrifft.

Geradezu als Putzteufel entlarven sich die Argentinier. Zehn Prozent der argentinischen Befragten benötigen mehr als zehn Stunden in der Woche zum Saubermachen. Aber statt zu jammern, greifen zwei Drittel der Argentinier und die Hälfte der Franzosen zu Lappen und Staubsauger, auch wenn der Schmutz noch nicht sichtbar ist!

Von wegen pingelige Deutsche: Im Gegensatz zum weit verbreiteten Klischee nimmt es ein Drittel der in Deutschland Befragten beim Putzen nicht immer so genau, während alle anderen Länder unter diesem Wert liegen.

Wie hoch Sauberkeit in Argentinien im Kurs steht, zeigt der dortige Griff zur chemischen Keule. 86 Prozent greifen zu chemischen Reinigern. Der Japaner – oder darf man sagen: die Japanerin? – ziert sich und meidet Chemie.

Mit Hilfe aus dem Familienkreis kann nicht einmal die Hälfte der Befragten rechnen, sei’s vom Partner, Familienmitgliedern oder Mitbewohnern. Außer in Argentinien. Dort packt in der Hälfte der Familien der ganze Haushalt an. Und 20 Prozent leisten sich obendrein eine Haushaltshilfe, doppelt so häufig wie in den übrigen Ländern.

Die unbeliebteste Hausarbeit in Deutschland ist übrigens Fensterputzen. Mit 52 Prozent landete das Wienern der Scheiben mit Abstand auf Platz eins, gefolgt vom Badezimmer (38 Prozent) und dem Bodenwischen (30 Prozent). Staubsaugen scheint demgegenüber fast Spaß zu machen.

Apropos Spaß. Wirklich Freude am Putzen zu haben, räumen nur elf Prozent der Befragten ein und erklären, dass sie keine Putzaufgabe ungern erledigen. Auch über diese verschwindend kleine Minderheit hat Woody Allen übrigens einen Film gedreht: „Der Stadtneurotiker“.

Der Rundschlag ist ein Meinungsartikel.

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