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Runter vom Sofa Von der Couchpotato zum Tough Mudder

Das bin ich in meinem natürlichen Lebensraum

(nach Feierabend natürlich)

Und das bin ich im Januar 2015 

Über zehn Jahre lang hat sich meine Welt um Handball gedreht. Mindestens zweimal die Woche Training - inklusive der unsäglichen Lauf- und Sprinteinheiten in der Vorbereiung -, am Wochenende ein Spiel. Kurzum: Ich war ziemlich sportlich. Die Betonung liegt leider auf "war".

Denn seit ich meine Handballkarriere an den Nagel gehängt habe - sofern man in der Kreisliga B von Karriere sprechen kann - ist das Sportlichste an mir das Wort "Jogging" in meiner Jogginghose. Meine Turnschuhe sind sicher in einer Schublade verstaut, von wo sie mich nicht mehr vorwurfsvoll anblicken können. In der Redaktion nehme ich viel zu oft den Aufzug, statt in den, wohlgemerkt, ERSTEN Stock zu laufen. Und ich habe seither mehr Engergie dafür verbraucht, den Hometrainer in meinem Wohnzimmer abzustauben, als diesen tatsächlich zu benutzen. Kurzum: Ich bin fürchterlich faul geworden. Und das soll sich nun ändern.

Hier will ich hin

Wer den Hintern hochbekommen will, muss sich ein Ziel setzen. Meins ist matschig, kalt und wahnsinnig anstrengend: Ich möchte im September 2018 beim Tough Mudder Süddeutschland mitlaufen. 18 Kilometer über 20 Hindernisse durch sehr viel Schlamm und rund 40 Tonnen Eis. Wie schnell man den Parcours schafft oder wie oft man auf die Schnauze fällt, ist völlig egal. Man muss "nur" am Ende über die Ziellinie laufen. Zur Belohnung winken dort ein T-Shirt, ein Stirnband, ein eiskaltes Bier und die Möglichkeit, bei all seinen Freunden anzugeben.

Wie ich auf diese Schnapsidee gekommen bin? Eine Tough Mudder erfahrene Freundin hat vorgeschlagen, bei diesem Höllentrip ein Team zu stellen. Und weil ich erstens furchtbar schlecht Nein sagen kann und mich ja zweitens eigentlich schon mal wieder bewegen wollte, habe ich kurzerhand zugesagt.

18 Kilometer! Schon ohne Hindernisse, Eis und Schlamm eine unüberwindbar scheinende Strecke für mich. Mein derzeitiger Fitnesszustand ist nämlich mehr als bescheiden, rufe ich doch schon nach einem Fußmarsch über zwei Treppen in den ersten Stock bereits nach einem Sauerstoffzelt. Wo früher Muskeln waren ist heute allenfalls Pudding. Und schon beim bloßen Gedanken an Sport komme ich ins Schwitzen. Wieso habe ich mir das nur angetan? Nun gut. Immerhin habe ich nun ein Jahr Zeit, mich auf diese Herausforderung vorzubereiten.

Sportliche Hilfe gesucht!

Über meine Erfahrungen werde ich in diesem Blog berichten. Erstens kann ich das Ganze dann nicht mehr abbrechen. Das wäre mir viel zu peinlich. Zweitens mache ich mich manchmal ganz gerne zum Affen und sehe in dem Blog das Potenzial, wenigstens andere zum Lachen zu bringen, während ich innerlich (?) weinend und mit höllischem Muskelkater versuche, geradeaus zu gehen. Und drittens hoffe ich, über diesem Weg den ein oder anderen Sportler zu erreichen. Ein bisschen Hilfe würde mir nämlich sicherlich nicht schaden.

Sie haben Tipps für mich, wie ich mich zum Sport motivieren kann? Sie wissen, wie man ein Jahr lang an einer Sache dranbleibt? Sie machen eine besondere Sportart, die ich unbedingt auch einmal ausprobieren sollte? Sie kennen eine tolle Fitness-App? Oder Sie haben selbst Tough-Mudder-Erfahrung und wollen mir davon erzählen? Dann schreiben Sie mir an ramona.adolf@zvw.de oder bei Instagram.

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