S-Bahn und Bus werden günstiger Was Sie zum neuen VVS-Tarif wissen müssen

Symbolbild. Foto: ZVW/Gaby Schneider

Stuttgart. Am Montag, den 1. April tritt der neue VVS-Tarif in Kraft. Das neue System soll einfacher, übersichtlicher und für viele VVS-Kunden günstiger werden. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum neuen Tarif.

Welche Änderungen gibt es?

Aus den bisher über 40 Tarifzonen werden fünf Ringzonen. Der Rems-Murr-Kreis besteht künftig nur noch aus vier statt aus elf Zonen. Den neuen Tarifzonenplan können Sie sich hier herunterladen (PDF).

Die Preise für das Tagesticket und das Gruppenticket (für bis zu fünf Personen) werden günstiger. Die neuen Preise können Sie hier nachlesen.

Preise für Einzelfahrscheine ändern sich nicht. Viele Fahrgäste profitieren aber davon, dass sie in Zukunft weniger Zonen befahren und damit auch weniger bezahlen müssen. Wer zum Beispiel von Waiblingen nach Stuttgart fährt, muss ab Montag nur noch zwei Zonen statt vier Zonen lösen. Er bezahlt also 2,90 Euro statt bisher 4,20 Euro. Im VVS-Tarif-Check können Sie Ihren neuen Fahrpreis und die Ersparnis für Ihre Fahrstrecke berechnen.

Kann man alte Tickets umtauschen?

Wer bereits ein Viererticket gekauft hat, kann es bis Ende Mai zurückgeben. Die Ticketkosten werden erstattet. Das gilt aber nur für unbenutzte Tickets. Angebrochene Viererkarten können nicht umgetauscht werden, sie behalten aber ihre Gültigkeit. Ticktes, die 2018 und 2019 gekauft wurden, können noch bis Ende 2020 genutzt werden.

Ungenutzte Tagestickets können weiter für die entsprechende Zonenanzahl (neue Tarifzonen) verwendet werden. Wer also ein Ticket für ein bis zwei Zonen hat, kann damit bis zu zwei der neuen Zonen befahren. Die alten Tickets sind bis zum 31. März 2020 gültig. Wer zum Beispiel ein Tagesticket für drei bis vier Zonen gekauft hat, nach der neuen Regelung aber weniger Zonen benötigt, kann sein Ticket bis Ende Mai zurückgeben. Der Preis wird erstattet.

Wer bezahlt's?

Durch die Tarifänderungen wird es zu Mindereinnahmen kommen. Das Land Baden-Württemberg, die betroffenen Landkreise und die Stadt Stuttgart werden die möglichen Mindereinnahmen von jährlich 42,1 Millionen Euro über sechs Jahre ausgleichen. Das Land übernimmt 42 Millionen Euro. 45 Prozent der Restkosten trägt die Stadt Stuttgart, 55 Prozent die Landkreise. Pro Jahr sind das also rund 18 Millionen Euro für die Kreise und rund 17 Millionen Euro für die Stadt. Die Landkreise teilen die Kosten entsprechend der Einwohnerzahl auf. 

Welche weiteren Verbesserungen sind geplant?

Der Busverkehr im Kreis soll weiter ausgebaut werden. Die Remsbahn bekommt neue Züge. Außerdem soll der 15-Minuten-Takt für die S-Bahn weiter ausgeweitet werden.


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