SC Korb Korber Minis sind heiß auf Handball

Beim Mini-Spielfest der Handballer geht es nicht vorrangig um das Gewinnen. Der Spaß soll im Vordergrund stehen. Foto: Ralph Steinemann

Korb. Mehr als 100 Kinder im Alter von fünf bis acht Jahren haben kürzlich am Mini-Spielfest der Handball-Abteilung des SC Korb teilgenommen. Die Handball-Anfänger spielten und tobten in der Ballspielhalle. Im Fokus stehen beim Training der Minis der Spaß und die Förderung von Geschicklichkeit und Koordination, berichtet Mini-Trainer Michael Häußermann im Gespräch.

„Für die Kleinen ist es oft noch ein bisschen schwierig“, stellt Michael Häußermann, Trainer der Korber Minis, immer wieder fest. Er zielt dabei auf die Koordination der Bewegungsabläufe ab, die bei den jungen Handballern noch nicht so geübt ist.

Ein übliches Training für die Minis im Alter von fünf bis sechs Jahren sieht bei ihm folgendermaßen aus: Aufwärmtraining durch Fangspiele, ein Bewegungsparcours und zum Schluss eine Ballsportart. „Es geht um Geschicklichkeit und Koordination“, sagt Häußermann. Im Bewegungsparcours können die Kinder diese Fähigkeiten am besten üben: Sie balancieren auf Bänken, springen auf und über Hocker und machen Übungen mit Luftballons oder Bällen. „Sie sollen ein bisschen Gefühl für den Ball bekommen.“ Bei dem Ballspiel am Ende bringt er ihnen eine wichtige Grundregel des Handballs bei: Höchstens drei Schritte machen, dann den Ball abspielen – das versucht er schon jetzt in die Spiele einzubauen. Den älteren Minis im Alter von sieben bis acht Jahren traut er etwas mehr zu. „Da wird schon mal richtig Handball gespielt“, berichtet er. Diese lernen auch, dass sie beim Angriff nicht in den Kreis vor dem Tor hineintreten dürfen.

Zu Beginn der Saison haben 17 Minis in die E-Jugend gewechselt – ein starker Jahrgang mit vier Mannschaften, sagt Häußermann: „Die sind heiß auf Handball.“ Das werde auch bei Mini-Spielfesten deutlich, bei denen die Kinder zeigen können, was sie im Training gelernt haben. Für das jüngste Mini-Spielfest der Handball-Abteilung des SC Korb hatten sich 13 Mannschaften angemeldet. Zwei Spielfelder standen für die rund 100 Kinder zur Verfügung, die vier Stunden lang durch die Ballspielhalle flitzten. Auf einem Feld spielten die Minis Handball, auf dem anderen „Funino“. Das ist eine Ballsportart, bei der ebenfalls Tore erzielt werden müssen. Die Schwierigkeit: Nach jedem Punkt werden die Torwarte getauscht, so dass es zu einem ständigen Wechsel auf dem Spielfeld kommt.

Michael Häußermann: Hallen und Trainer fehlen

Zusätzlich gibt es bei Mini-Spielfesten einen Bewegungsparcours. „Der ist gut um die Pausenzeiten zu überbrücken“, sagt Michael Häußermann, Trainer der Korber Minis, und lacht. Spaß beiseite, dieser sei auch gut, um die Koordination zu fördern: Die Kinder müssen dabei beispielsweise über Trampoline springen oder Slalom laufen. „Das Leistungsniveau ist dermaßen unterschiedlich zwischen den Fünf- und Achtjährigen. Man versucht, die Mannschaften passend einzuteilen“, sagt Häußermann. Ums Gewinnen geht es bei dem Turnier nicht. Jeder bekommt eine Medaille. „Die Kinder wollen aber schon wissen, ob sie gewonnen haben oder nicht“, so Häußermann.

Die Richtlinien für die Mini-Spielfeste legt der Handballverband Württemberg (HVW) fest. In einer Saison besucht Häußermann mit seinen Korber Mini-Mannschaften drei bis vier Spielfeste im HVW-Bezirk Rems-Stuttgart. Er ist ehrenamtlicher Trainer von gleich fünf Mannschaften mit 32 Kindern, die in zwei Gruppen aufgeteilt sind: Die jungen Minis im Alter von fünf bis sechs Jahren trainiert er freitags von 15 bis 16.15 Uhr in der Remstalhalle. Kurz danach geht es mit dem Training der älteren Minis im Alter von sieben bis acht Jahren weiter. Sie trainieren von 16.30 bis 17.45 Uhr.

Häußermann ist selbstständiger Datenschutzbeauftragter. Er spielte zwölf Jahre lang Handball und ist seit vergangenem Jahr Trainer der Minis. Die jungen Minis trainiert er gemeinsam mit Helen Diener, die damit aber bald aufhört, da sie anfängt zu studieren. „Uns fehlen Betreuer – hinten und vorne“, sagt Häußermann. Seit dieser Saison sei zwar eine Trainerpauschale eingeführt worden, bis jetzt habe der Anreiz aber nicht geholfen. Auch habe der SC Korb zu wenig Sportstätten. Häufig fällt das Training aus, weil Veranstaltungen am Wochenende stattfinden und die Halle bereits am Freitagnachmittag zum Aufbau benötigt wird.

Alle Teile der Serie finden Sie unter www.zvw.de/unser-verein


Mitglieder

Rund 2000 aktive Mitglieder zählt der SC Korb in seinen zehn Abteilungen. Die Handball-Abteilung hat 387 Mitglieder (Stand: 1. Mai).

Davon sind 185 Mitglieder unter 18 Jahren und 202 Mitglieder über 18 Jahren. In der kommenden Saison nimmt der SC Korb mit neun Jugendmannschaften am Spielbetrieb teil.

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