Schorndorf 6. Hundebadetag im Buhlbronner Freibad

Schorndorf-Buhlbronn. Zwei Euro Eintritt kostet es am Samstag im Buhlbronner Freibad. Pro Hund. Herrchen und Frauchen dürfen umsonst rein. Der Vierbeiner zahlt also, damit er am Hundebadetag zum Abschluss der Saison ins Wasser kann. Das ist seit sechs Jahren so, genauer gesagt, seit fünf, denn 2017 fiel das spektakuläre Vergnügen ins Wasser. Es regnete Hunde und Katzen.

Tanja Schäfer und Oliver Schacherl, beide Saunameister in Diensten der Stadtwerke Schorndorf, hatten seinerzeit die Idee, die Badesaison in Buhlbronn auf diese Weise ausklingen zu lassen. Sie wurde ein Renner.

Etwa 150 Hunde samt Frauchen und Herrchen kommen am Hundebadetag ins Bad des Schorndorfer Stadtteils. Die Vierbeiner haben hier die eher seltene Gelegenheit, nach Herzenslust zu schwimmen. Seltene Gelegenheit deshalb, weil Hunde in den meisten Badeseen nicht ins Wasser dürfen und das Meer recht weit weg ist. Zumindest aus Schorndorfer Sicht.

Der Hundebadetag in Buhlbronn hat sich herumgesprochen in der Zwischenzeit. Es kommen Leute, die jedes Jahr da sind. Man begrüßt sich, ist erfreut, sich wiederzusehen. Parkplätze in Badnähe (es gibt eh nicht allzu viele) sind rar, viele Hundebadetagbesucher stellen ihr Auto am Sportgelände ab und kommen zu Fuß her. Der Vierbeiner braucht schließlich Bewegung.

In diesem Jahr verzeichnete das Bad in Buhlbronn einen Rekordbesuch

Herrchen und Frauchen brauchen keine Sorge haben, dass ihre Hunde mit Chlor in Berührung kommen. „Eine Woche vor dem Hundebadetag wird kein Chlor mehr verwendet“, sagt Tanja Schäfer, die im Sommer, genauer gesagt von Juni bis September, Mädchen für alles ist im Buhlbronner Freibad und sich darüber freut, dass in diesem Jahr mehr als 6000 Besucher kamen – das ist absoluter Rekord.

Dabei müssen die Gäste schon einigermaßen hartgesotten sein. Denn das Wasser, das ausschließlich aus einer Quelle kommt, wird höchstens 22 Grad warm. Am Samstag wurden nach den doch recht kühlen Nächten in letzter Zeit gerade mal 15 Grad gemessen, was dazu führte, dass die Vierbeiner so gut wie unter sich waren im Becken. Frauchen und Herrchen war’s dann doch zu frisch. In früheren Jahren bei etwas höheren Wassertemperaturen war das anders.

„Es gibt Leute, die kommen aus Stuttgart hierher zum Baden“

Das Freibad in Buhlbronn gibt es seit mehr als 50 Jahren. Es wurde ursprünglich als Feuerlöschteich angelegt. Diesem Zweck dient es auch heute noch. Denn falls bei einem Brand in Buhlbronn das Wasser knapp werden sollte, würde sich die Feuerwehr mit dem Nass aus dem Freibad behelfen. Im Übrigen gilt das idyllisch gelegene Buhlbronner Freibad bei manchen inzwischen als Geheimtipp. „Es gibt Leute, die kommen aus Stuttgart hierher zum Baden“, weiß Tanja Schäfer.

Zwei Euro Eintritt pro Hund plus die Einnahmen aus dem Verkauf von Roten Würsten, Kuchen (gespendet) und Getränken – da kommt an einem Hundebadetag schon einiges an Geld zusammen.

Es wird in all den Jahren ausschließlich für den Erhalt des Buhlbronner Bads verwendet. Beispielsweise wurde ein Klettergerüst umgesetzt, eine Terrasse angebaut, die Bestuhlung erneuert, der Sandkasten ebenfalls. Neues Spielzeug für die Kinder zum Sandeln wurde auch angeschafft. Was in diesem Jahr mit dem Geld geschieht, wissen Tanja Schäfer und Oliver Schacherl noch nicht. Sie machen jetzt erst einmal Urlaub. Es sei ihnen gegönnt.

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