Schorndorf An(ge)kommen in Schorndorf - Ein Videoprojekt

Schorndorf. Wie lebt es sich eigentlich in einer Stadt, in der viele Kulturen aufeinandertreffen? Und was ist wichtig, damit man sich in einer Stadt, wie Schorndorf, zuhause fühlt? Auf diese Fragen sollen Jugendliche im Rahmen eines Videoprojektes der Volkshochschule Antworten finden. In den kommenden Monaten werden sie einen Film entwickeln und dabei mit Menschen aus aller Welt in Kontakt treten. Für das Projekt werden noch weitere Teilnehmer gesucht.

Der Startschuss fiel vergangene Woche. Sieben Jugendliche - allesamt Schüler am Burggymnasium in Schorndorf und im Arbeitskreis „Schule ohne Rassismus“ aktiv - kamen zum Planungstreffen in die Volkshochschule. Daniel Dietrich, Fachbereichsleiter an der Volkshochschule und Lehrer am Burggymnasium, war die Freude anzumerken, dass sich seine Schüler für das Projekt interessieren. Eva Hartmann - ehemalige Lehrerin am Burggymnasium - führte die Jugendlichen in die Thematik ein. Ziel ist es, Antworten auf die Frage nach dem „Angekommen sein“ zu finden. Wann fühlt sich ein Mensch, der aus einem anderen Land nach Schorndorf gekommen ist, hier zuhause? Was steckt dahinter, wenn jemand sagt, er sei angekommen?

Ideen müssen her

Wie der Film am Ende aussehen und welche Szenen er zeigen soll, ist den Jugendlichen selbst überlassen. Bei einem ersten Brainstorming sammelten die Jugendlichen Ideen. Schlichte Interviews, ein Sozialexperiment und sogar ein Rollenspiel, das man in der Innenstadt aufnehmen könnte, kamen den Sieben in den Sinn. Ob sich das alles überhaupt verwirklichen lässt, wird sich in der nächsten Zeit zeigen.

Jetzt heißt es erst einmal, kreativ sein und die Ideen weiterspinnen, sie verändern oder gar doch wieder verwerfen und neue entwickeln. Zeit haben die Jugendlichen bis zum Frühjahr 2018. Dann soll der Film bei einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert werden. Ein genauer Termin steht laut Dietrich noch nicht fest.

Der Weg zum Film

Die Schüler werden während der Projektphase betreut. Noch vor den Weihnachtsferien soll beispielsweise ein ganztägiger Workshop stattfinden, bei dem es um „interkulturelle Stolpersteine“ gehen soll: Haben die Schüler eventuell selbst Vorurteile? Worauf müssen sie achten, wenn sie Menschen berfragen, die aus einem anderen Land kommen und/oder geflüchtet sind? Wie weit dürfen die Fragen gehen? All das soll an diesem Tag geklärt werden.

In Sachen Videoschnitt und Technik wird Rolf Failmezger den Jugendlichen unter die Arme greifen. Er hat bereits bei einem ähnlichen Projekt vor einigen Jahren mitgewirkt und kennt sich damit bestens aus. 

Ein Film kann natürlich nur mit entsprechendem Kameraequipment entstehen. Damit sind die angehenden Filmemacher schon recht gut ausgestattet. Beim Planungstreffen zählten sie unter anderem eine Kamera, Mikrofone und Stative auf, die auf jeden Fall zur Verfügung stehen würden. Falls noch etwas fehlen sollte, wird Failmezger weitere Ausstattung bereitstellen.

Wie man das Equipment richtig einsetzt und aus gedrehten Szenen einen Film zusammenschneidet, wird der Video-Profi bei einem Treffen in den kommenden Wochen erklären. Mit den grundlegenden Tricks und Kniffen sollte dann auch technisch gesehen nichts mehr schief gehen.

Wir werden an der Gruppe dran bleiben und berichten, was sie bis zum Frühjahr 2018 auf die Beine stellen.


Das Projekt

Das Projekt selbst steht unter dem Motto „An(ge)kommen in Schorndorf“ und ist Teil des Pilotprojekts „Stadt.Land.Welt“, das von Engagement Global sowie dem baden-württembergischen Volkshochschulverband in Kooperation mit der Lokalen Agenda21 für Schorndorf und Umgebung ins Leben gerufen wurde.

Weitere Teilnehmer gesucht

Es werden noch Schülerinnen und Schüler, Studierende, junge Berufstätige und Asylsuchende gesucht, die Lust haben, an dem Projekt mitzuwirken. Wer Interesse hat, soll sich mit Daniel Dietrich unter daniel.dietrich@vhs-schorndorf.de oder Tel. 07181/2007-28 in Verbindung setzen. 

Das nächste Treffen findet am Mittwoch, den 6.Dezember um 17.05 Uhr im Raum 026 im Burggymnasium statt. 

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