Schorndorf Autofahrer kürzen über Busroute ab

Schorndorf. Im Vergleich zu den Wallungen rund um die Baustelle zwischen Grunbach und Buoch geht’s rund um die Straßenbaustelle zwischen Schorndorf und Schornbach gesittet zu. Es gab und gibt zwar auch Proteste, aber die werden weniger, je mehr die Baumaßnahme vorankommt.

Wiewohl die Stadt gar nicht zuständig ist, weil es sich um eine Kreisstraße und damit um eine Baumaßnahme des Landkreises handelt, sind im Vorfeld der am vergangenen Dienstag eingerichteten Vollsperrung der Kreisstraße und in den ersten ein, zwei Tagen immer wieder Anrufe beim städtischen Fachbereich Bürgerservice, Sicherheit und Ordnung eingegangen. Und zwar, wie Fachbereichsleiterin Karin Bauer sagt, solche, in denen die Maßnahme und ihre zweiwöchige Dauer grundsätzlich hinterfragt wurden, und solche, in denen – zu Unrecht – die mangelnde Vorabinformation oder – teilweise zu Recht – die unzureichende Beschilderung bemängelt wurde. Da sei aber, so Karin Bauer, vom Landkreis zügig nachgebessert worden, so dass vor allem auch für die Autofahrer aus Berglen, die normalerweise über Schornbach nach Schorndorf fahren, ersichtlich geworden sei, dass es in Schornbach derzeit kein Durchkommen gibt.

Der landwirtschaftliche Weg sollte dem Busverkehr vorbehalten sein

Aber auch in Schornbach beziehungsweise in Schorndorf und in den Berglen gibt’s natürlich Autofahrer, die sich an die ausgewiesene offizielle Umleitungsstrecke, die über Rohrbronn und die Berglen führt und die damit in Teilen mit der identisch ist, die auch für die Sperrung zwischen Grunbach und Buoch galt, partout nicht halten wollen – mit dem Unterschied, dass sie keine Absperrungen wegräumen, sondern „nur“ auf den parallel zur Kreisstraße verlaufenden landwirtschaftlichen Weg ausweichen müssen, der eigentlich nur für den Busverkehr freigegeben ist, dem lange Umwege nicht zuzumuten sind. Immer wieder, das weiß auch Karin Bauer, gibt’s Klagen vor allem von Fußgängern und Radfahrern über Autofahrer, die diesen Weg nicht nur widerrechtlich benutzen, sondern dann auch noch empört sind, dass ihnen Fußgänger und Radler in die Quere kommen. Wobei sie froh sein sollten, wenn ihnen kein Bus begegnet, weil ein regulärer Begegnungsverkehr auf dieser Strecke gar nicht möglich ist. „Wir haben gemeinsam mit der Polizei ein Auge drauf“, sagt die Fachbereichsleiterin, muss aber auch einräumen, dass es dem städtischen Vollzugsdienst nicht möglich ist, 24 Stunden täglich zu verhindern, dass diese Abkürzung benutzt wird. Zumal die meisten Autofahrer vernünftig sind und die zeitraubende Umleitung, wenn auch teilweise nur murrend, in Kauf nehmen.

Noch eine Woche

Wenn alles planmäßig läuft, und davon ist auszugehen, wird die Sperrung der Kreisstraße zwischen Schorndorf und Schornbach zum Ende der Pfingstferien, also am kommenden Wochenende, wieder aufgehoben.

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