Schorndorf Den Einbrechern das Handwerk legen

Schorndorf. Mit einer gemeinsamen Aktion wollen die Stadt Schorndorf und das Polizeirevier Einbrechern das Handwerk legen. Sie setzen dabei weniger auf Strafverfolgung, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen, sprich der Einbruch erfolgt ist. Vielmehr ist Prävention das Gebot der Stunde. Darauf haben Erster Bürgermeister Edgar Hemmerich und Revierleiter Markus Jatzko in einem Pressegespräch hingewiesen.

Hemmerich hob hervor, dass es gar nicht so schwer sei, sich gegen Einbrecher zu schützen. Man müsse aber eine entsprechende Sicherungstechnik ins Haus oder in die Wohnung einbauen lassen. Geradezu einladend für Einbrecher seien gekippte Fenster oder geschlossene Rollläden während der Urlaubszeit. Er räumte ein, dass es im Rems-Murr-Kreis sehr wohl „kleinere oder auch größere“ Probleme mit Einbrüchen gebe. Jatzko, seit Oktober des letzten Jahres Leiter des Polizeireviers Schorndorf, freilich sagte, die Daimlerstadt habe mit die geringsten Fallzahlen in Kreis. 2016 habe es in der Gesamtstadt 30 Wohnungseinbruchsdiebstähle gegeben. Das sei weniger als 2015. Um wie viel weniger, konnte er allerdings nicht sagen.

Für die Aktion wird die Polizei personell stark ausgerüstet

Seit seinem Amtsantritt sei die Polizeipräsenz „sichtbar“ erhöht worden, sagte Jatzko, „das wird bemerkt von der Bürgerschaft“. Möglich sei das allerdings nur, weil Beamte der Bereitschaftspolizei abgestellt worden seien. Das werde auch weiterhin der Fall sein, vor allem bei den Präventionsmaßnahmen (siehe Infobox). Hier sei eine „hohe zweistellige Zahl“ an Polizeibeamten im Einsatz, kündigte der Schorndorfer Revierleiter an. Eine genaue Zahl wollte er nicht nennen – die potenziellen Gauner sollen sich ja nicht darauf einstellen können.

„Die meisten Einbrüche werden zwischen November und Februar verübt“

Jatzko hofft zumindest insgeheim, dass bei der Aktion der eine oder andere Einbrecher geschnappt wird. Das wäre nicht das erste Mal: „Wir haben schon einige von ihnen auf frischer Tat erwischt.“

Wichtiger allerdings sind Maßnahmen im Vorfeld, betonen sowohl Hemmerich als auch Jatzko. Dazu gehört vor allem in der dunklen Jahreszeit (Jatzko: „Die meisten Einbrüche werden zwischen November und Februar verübt“) die Hilfe unter Nachbarn. Demzufolge lautet auch das Polizeiprogramm „Nachbarn helfen Nachbarn“. Das alles nutzt aber nichts, wenn Häuser und Wohnungen nicht ausreichend gegen Einbrüche gesichert sind. Denn eins muss man wissen: Einbrecher haben wenig Zeit. Sie müssen schnell ins Haus gelangen können.

Die Aktion

  • Auf dem Schorndorfer Marktplatz steht am Mittwoch, 1. Februar, zwischen 11 und 17 Uhr ein Fahrzeug der Mobilen Beratungsstelle des Landeskriminalamtes. Beamte geben wertvolle Tipps und Hinweise zur Sicherheit und zu technischen Sicherheitseinrichtungen. Außerdem verteilen Polizisten in Uniform in Schorndorfer Wohngebieten Informations-Flyer. Gleichzeitig wird verdeckt nach potenziellen Einbrechern gefahndet.
  • Am kommenden Freitag beginnt eine Ausstellung im Rathaus am Marktplatz. Sie dauert bis Mittwoch, 1. Februar. Für Donnerstag, 2. Februar, ist eine Abschlussveranstaltung in der Barbara-Künkelin-Halle geplant. Der Termin ist aber noch nicht fix.
     
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