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Schorndorf Kommende Veranstaltungen in der Stadt

Wenn Rosenmarkt ist, dann blühen nicht nur die Innen- und die Weststadt auf, sondern auch der Citymarketingverein Centro. Foto: Archivbild: Schneider / ZVW

Schorndorf. Schon länger nichts gehört vom Citymarketingverein SchorndorfCentro und seinen Akteuren? Das soll und wird sich ändern, denn mit dem Rosenmarkt am Samstag, 17. Juni, beginnt im hoffentlich heißen Sommer eine heiße Veranstaltungsphase, die außer dem Rosenmarkt auch das Mitternachtsshopping und das Sommer-Filmfestival bringt – jeweils mit Neuerungen.

Zunächst einmal aber erwartet die Besucher am Ende der Pfingstferien in der romantischen Hetzelgasse und ihrem unmittelbaren Umfeld der umfangreichste Rosenmarkt, den Schorndorf je gesehen hat. Mit 32 Teilnehmern, die alles präsentieren und verkaufen vom Rosentee bis zur Gartendeko und von Tischdecken mit Rosenmotiven bis zum Rosenduft in allen Formen und Variationen, verzeichnet der Rosenmarkt 2017 ein Rekordergebnis, nachdem in den vergangenen Jahren die Teilnehmerzahl immer so zwischen 20 und 25 schwankte. Diesmal, sagt Centro-Geschäftsführer Uli Fink fest, seien wirklich alle Ecken ausgenutzt – „mehr geht einfach nicht“.

Sommernachtsshopping heißt wieder Mitternachtsshopping

Möglichst viele Ecken und Plätze ausgenutzt sein sollen auch zwei Wochen später, wenn am Freitagabend, 30. Juni, wieder viele Gäste und Kunden aus Schorndorf und der näheren und weiteren Umgebung zum Mitternachtsshopping eingeladen sind. Mitternachtsshopping? Richtig! Nachdem die Veranstaltung im letzten Jahr noch Sommernachtsshopping hieß, sind die Organisatoren wieder zum ursprünglichen Namen zurückgekehrt. Nicht, weil sie Angst haben, dass der Sommer seinem Namen keine Ehre machen könnte – wiewohl natürlich auch diese Veranstaltung mit dem Wetter steht und fällt –, sondern eher, damit allen teilnehmenden Geschäften auch bewusst ist, wie lange sie von 19 Uhr an durchhalten müssen. Neu ist auch, dass das Geschehen, dass sich nicht unmittelbar in oder vor den Geschäften abspielt, nicht nur auf den Marktplatz konzentriert wird, sondern dass es fünf mit Straßenmusik bespielte und teilweise auch bewirtete Lounges geben soll: eine auf dem Marktplatz, eine im Bereich zwischen Stadtkirche und dem Eine-Welt-Laden el mundo, eine beim Café Moser, eine bei der Becka-Kurze und eine vor der Metzgerei Kurz in der Johann-Philipp-Palm-Straße.

Sommerfilm-Festival: Benefizabend zur Presse- und Meinungsfreiheit

Während sich Centro beim Mitternachtsshopping noch in der Endphase der Planungen befindet, steht bereits das komplette Programm fürs Sommerfilm-Festival, das am Freitag, 11. August, mit dem amerikanischen Drama „Lion – Der lange Weg nach Hause“ beginnt und am Montag, 21. August, mit einem besonderen Ereignis endet. Erstmals beim Sommerfilm-Festival gibt es nämlich einen Benefizabend, zu dem gemeinsam SchorndorfCentro und die Palm-Stiftung einladen und dessen Erlös – der Eintritt ist frei, aber es wird um Spenden gebeten – der Organisation „Reporter ohne Grenzen“ zugutekommen soll, die sich genauso wie die Palm-Stiftung die Presse- und Meinungsfreiheit auf die Fahnen geschrieben hat. Gezeigt wird der Film „Colonia Dignidad – Es gibt kein Zurück“, der die Geschichte einer deutschen Sekte in Chile erzählt, die durch Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen bis hin zu Kindesmissbrauch berühmt und berüchtigt wurde und die nach dem Putsch gegen Präsident Allende mit dem neuen Machthaber Pinochet paktiert hat. Das Programm in den Tagen davor bietet viele Höhepunkte aus dem Kino-Geschehen der letzten Monate. Das Spektrum reicht von La La Land bis Toni Erdmann und von „Ein Dorf sieht schwarz“ bis zu „Willkommen bei den Hartmanns“.

Centro macht sich Gedanken über die Zeit nach Centro

Und dann fängt SchorndorfCentro auch schon so langsam an, sich über seine eigene Zukunft Gedanken zu machen, bei der es aus Sicht des Vorsitzenden Gerhard Nickel und seines Geschäftsführers Uli Fink, deren Amtszeit jeweils bis Ende 2019 läuft, in die Richtung gehen dürfte, dass künftig Stadt- und Citymarketing sowie Tourismus unter einem Dach gebündelt werden. Ein vorgezeichneter Weg, an dem aus Sicht der Centro-Verantwortlichen schon deshalb kein Weg vorbeiführt, weil in dem Maße, wie in der Schorndorfer Innenstadt die Filialisten zunehmen, die Einzelhändler weniger werden. Was bedeutet, dass Centro zunehmend die Basis wegbricht. Daran ändert auch die erfreuliche Tatsache nichts, dass Centro in den letzten Monaten über zehn neue Mitglieder und auch neue Sponsoren und Fördermitglieder gewonnen hat. Offiziell beginnt der Meinungsbildungsprozess zur Neustrukturierung im kommenden Jahr.

Die Terrorangst und die Sicherheitsdebatte

Auf die Frage, was Centro derzeit sonst noch so umtreibt, müssen der Vorsitzende Gerhard Nickel und sein Geschäftsführer Ulrich Fink nicht lange überlegen: Sie sehen die Terrorhysterie, die Teile der Stadtverwaltung erfasst hat, und die daraus resultierenden Sicherheitskonzepte, die Veranstaltern ohne deren Mitwirkung übergestülpt werden könnten, mit Sorge.

Gerhard Nickel steht zu dem, was er unlängst im Verwaltungsausschuss gesagt hat, als es um die Kriminalitätsstatistik ging und in diesem Zusammenhang vom Ersten Bürgermeister Edgar Hemmerich auch die Terrorgefahr thematisiert wurde: „Die Veranstaltungen in Schorndorf sind sicher.“ So sicher, wie sie in zugegebenermaßen unsicheren Zeiten wie diesen sein können. Denn, so Nickel, ein Restrisiko werde, wie in allen anderen Lebensbereichen auch, nie ganz ausgeschlossen werden können – auch nicht mit Aktionismus.

In diese Richtung, das kündigt der Centro-Vorsitzende und FDP/FW-Stadtrat schon mal an, wird er auch argumentieren, wenn es am 22. Juni ums Sicherheitskonzept speziell für die SchoWo geht.

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