Schorndorf Filmfestival beim Stadtbiergarten

Das Sommerfilmfestival muss in diesem Jahr umziehen: vom Finanzamtsinnenhof vor der malerischen Kulisse des Schlosses auf den Parkplatz beim Stadtbiergarten. Schorndorf Centro als Veranstalter hofft gleichwohl auf große Besucherresonanz – und auf gutes Wetter.  Foto: Habermann / ZVW

Schorndorf. Der Sommer ist nah beziehungsweise schon da, und Schorndorf Centro startet so richtig durch: mit dem Rosenmarkt, mit dem Mitternachtsshopping am 29. Juni und – wegen der Gartenschauvorbereitungen an einem neuen Standort beim Stadtbiergarten – mit dem Sommerfilmfestival. Aber natürlich bereitet sich der CityMarketing-Verein auch selber auf die Remstal-Gartenschau 2019 vor.

„Centro definiert sich nach außen hauptsächlich über Veranstaltungen, aber in unserer Arbeit ist das nur der kleinere Teil“, sagt Centro-Geschäftsführer Ulrich Fink und verweist beispielhaft auf einige andere Projekte, die auch ständig im Auge behalten und weiterentwickelt werden wollen.

Als da wären die Schorndorf Card, der Schorndorfer Stadtgutschein und die Webseite, auf der sich nicht zuletzt der „Schorndorfer Mittagstisch“ zunehmender Beliebtheit und Nachfrage erfreut. Derzeit sind’s rund 20 Geschäfte und Gastronomen, die regelmäßig mit ihrer Mittagstisch-Speisekarte auf der Homepage vertreten sind, wobei alles berücksichtigt ist, was bis 10.30 Uhr des jeweiligen Tages gemeldet wird.

Wenn Fink davon spricht, dass aber durchaus noch Luft nach oben ist und die Webseite durchaus „noch lebendiger sein“ könnte, dann bezieht er das außer auf den Mittagstisch auch auf viele andere geschäftliche Informationen, die über die Centro-Webseite vermeldet werden könnten.

„Da müsste von den Einzelhändlern noch mehr kommen“, wünscht sich der Geschäftsführer, der sich andererseits über eine steigende Mitgliederzahl freut. Über 150 Mitglieder hat Centro mittlerweile, und damit mehr als der Schorndorfer BdS.

Aufwertung der Schorndorf Card durch ein Bonusheft plus

Nicht zuletzt dank einiger Geschäfte, die neu dazugekommen sind, sind aus Sicht von Ulrich Fink sowohl der Stadtgutschein als auch die Schorndorf Card „Erfolgsgeschichten“. Der Stadtgutschein, weil er als attraktive Geschenkmöglichkeit wahrgenommen wird und inzwischen bei rund 50 Geschäften erhältlich beziehungsweise einlösbar ist – ganz neu auch bei der Bäckerei Maurer, im Restaurant „Platzhirsch“ und im Spielwarengeschäft Wiedmann.

Die vor zwei Jahren eingeführte Schorndorf Card, der zuletzt die Metzgerei Kurz beigetreten und die durch das erst in den letzten Wochen fertiggestellte und alle registrierten Schorndorf Card-Nutzer verschickte Bonusheft Schorndorf Card plus aufgewertet worden ist.

„Es ist richtig gut geworden, mit vielen interessanten Angeboten und einem Gewinnspiel“, freut sich Fink über das gemeinsam mit den Stadtwerken entwickelte Produkt, das die Beteiligten laut Fink „extrem viel Kraft und Zeit gekostet“ hat. In 25 Schorndorfer Geschäften können mittlerweile mit der Schorndorf Card Punkte gesammelt und/oder kann mit Punkten gezahlt werden, wobei der Geschäftsführer hofft, dass die geplante Umrüstung der Parkscheinautomaten in der Innenstadt dazu führt, dass künftig die Karte auch beim Parken eingesetzt werden und den seitherigen Chip ablösen kann.

Was sich Ulrich Fink dann noch wünschen würde – und was sich, wie er weiß, auch viele Innenstadt-Kunden wünschen würden –, wäre die Vereinigung von Schorndorf und Bantel Card, zumal deren System kompatibel wäre. „Wir sind immer wieder in Gesprächen, aber wir haben noch keinen gemeinsamen Weg gefunden“, sagt Fink, der neidlos anerkennt, dass auch die Bantel Card „eine tolle und eingeführte Karte“ ist.

Konzept für die Gartenschau soll bis zum Herbst stehen

Was die Veranstaltungen angeht, so richtet sich der Blick zunächst einmal auf den Rosenmarkt und das nur zwei Wochen später anstehende Mitternachtsshopping, dann aber vor allem auch auf das Sommerfilmfestival vom 10. bis 19. August, das in diesem Jahr aus der Innenstadt weichen muss, weil der Finanzamtsinnenhof wegen der Baumaßnahmen für die Gartenschau nicht zur Verfügung steht. Nach langer Suche ist mit dem Parkplatz beim Schorndorfer Stadtbiergarten ein Ausweichplatz gefunden worden, der einmal den Vorteil hat, dass es keine Nachbarschaftsprobleme gibt.

Und mit den Biergartenbetreibern ist abgesprochen, dass es während des Filmfestivals zwar einen separaten Getränkestand gibt, dass das Essen aber im Biergarten gekauft werden muss. Ob’s auch im Gartenschaujahr 2019 bei dieser Lösung bleibt oder ob das Festival nicht doch wieder auf seinen angestammten Platz beim Finanzamt und damit im Herzen der Gartenschau zurückkehrt, darüber soll zu gegebener Zeit entschieden werden.

Apropos Gartenschau: „Wir machen gerade eine Planung, was außerhalb der klassischen Gartenschau für die Innenstadt getan werden kann“, sagt Ulrich Fink und stellt für die Mitgliederversammlung im Herbst ein von einem extra dafür eingerichteten Arbeitskreis erarbeitetes Konzept in Aussicht. Schon deutlich früher, nämlich in der nächsten Gemeinderatssitzung am 21. Juni, soll das Parkraumkonzept verabschiedet werden, mit dem sich die Centro und seine Mitglieder in den letzten Wochen und Monaten sehr intensiv beschäftigt haben.

„Wichtig ist, dass die sogenannten Mischparkzonen für Anwohner und Kunden in den ganz engeren Innenstadtbereichen vom Tisch sind“, meint der Geschäftsführer, der sich persönlich als Befürworter von Schrankenanlagen outet, weil Parkende auf solchen Plätzen nicht ganz so unter Zeitdruck stehen. Zur Brötchentaste äußert sich Fink diplomatisch so: „Für die Kunden freut’s mich.“

Finks Meinung: „Es wird immer Innenstadtakteure brauchen“

Hinter verschlossenen Türen gibt’s aber auch bereits Überlegungen, wie es mit Schorndorf Centro, das sich nach Einschätzung seines Geschäftsführers derzeit „personell am Limit“ bewegt, weitergehen könnte, wenn 2020 sowohl der Vertrag des jetzt seit sechseinhalb Jahren amtierenden Geschäftsführers als auch die Amtszeit des Vorsitzenden Gerhard Nickel ausläuft.

Die Strukturreform müsse 2019 in die Wege geleitet und 2020 umgesetzt werden, sagt Ulrich Fink, der sich auch vorstellen kann, dass – in welcher Form und Rechtsform auch immer – die derzeit getrennten Aufgaben- und Tätigkeitsbereiche von Stadtmarketing und Tourismus einerseits und Schorndorf Centro andererseits wieder zusammengeführt werden.

Das alles werde mit externer Moderation und unter Berücksichtigung nicht zuletzt auch der Erfahrungen mit der Gartenschau passieren, sagt der Centro-Geschäftsführer und stellt fest: „Es wird immer Innenstadtakteure brauchen – in welcher Form, ist offen.“

Das Sommerfilmfestival muss in diesem Jahr umziehen: vom Finanzamtsinnenhof vor der malerischen Kulisse des Schlosses auf den Parkplatz beim Stadtbiergarten. Schorndorf Centro als Veranstalter gleichwohl auf große Besucherresonanz – und auf gutes Wetter. 

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