Schorndorf Kran im Weg: Panne bei Vollsperrung

Für einen Vormittag kein Durchkommen im Justinus-Kerner-Weg. Und die Umleitung funktionierte nicht. Eine Panne, wie die Stadt erklärte. Foto: Schweda

Schorndorf. Wie sehr eine Straßensperrung zum Problem werden kann, das musste gestern das Ehepaar Baur im Justinus-Kerner-Weg erleben. Von 8 bis 12 Uhr versperrte dort an einer Baustelle ein Kran ganz regulär genehmigt die Zufahrt. Aber was tun, wenn man wie Karl-Heinz Baur einen Krankengymnastik-Termin hat?

Der 75-jährige Karl-Heinz Baur läuft derzeit auf Krücken und ist darauf angewiesen, mit dem Auto gefahren zu werden. Schon wochenlang gebe es diese Baustelle mit Problemen wegen parkender Autos, erzählt er. Aber die Sperrung gestern sei ein richtiges Problem gewesen. „Was ist, wenn da ein richtiger Notfall ist?“, fragt er. „Und niemand kommt rein und raus?“ Da müsse man doch für eine Umleitung sorgen.

Das aber hat die Stadt tatsächlich getan, betont Adrian Holl, der Leiter des städtischen Sachgebiets Verkehrsregelung im Fachgebiet Sicherheit und Ordnung. Die Vollsperrung sei genehmigt gewesen, und eine Umleitung sei über den Mörike-Weg vorgesehen gewesen. Doch da sei eine Panne passiert: Denn die Absperrgitter habe man vergessen, wegzunehmen. Also ging da für Autofahrer gar nichts.

Stadt hat schnell reagiert

„Wir haben aber sofort reagiert, als wir davon erfahren haben“, sagt Holl. Bereits um 10 Uhr war die Umleitung wieder offen. Dass es grundsätzlich bei Parkregelungen immer Probleme bei Baustellen gebe, sei ihm bewusst. Allerdings könne man da nur stichprobenartig kontrollieren, wirbt Holl um Verständnis.

Zusätzliches Problem für das Ehepaar Baur war, dass es sich nicht auf die Sperrung vorbereiten konnte. „Die anderen Anwohner haben Zettel bekommen, wir nicht“, wundert sich Lore Baur. Dies, so Adrian Holl, sei ebenfalls eine Panne gewesen, für die die zuständige Firma verantwortlich gewesen sei. „Hier werden wir auf jeden Fall Gespräche führen“, verspricht Holl, der ansonsten darauf hinweist, dass es im November vergangenen Jahres bei einer ähnlichen Situation im Justinus-Kerner-Weg gut geklappt hat. „Wo Menschen arbeiten, werden halt Fehler gemacht“, sagt die 73-jährige Lore Holl und nimmt es schon nicht mehr so tragisch. „Jetzt ist der Weg ja offen“, sagt sie erleichtert.

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