Schorndorf Peter Licht in der Manufaktur

Peter Licht im permanenten Wetterleuchten. Völker, hört die Signale der vereinzelten Seele. Foto: Büttner / ZVW

Schorndorf. Peter Licht war in der Manufaktur, er war auch tatsächlich zu sehen. Vieles gibt freilich weiter schöne Rätsel auf bei diesem Mann, der früher unter einer Maske verschwand. Mit zweiten Gesichtern spielen tut er immer noch gern.

Allein schon das Bühnenbild. Wünscht er uns jetzt ein neues Leben unter Wasser oder im Weltraum? Die Behausungen und das Getier, das da in der Ursuppe schwimmt, lädt nicht wirklich zur Umsiedlung.

Ist auch nicht notwendig, wenn sich aus der hiesigen Existenz solche Funken schlagen lassen, wie sie in seinem immer lustigen Gesangsvortrag aufscheinen. Peter Lichts neue Platte zeigt die altbekannter Herangehensweise. Der Kapitalismus ist weiter ein Schlawiner. Nicht minder indes wir auf dem Weg zur Optimierung und Zurschaustellung unserer Premium-Gefühle. Ja, spottet nur, es tut so gut.

Licht macht es genial vor, in dem er ans Heiligste geht, was dem Sozialisten noch gehört: die Internationale. Licht steigt von der Bühne runter, verteilt Zettel an das vielköpfige Publikum, und schon beim Lesen vorab kriegen alle ein Grinsen ins Gesicht. Es ist jetzt die „Emotionale“ und es geht „auf zum letzten Verzicht“. Eine Zeile: „Blutsverwandte und Benässte, nässt euch ein und seid stolz.“ Es wird lauthals mitgesungen.

  • Bewertung
    0

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!