Schorndorf Reizgasalarm im Drogeriemarkt - Pfefferspray versprüht

, aktualisiert am 07.01.2019 - 14:07 Uhr
Symbolbild Foto: ZVW/Schneider

Schorndorf.
Im Drogeriemarkt auf dem Arnoldareal haben am Montagmorgen kurz nach 9 Uhr mehrere Personen über Atembeschwerden geklagt, woraufhin Alarm ausgelöst wurde. Der Rettungsdienst war deshalb mit zwei Rettungsfahrzeugen und einem Notarzt im Einsatz. Zur Klärung der Ursache, bei dem auch ein Brand zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, war die örtliche Feuerwehr mit vier Fahrzeugen ausgerückt.

Mehrere Menschen ärztlich versorgt

Nun hat die Polizei weitere Informationen veröffentlicht. Entgegen unserer ersten Meldung mussten einige verletzte Personen, die nach dem Einatmen eines stechenden und reizenden Luftgemisches über Atembeschwerden klagten, vom Rettungsdienst vor Ort betreut werden. Eine schwangere Frau musste vorsorglich ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Bei der Abklärung zur Ursache konnte zunächst kein Auslöser gefunden werden. Die Vermutung, dass möglicherweise aus einer Spraydose Insektenschutzmittel ausgetreten ist oder versprüht wurde, bestätigte sich nicht.

18-Jährige sprühte Pfefferspray

Letztlich gab ein 18-jähriges Mädchen, das sich beim Rettungsdienst zu erkennen gab, Aufschluss zur Ursache. Die junge Frau habe im Geschäft selbst ein zuvor erworbenes Pfefferspray ausprobiert. Die Angestellten und Kunden, die im Anschluss durch den betroffenen Gang im Drogeriemarkt liefen, hatten wohl noch die in der Luft vorhandene Partikel eingeatmet bzw. in die Augen bekommen.

Letztlich sind für die Betroffenen mit keinen weiteren gesundheitlichen Beeinträchtigungen zu rechnen. Gegen die Verursacherin wurde ein Strafverfahren wegen Körperverletzung eingeleitet. Das Motiv der Verursacherin bleibt unklar.


Unsere ursprüngliche Meldung:
Die Feuerwehr ist am Montagvormittag (7.1.2018) gegen 9.20 Uhr zu einem Einsatz im Drogeriemarkt im Arnoldareal ausgerückt. Laut einer ersten Meldung der Polizei waren die Einsatzkräfte von einer Rauchentwicklung ausgegangen, weil mehrere Personen Atembeschwerden gehabt haben sollen. Vor Ort stellte die Feuerwehr fest: Kein Feuer, kein Rauch - Ursache für den Reizgasalarm war vermutlich eine defekte Spraydose. Der Laden war für die Kunden vorübergehend gesperrt. Die angerückte Feuerwehr musste sich lediglich an der Suche nach der Ursache beteiligen. Ebenfalls vor Ort waren auch Rettungskräfte des DRK, die aber nicht zum Einsatz kamen.

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