Schorndorf Die SchoWo ist eröffnet

, aktualisiert am 14.07.2019 - 21:52 Uhr

Schorndorf. Der Oberbürgermeister gab einen Teil seiner Rede „zu Protokoll“ und erledigte den Fassanstich mit einem Schlag – passend zur 50+1-Jubiläums-Schowo, aber passend vor allem mit Blick auf das, was vom und am Himmel dräute, von dem ein paar Minuten zuvor noch die Sonne geschienen hatte. Nach zwölf Minuten fielen die ersten Regentropfen – und nach zwölf Minuten war die möglicherweise schnellste SchoWo-Eröffnung aller Zeiten vorbei.

Zuvor hatte der Vorsitzende der Vereinsgemeinschaft, Jürgen Dobler, das hohe Lied auf die Ehrenamtlichen gesungen, die diese SchoWo seit 1982 tragen und sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist. Hatte Silvia Wolz von den Schorndorfer Weibern in gereimter Form die vom HGV und den Schorndorfer Wirten begründete Geschichte der SchoWo rekapituliert und an lange Stunden in Räumlichkeiten wie der Urbansklause und dem Museumskeller erinnert, den den meisten heutigen SchoWo-Gängern nichts mehr sagen und noch nie etwas gesagt haben. Und zuvor hatte der Schorndorfer Oberbürgermeister Matthias Klopfer – selber ein 50+Einser, so wie auch Dekanin Dr. Juliane Baur eine 50+Einserin ist, was das SchoWo-Zählen leichter macht – darauf hingewiesen, dass es in den letzten 51 Jahren um die 50 000 Ehrenamtliche gewesen sein dürften, die sich für das Stadtfest engagiert haben.

Eine gute Gelegenheit, um politische Streitfragen zu klären

Alle drei haben, garniert von den Musikbeiträgen des Großen Blasorchesters auch ein bisschen nach vorne geschaut. Jürgen Dobler, in dem er den SchoWo-50+1-Jubiläumstag am Donnerstag beworben hat, der zu Ehre der vielen über alle die Jahre hinweg bei der SchoWo engagierten Ehrenamtlichen gefeiert wird. Silvia Wolz, indem sie zu bedenken gab, dass nach SchoWo und Gartenschau wieder das normale Leben in der Stadt Einzug halten muss – mit all den kommunalpolitischen Herausforderungen, reichend von der Kinderbetreuung bis zur Wohnraumversorgung. Und Matthias Klopfer, indem er anregte, dass die SchoWo-Tage doch eine günstige Gelegenheit für die im Gemeinderat vertretenen Gruppierungen sein könnten, alle offenen Fragen untereinander und miteinander zu klären, damit anschließend einer gedeihlichen kommunalpolitischen Arbeit nichts mehr im Wege stehe. Ein frommer Wunsch – und gleich noch einer nach dem Fassanstich mit nur einem Schlag: Dass außer dem Bier, das jetzt ströme, am Wochenende sich nichts anderes Nasses über die Besucher ergießen möge. Zumindest kurzfristig ist der Wunsch in Erfüllung gegangen, denn kaum war die schnelle Eröffnung vorbei, war der Marktplatz auch schon wieder ins Licht der Abendsonne getaucht.

Die Landfrauen, die Schorndorfer Weiber, die Stadtgarde, der Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr, die (Ober)bürgermeisterriege und die Vertreter der in der Vereinsgemeinschaft engagierten Vereine und des Organisations-Gremiums bilden traditionell und bildeten natürlich auch bei der 50+1-Jubiläums-SchoWo den Festzug, mit dem die SchoWo-Eröffnung eingeleitet wird. Fotos: PalmiziKlicken Sie sich durch unsere Fotogalerie.

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