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Sportlerball der SG Schorndorf Großer Jubel bei den Tennisdamen

Schorndorf. Es war der Abend der Hanna Klein, die nicht nur mit dem Kapphan-Preis geehrt, sondern auch noch als Schorndorfer Sportlerin des Jahres ausgezeichnet worden ist. Es war aber auch der Abend der Damen 50 plus des Tennisclubs Schorndorf, die von ihrer Wahl zur Mannschaft des Jahres selbst am meisten überrascht waren und entsprechend gefeiert haben. Und es war der Abend des sympathischen Schwergewichtsringers Jello Krahmer, der sich zum zweiten Mal nach 2015 Sportler des Jahres nennen darf. Auch damals stand er gemeinsam mit Hanna Klein auf dem Siegertreppchen.

Und: Es war der Sportlerball der kleinen Jubiläen, fand doch der Sportlerball der SG Schorndorf selber zum 15. Mal statt und wurde die gemeinsam von der Stadt Schorndorf und den Schorndorfer Nachrichten organisierte Wahl der Schorndorfer Sportler des Jahres zum zehnten Mal ausgetragen – mit einem erwarteten und zwei durchaus überraschenden Ergebnissen.

Dass die Läuferin Hanna Klein in diesem Jahr nicht zu schlagen sein würde, stand zu vermuten. Und so mussten sich die Einradturnerin Annika Bischof und die bei den deutschen Meisterschaften in Hamburg weilende Viola Brand mit ehrenvollen zweiten Plätzen zufriedengeben.

Gleiches gilt für Hanna Kleins Trainings- und Lebenspartner Marcel Fehr und den erst 15-jährigen Kickboxer Johannes Kurz, die nicht an ASV-Ringer Jello Krahmer, der kurz zuvor noch zum klaren Sieg seiner Mannschaft gegen Benningen beigetragen hatte, vorbeikamen.

Die glücklichsten Siegerinnen aber waren die Tennisdamen 50 plus des TC Schorndorf, die sich nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses freudestrahlend in die Arme fielen und ihren zumindest für sie selber überraschenden Triumph – vor den Handballern der SG Schorndorf und den Rhönradturnerinnen Franziska Hofer und Stefanie Fezer vom TSV Haubersbronn – in vollen Zügen genossen. So sehen Sieger aus!

Als Siegerinnen fühlen dürfen sich aber auch die drei Organisatorinnen des Sportlerballs, Bettina Schröder, Sissy Lamm und Silja Pascocci, denen es auch diesmal wieder gelungen ist, ein Programm zusammenzustellen, das eine bunte Mischung aus Show, Sport und Unterhaltung bot, mit Auftritten von ganz klein – die Minis von der Rhythmischen Sportgymnastik der SG – über schon etwas größer und älter – die „Großen“ von der Rhythmischen Sportgymnastik – bis zu ganz groß, auch was die sportliche Leistung angeht, denn immerhin ist das Rope-Skipping-Team der SV Remshalden mit seinen fliegenden und tanzenden Seilen erst kürzlich Europameister im portugiesischen Braga geworden.

Nicht zu vergessen die mittlerweile schon zum Inventar des Sportlerballs gehörende PremiumStyle MusicBand, die zunächst einmal den ganzen Saal mit einer Twisteinlage in Bewegung brachte und im weiteren Verlauf die Besucher erst mit gepflegter Tanzmusik und später dann mit Partymusik auf die Tanzfläche lockte. Auch Hanna Klein und Marcel Fehr wagten ganz frisch im Tanzkurs erlernte Schritte.

Christoph Bergers letzter Ball als SG-Vereinsvorsitzender

Ein besonderer Abend dürfte dieser 15. SG-Sportlerball auch für Christoph Berger gewesen sein, gibt der SG-Vorsitzende sein Amt doch nach 14 Jahren bei der SG-Mitgliederversammlung am 6. November ab und dürfen beziehungsweise müssen dann im nächsten Jahr andere die ersten Walzerschritte aufs Parkett legen.

Er habe diesen Entschluss für sich zum Jahreswechsel 2016/17 getroffen, sagte Christoph Berger auf Nachfrage von Moderator Jürgen Klotz und verriet denen, die es noch nicht wussten, schon mal, dass die Geschäfte der SG künftig von einem „tollen Quartett“, bestehend aus den Herren Dr. Matthias Römer, Rainer Brechtken, Jürgen Rösch und Ralf Brügel, geführt und verantwortet werden sollen.

Die 4000-Mitglieder-Grenze sei zwar in Sicht, werde in diesem Jahr aber wohl nicht erreicht, sagte Berger, dem der Oberbürgermeister in einem kurzen persönlichen Grußwort – „Die ausführliche Würdigung folgt“, kündigte Klopfer an – attestierte, er habe an der Spitze des größten Schorndorfer Sportvereins in den vergangenen 14 Jahren hervorragende Arbeit geleistet.

Als Abschiedsgeschenk lud der Oberbürgermeister – spontan, wie es in solchen Fällen seine Art ist – den scheidenden SG-Vorsitzenden und seine Frau zum Besuch der Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin im August 2018 ein. Und zwar an den zwei Tagen, an denen eine gewisse Hanna Klein am Start sein sollte.


Sporttalk

  • „Solange ich noch etwas schneller bis als sie, ist alles gut“, sagte Marcel Fehr im Sporttalk mit Jürgen Klotz auf die Frage, wie es sich denn neben so einer erfolgreichen Trainings- und Lebenspartnerin anfühle.
  • „Das wünscht man sich als Trainer, dass man in seiner Laufbahn einmal zwei so herausragende Talente trainieren darf, die einem so viel zurückgeben“, sagte Uwe Schneider über seine Schützlinge Hanna Klein und Marcel Fehr.
  • „Wenn wir uns als Superstars fühlen würden, würden wir von unserem Trainer sofort eins auf den Deckel kriegen“, sagte Marcel Fehr über Trainer Uwe Schneider.
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