Schorndorf / Stuttgart Lange Haftstrafen im Geldwäsche-Prozess

Das Stuttgarter Landgericht. Foto: ZVW/Gabriel Habermann (Archiv)

Stuttgart/Schorndorf.
Im Geldwäsche-Prozess sind zwei Goldhändler und ihre beiden Komplizen zu teils langen Haftstrafen verurteilt worden. Das Quartett, darunter ein Mann aus Dubai und ein Unternehmer aus Schorndorf, hatte nach Überzeugung des Landgerichts Drogengeld aus den Niederlanden zunächst nach Deutschland gebracht und danach nach Dubai verschoben – als Zahlungen im Goldhandel getarnt.

Die beiden Hauptangeklagten aus Schorndorf und Dubai müssen nun wegen Geldwäsche für neuneinhalb Jahre in Haft. Die Frau des Schorndorfers, die bei der Geldwäsche für die Buchhaltung zuständig war, muss für vier Jahre und neun Monate in Haft. Ein weiterer in die Geschäfte verwickelter Mitangeklagter wurde zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Die Verteidigung hatte dagegen Freisprüche für alle Angeklagten gefordert.

"Richterin Manuela Haußmann hat ihr Urteil knapp anderthalb Stunden lang begründet. Dabei hat sie verständlich, juristisch äußerst präzise und rhetorisch fulminant argumentiert - und damit das Geldwäsche-Gebäude in Schutt und Asche gelegt", kommentiert unser Redakteur Peter Schwarz, der den Prozess für den Zeitungsverlag Waiblingen begleitet hat, das Geschehen am Landgericht.

Als Bande hatte das Quartett Millionengewinne aus Drogengeschäften aus den Niederlanden gewaschen und das Geld dann nach Dubai verschoben. Zwischen Januar 2017 und Januar 2018 sollen rund 45 Millionen Euro an illegalen Geldern transferiert worden sein. Diese wurden als Zahlungen für Goldgeschäfte ausgegeben.

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