Schorndorf Tolle Fotos vom Siechenfeldfest

Schorndorf. Besucher, die man fragt, sagen’s, und Lennard Volk vom Organisationskomitee sagt’s auch: Eigentlich war’s beim Siechenfeldfest wie immer. Und warum kommen die Leute dann trotzdem alle Jahre wieder in Massen? Weil sie, so die simple Erklärung von Volk, genau das erwarten und schätzen.

Einmal im Jahr schlägt das Herz der Stadt nicht im Zentrum, sondern draußen im Gewerbegebiet Siechenfeld, wo’s die Gewerbetreibenden und die dort ansässigen Organisationen mit Hilfe und Unterstützung zahlreicher Vereine auch in diesem Jahr wieder geschafft haben, die Menschen auf die Beine und auf die Bierbänke, aber notgedrungen halt auch ins Auto zu bringen, was dazu führte, dass sich in der Stuttgarter Straße der Verkehr zeitweise in beide Fahrtrichtungen staute und die Parkplatzsuche zum Geduldsspiel wurde. Aber sie kommen offensichtlich ja auch von überall her, die Besucher des Siechenfeldfestes, das in diesem Jahr seine 27. Auflage erlebte: von Stuttgart genauso wie aus den Nachbarkreisen Ludwigsburg, Esslingen und Göppingen. Ein Spektakel auch für die, die es bei dem schönen Wetter als Radler eher zufällig in die Stadt verschlagen hat: „Das ist wie im Kino“, sagt einer, der sicherheitshalber abgestiegen ist und die Menschen und Autoschlangen an sich vorbeiziehen lässt.

Erst die Tanzgarde, dann schwere Jungs beim Löschwagenziehen

Gewerbetreibende und Vereine, die gemeinsam für ein buntes Programm und ein abwechslungsreiches kulinarisches Angebot sorgen – die musikalische Würze geben verschiedenen Live-Bands dazu –, das ist das Erfolgsgeheimnis des Siechenfeldfestes, das gegenüber einem räumlich doch immer an Grenzen stoßenden Innenstadtfest den Vorteil hat, dass sich die Besucher nicht ganz so auf den Füßen stehen und dass auf den Firmenarealen immer noch ausreichend Platz bleibt für Spielstationen für Kinder – angefangen von den knallbunten Hüpf-, Rutsch- und Springburgen bis hin zu Parcours für Fahrzeuge verschiedenster Art –und für Vorführungen verschiedenster Art. Gerade noch haben die Kinder und Jugendlichen der Tanzgarde der Waiblinger Faschingsgesellschaft artistisch die Beine geschwungen, da machen sich auch schon die schweren Jungs von der Feuerwehr und von den Ringern des ASV Schorndorf (mit ihrem Modellathleten Jello Krahmer an der Spitze) bereit zum Löschwagenziehen. Und an anderer Stelle gibt es Demonstrationen im Kickboxen, und wer meint, das sei ihm zu hart, kann sich ja gleich gegenüber ein Softeis holen. Und während die einen die Gelegenheit nutzen, sich mal in ein teures Cabrio zu setzen, das sie sich leider niemals leisten können, haben andere an so einem Tag den Nerv, im Baumarkt ein Auto voller Einkäufe zu tätigen. Aber so ist das halt alljährlich beim Siechenfeldfest: Jedem das Seine.

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