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Schowo 2016 An erster Stelle - Der letzte Intimus Bericht

AN ERSTER STELLE – Fünf Tage SchoWo, das geht auch an Intimus nicht spurlos vorüber. Nonstop-Beschallung am Marktplatz, die morgens mit zarten Geigenklängen beginnen kann, in Richtung Zapfenstreich aber immer tiefer ins Gehör und ins Bewusstsein dringt. Da kann’s schon mal passieren, dass auch Intimus was rausgeht. Und dabei wurden die Tanzmäuse und die Traumtänzer schon in der Montagausgabe der Schorndorfer Nachrichten vergessen. Mit drei Gruppen, so hat Intimus leider erst im Nachhinein erfahren, war der TSV Miedelsbach bei „Schorndorfs Jugend stellt sich vor“ am Samstagnachmittag auf der Spitalhofbühne, und kein Wort und kein Zeitungsbild hat diesen Auftritt auch nur gewürdigt. Wie frustrierend das für die Kinder und für die Eltern ist, das hat Intimus von einer Mutter erfahren – und versprochen, es irgendwie wieder gutzumachen. Gestern hat er’s vergessen, darum steht’s heute gleich an erster Stelle.

DREAMTEAM – Dass am Montagabend am Sektstand der Bürgerstiftung die Korken nur so knallten, das soll, weiß Intimus aus gut unterrichteter Quelle, nicht unerheblich am Dreamteam gelegen haben, das den Schaumwein ausgeschenkt hat. Rekordverdächtige 880 Euro sind zwischen 20 und 23 Uhr in die Kasse geflossen. Und es hätten durchaus mehr sein können: Nur mit Mühe, so die Legende weiter, haben die Interims-Barkeeper den Laden an der Stadtkirche pünktlich zum Zapfenstreich schließen können. Zum Dreamteam zählen sich: Oberbürgermeister Matthias Klopfer, Horst Reingruber, Erster Bürgermeister im Ruhestand, und Hans Pöschko, Leiter der Lokalredaktion der Schorndorfer Nachrichten.

NEONGRÜN – Die Senioren in Schorndorf sind flotter als gedacht: Nicht von jugendlichen Hitzköpfen, sondern von den älteren Herrschaften sind die Fußballförderer an ihrem Spitalhof-Stand an den SchoWo-Tagen wiederholt auf die tollen neongrünen Strohhüte angesprochen worden. Zum SchoWo-Ende, hat Intimus erfahren, haben die Weilermer Sportler wohl ein Einsehen: Sie wollen ihre SchoWo-Hüte an ein Seniorenheim spenden.

SPORTLICH – Das SchoWo-Organisationsteam von der Vereinsgemeinschaft ist aber auch flott unterwegs. Und vor allem: VG-Sprecher Jürgen Dobler und Benjamin Wahl vom Ordnungsdienst. Beide mit der entsprechenden App beziehungsweise Fitness-Uhr ausgestattet, vergleichen täglich ihre auf dem SchoWo-Pflaster zurückgelegten Kilometer. Und was soll Intimus sagen, Wahl hat immer die Nase vorn: Schon am Dienstagmittag, punkt 12 Uhr, hatte er 3,1 Kilometer vorzuweisen, während Dobler immer noch bei 0,74 rumdümpelte. Und so geht es offenbar seit Freitag. Dobler läuft – und Wahl ist schon da. Zum Zapfenstreich wird abgerechnet. Doch vielleicht heißt die Siegerin dann auch Elke Müller: Sie hatte am Dienstagmittag schließlich schon 4,0 Kilometer zusammen. Und nächstes Jahr soll’s dann geeichte Schrittzähler geben.

ZAPFENSTREICH – Bei triftigen Gründen kann sich auf Antrag der Vereinsgemeinschaft den Zapfenstreich um eine halbe Stunde nach hinten verschieben. Und weil die SchoWo in diesem Jahr mit so unglaublich gutem Wetter gesegnet war, gibt’s jetzt den Segen des Oberbürgermeisters obendrauf: Zapfenstreich ist am Dienstag nicht schon um 23 Uhr, sondern erst um 23.30 Uhr, und Musik darf bis 23 Uhr gespielt werden. Aber dann kehrt wieder Ruhe ein in der Stadt. Der Zapfenstreich, weiß Intimus, ist schließlich der Anwohner schönstes Schlaflied.

PARTY-QUEEN – Bevor sich aber auch Intimus bis zur nächsten SchoWo schlafen legt, gibt’s noch etwas zu vermelden: Nach neun Jahren Pause ist die von Sebastian Seelow und seinen Party-Mafiosi ins Leben gerufene Miss-SchoWo-Wahl zurückgekehrt: In mehreren Wettkampfdisziplinen hat sich Melanie Schnell, ein echtes Schorndorfer Innenstadt-Gewächs, gegen die Konkurrenz durchgesetzt. Und dabei war nicht nur gutes Aussehen das entscheidende Kriterium: Insgesamt acht Damen im Alter von 18 bis 41 Jahren haben sich in der myHavana-Bar den Zuschauern, der Jury und den Aufgaben von Missen-Macher Seelow gestellt. Neben rein äußerlichen Gesichtspunkten waren es vor allem die Animationskünste als Festles-Party-Queen, die über Sieg oder Niederlage entschieden haben. „Erst habe ich mich ja nicht getraut“, bekannte die 33-jährige Preisträgerin. Aber als ihre Freundin sie überredet hatte, „wollte ich auch gewinnen und habe alles gegeben“. Als „Melanie Dampf in allen Gassen“ ist die vielfach tätowierte Schorndorferin ein bekanntes Mitglied der Nachtclubszene auch in Stuttgart. Nicht zuletzt mit einer atemberaubenden Tanzdarbietung hat die Pharmazieangestellte die Herzen der Zuschauer und Stimmen der Juroren erobert, berichtet einer, der es wissen muss.

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