Schwaikheim Baugebiet Heiße Klinge: Jetzt kann der Hausbau beginnen

Bei der feierlichen Übergabe wurde auch deutlich, wie stark das Gelände ansteigt. Foto: Gemeinde Schwaikheim

Schwaikheim.
Der erste von zwei Erschließungsabschnitten im künftigen Wohngebiet Heiße Klinge ist fertiggestellt. Die Bauherren, die dort ein Grundstück erworben haben, können also loslegen. Auf einem Grundstück des Bauträgers Bonava wird das schon heute auch geschehen. Dieser erstellt im ersten Abschnitt zwölf Reihenhäuser und vier Mehrfamilienhäuser mit insgesamt elf Eigentumswohnungen. Im zweiten Abschnitt, bei dem die Erschließungsarbeiten spätestens im Mai beendet sein sollen, sind neun Reihenhäuser geplant und 16 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern.

Die zwölf Reihenhäuser im ersten Abschnitt sind alle bereits verkauft, berichtet Projektleiterin Sabrina Dubronner bei dessen Freigabe auf Nachfrage. Bei den elf Wohnungen des ersten Abschnitts sei schon etwa die Hälfte weg. Die Drei- und Vierzimmerwohnungen mit 70 bis 105 Quadratmeter Wohnfläche lägen zwischen 400 000 und 600 000 Euro. Für den zweiten Bauabschnitt soll der Vertrieb Ende des Jahres/Anfang 2021 beginnen. Was die Reihenhäuser angeht, die dann vermarktet werden, stünden die Preise noch nicht fest. Die Bonava hat ein Infobüro an der Bahnhofstraße, das mittwochs von 17 bis 19 Uhr und sonntags von 14 bis 16 Uhr geöffnet ist.

Der andere Bauträger im Gebiet ist Pfleiderer aus Winnenden. Er baut im ersten Bauabschnitt drei Mehrfamilienhäuser mit jeweils acht Wohnungen. Von denen ist bislang ein Drittel verkauft. Im zweiten Schritt werden sechs Doppelhaushälften gebaut. Pfleiderer setzt bei der Vermarktung auch vor Ort ein Infomobil ein.

Im zweiten Bauabschnitt sind zehn Doppelhaushälften und sechs Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 58 Wohnungen geplant. Deren Vertrieb beginnt ab Ende des Jahres. Bei den Wohnungen reicht die Bandbreite von Zweizimmer- bis zu Penthousewohnungen, von rund 50 bis zu 110 Quadratmetern Wohnfläche. Bei den Wohnungen ist mit einem Preis von rund 5000 Euro je Quadratmeter zu rechnen. Die Doppelhaushälften haben rund 140 Quadratmeter Wohnfläche und etwa 200 Quadratmeter Grundstücksfläche. Die Preise beginnen bei knapp unter 800 000 Euro.

Rieger: Mit elf Euro für den Quadratmeter ist zu rechnen

Es wird auch Wohnraum für Mieter entstehen. Vorgesehen ist, dass Pfleiderer dazu ein Grundstück an die Baugenossenschaft Winnenden verkauft. Diese plant elf Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus. Dort wird es Zwei-, Drei- und Vierzimmerwohnungen geben. Noch könne er keine verlässlichen Zahlen zu den Mieten sagen, weil die Pläne des Architekten noch nicht vorlägen, so BGW-Geschäftsführer Michael Rieger auf Nachfrage. Er verweist aber auf den Grundstückspreis, die Erschließungskosten und immer weiter ansteigende Baukosten. All dies schließe aus, dass man unter zehn Euro für den Quadratmeter kommen werde. Die BGW werde allerdings versuchen, unter dem Marktpreis zu bleiben. Aber mit rund elf Euro sei zu rechnen, schätzt Rieger.

Beim ersten Bauabschnitt ist die Tiefbaufirma Klöpfer aus Birkmannsweiler mit der Erschließung des Geländes von der Bahnhofseite her mehr als im Zeitplan gewesen. Schon im Herbst waren fast alle Wasser- und Abwasserkanäle, die Leitungen für die Gas- und die Stromversorgung, die Telefon- und die Fernsehkabel verlegt, im Dezember die Straße gebaut. Im Gebiet sollen insgesamt 210 Wohneinheiten entstehen.


Nahe bei Kitas und Schule

Bürgermeister Gerhard Häuser betonte bei der Freigabe, mit Heiße Klinge entstehe ein naturnahes Wohngebiet mit hohem Freizeitwert. Für Familien sei die Nähe des Paula-Korell-Kinderhauses, des Kinderhauses Lessingstraße und der Ludwig-Uhland-Schule ein besonderer Pluspunkt. Nicht zu vergessen sind auch die Nähe eines Einkaufsmarktes, die unmittelbare Nachbarschaft des Bahnhofs, die Hanglage am Ortsrand mit Südausrichtung.

Bereits 2014 hatte es eine Info-Auftaktveranstaltung, Workshops und eine weitere Bürgerversammlung gegeben. Mehrere Beratungsrunden im Gemeinderat folgten, der städtebauliche Entwurf wurde im Mai 2015 beschlossen. Wegen Änderungen waren mehrere öffentliche Auslegungen und erneute Beratungen erforderlich. Erst im Oktober 2018 wurde somit der Bebauungsplan beschlossen. Im Februar 2019 erfolgte der Spatenstich für die Erschließung.

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