Schwaikheim Gemeinde stößt Hallenneubau an

Symbolbild. Foto: Pixabay.com / hpgruesen

Schwaikheim. Die Gemeinde Schwaikheim möchte dieses Jahr den Neubau einer weiteren Sporthalle im Freizeitzentrum angehen. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, der Planungs- und Bauleitungsgesellschaft Knecht in Ludwigsburg den Auftrag zu geben, ein Raumprogramm zu erstellen. Zum Pauschalhonorar von 4760 Euro.

Mit dem Plan rannte Bürgermeister Gerhard Häuser bei den Gemeinderäten offene Türen ein, auch die Zuschauerstühle im Rathaussaal waren gut besetzt, unter anderem mit hochrangigen Vertretern der größten Schwaikheimer Sportvereine, TSV und Sportfreunde.

Im Januar hatte Wolfgang Krämer vom TSV unserer Zeitung gesagt, dass die Vereine diese zusätzliche Halle dringend ersehnen, „wir brauchen sie für Gesundheits-, Reha- und Herzsport, wir platzen aus allen Nähten, und Schwaikheim wird mit Heiße Klinge und der neuen Ortsmitte weiter wachsen“, betont er.

Der Gemeinde gehören nun auch die Grundstücke fürs Hallenareal

Das hat auch der Gemeinderat in seiner Klausursitzung so gesehen und dem Bau einer neuen Sporthalle und eines neuen Bauhofs oberste Priorität gegeben in der Finanz- und Projektplanung der Gemeinde, wie Bürgermeister Häuser zusammenfasste. Eigentlich hat die Gemeinde schon 2006 Weitblick bewiesen, indem sie mit den Schwaikheimer Vereinen und dem Büro Knecht ein Entwicklungskonzept für das Freizeitzentrum aufgestellt hat. Der Bebauungsplan dafür ist vor 13 Jahren in Kraft getreten. „Inzwischen haben wir auch die Grundstücke für den Standort der Sporthalle erwerben können“, sagte Häuser.

Eigentlich allerbeste Voraussetzungen, um rasch zu Potte kommen zu können. Meint jedenfalls Gemeinderat Dr. Wolfgang Rauscher. „Wie lange dauert das, bis wir Nägel mit Köpfen machen können?“, fragte er Planer Enderle von der Firma Knecht. „Wir wollen erst einen Fragebogen an alle möglichen Nutzer verteilen, an Kindergärten, Schule, Sportvereine, vielleicht sogar an die Kirchen“, sagte er. Diese „Nutzerabstimmung“ wird moderiert, ausgewertet und zu einem Raumprogramm ausgearbeitet, das die Firma Knecht mit der Verwaltung abstimmt und dann dem Gemeinderat zum Beschluss vorlegt. „Zwei bis drei Monate“, sagte Enderle auf Rauschers Frage. Doch nach einem Beschluss folgt der zweite Schritt. „In der Machbarkeitsstudie werden wir eine konkrete Planung und eine Kostenschätzung erhalten.“

Kölz: Trainingshalle, die nicht acht Millionen Euro kosten sollte

Gemeinderat Wolfgang Kölz (CDU-FB) ist im Prinzip jetzt schon klar, was er will: „Wir brauchen eine einfache Drei-Feld-Trainingshalle, für Wettkämpfe mit Zuschauern haben wir ja nebenan die Fritz-Ulrich-Halle.“ Er ist schon dafür, „mit den Vereinen zu reden“, aber er will auch von vornherein auf die Kosten achten. „Schon klar, dass wir uns eine Halle für drei Millionen abschminken können, aber sie sollte auch keine acht Millionen Euro kosten“, brachte er eine Leichtbauweise ins Spiel. Allerdings nur, „wenn damit der Lärmschutz eingehalten werden kann“, verwies Kölz auf die vergeblich geschmiedeten Pläne fürs Feuerwehrgerätehaus am alten Standort, die die Gemeinde ohne den Lärmschutz gemacht hatte. „Die drei Jahre hätten wir uns sparen können.“

Planer Enderle gab ihm recht: „Wir nehmen uns fürs Thema Lärm ein Fachingenieurbüro ins Boot. Auch laut dem Bebauungsplan gibt es für die Halle Vorgaben, die wir einhalten müssen.“

Auch auf Gemeinderätin Anja Wenningers Wunsch ging er ein: bei der Raumplanung alle vorhandenen Hallen in Schwaikheim miteinzubeziehen. „Wir müssen beurteilen, was wirklich notwendig ist. Zum Beispiel scheinen uns die Umkleiden und Duschen in der Fritz-Ulrich-Halle überdimensioniert.“


Eine Halle für alle oder nur für den Sport?

Nicht ganz einig waren sich die Gemeinderätinnen Brunhilde Meßmer (FDP-FW) und Brigitte Röger (CDU-FB) über die Frage, wie viele vorab zu ihren Wünschen befragt werden sollen. „Alle möglichen Nutzer, wir haben nicht nur TSV und SF“, wie Meßmer sagte? Oder es doch deutlich auf den Sport beschränken, wie Röger nahelegte: „Das Raumprogramm ist wichtig, aber es soll dort nutzen, wo es gebraucht wird. Wir sollten damit keine Nebenkriegsschauplätze bedienen.“

Das Architekturbüro Knecht hat die 1988 erbaute Fritz-Ulrich-Halle an der Badstraße geplant. Sie bietet 600 Zuschauern Platz und 1215 Quadratmeter Hallenfläche. Die Nebenräume bieten insgesamt 1705 Quadratmeter. „Sie ist sehr gelungen und ein Schmuckstück“, sagte Gemeinderat Wolfgang Kölz.

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