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Schwaikheim Schwaikheim wählt neuen Bürgermeister

Der Kreisel in Schwaikheim. Foto: ZVW

Schwaikheim. Am Sonntag, 28. Januar, wählt Schwaikheim seinen Bürgermeister. Das hat der Gemeinderat in seiner Sitzung am Dienstagabend beschlossen. Außerdem legte das Gremium den Zeitplan für die Wahl fest sowie den Inhalt der Stellenausschreibung. Darin, das entschied die Mehrheit der Mitglieder, soll ein kleiner Satz fehlen.

Es ist nur ein kleiner Satz, mit bedeutender Wirkung: Der Amtsinhaber tritt bei der Wahl wieder an. Dieser kleine Satz wird in der Stellenausschreibung zur Bürgermeisterwahl fehlen. Ein kleiner Satz, der im Gemeinderat für ausreichend Diskussionsstoff sorgte.

Brunhilde Meßmer (FDP) sprach sich dafür aus, dass dieser Satz diesmal wieder aufgenommen werden soll. Als Zeichen der „Ehrlichkeit“ bezeichnet sie diesen Zusatz, „was wichtig gegenüber den Wählern ist“, sagte sie. Für das Hinzufügen des Satzes sprach sich auch Brigitte Röger (CDU/Freie Bürger) aus. „Es ist für die Transparenz wichtig, dass jemand, der das liest, gleich weiß, wo er dran ist“, sagte sie und spielte auf die Stellenausschreibung im Staatsanzeiger an. Nachdem vor 16 Jahren der Satz gefehlt habe, habe man sich bei der letzten Wahl für den Zusatz entschieden, weshalb sie anregte, dass man der Linie treu bleibt. Dies sei aber nicht Aufgabe der Gemeinde solch einen Hinweis zu liefern, machte Fraktionskollege Dr. Wolfgang Rauscher deutlich. Auch Anja Wenninger (SPD) sieht den Zusatz als unnötig an. Jemand, der sich für die Stelle interessiere, könne im Internet recherchieren und Zeitungsartikel finden, meinte sie.

 

Antrag über Hinweis in der Stellenausschreibung abgelehnt

Warum das Weglassen des Satzes für manche Gemeinderäte von doch großer Bedeutung ist, ließ Edgar Schwarz (Grüne) durchblicken. „Es ist ein Zeichen dafür, dass der Gemeinderat nicht ganz so einverstanden ist mit seinem Bürgermeister und sich manche einen anderen wünschen“, drückte er im vorsichtigen Ton aus. Bei der Abstimmung sprachen sich zehn Gemeinderäte gegen den Antrag aus, den Satz in der Stellenausschreibung aufzunehmen (bei zwei Enthaltungen).

Einig waren sich die Mitglieder des Gremiums dagegen bei der Festlegung der Termine. Brunhilde Meßmer (FDP) schlug vor, dass die öffentliche Vorstellung der Bewerber eine Woche vor der Wahl und damit am Freitag, 19. Januar, stattfindet. Andernfalls sei der Abstand zu groß, meinte sie. So haben Wähler eventuelle Bewerber bei der Wahl besser in Erinnerung, meinte sie. Ein Antrag, der auf Zustimmung traf.

Am Dienstagabend legte das Gremium auch die Mitglieder des Wahlausschusses fest. Dass sich in die Reihe ein Mitarbeiter der Verwaltung gesellt, gefiel nicht allen. Die Rede ist von Bauamtsleiter Jürgen Gall, dessen Neutralität Brunhilde Meßmer infrage stellte. Ihr widersprach Alexander Bauer: „Ich gehe davon aus, dass Amtsleiter neutral sind“, sagte er. Gall sei ein Bürger Schwaikheims, außerdem ein Mann mit hervorragenden Kenntnissen. „Ich habe keine Bedenken“, sagte er.

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