Schwaikheim So soll die dritte Sporthalle aussehen

Bei der Sporthalle Katharinenplaisir in Backnang hat das Büro Knecht die „2+1“-Aufteilung bereits verwirklicht. Auch für die Planung unter anderem von Hallen in Großbottwar, Urbach, Ludwigsburg, Gschwend, Großerlach und Asperg war das Büro zuständig. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Schwaikheim. Die neue Sporthalle im Freizeitzentrum wird wahrscheinlich keine klassische Drei-Feld-Halle. Das Ludwigsburger Planungsbüro Knecht schlägt stattdessen eine Zwei-Feld-Halle und einen zusätzlichen, separaten Hallenteil vor. Das ermögliche eine bessere Ausnutzung der Hallenflächen. Außerdem soll es eine reine Trainingshalle werden. Verbandsspiele und Turniere sollen ausschließlich in der gegenüberliegenden Fritz-Ulrich-Halle stattfinden.

Die von Knecht vorgeschlagene Raumaufteilung würde es ermöglichen, im Zwei-Feld-Teil der Halle Ballsportarten zu betreiben und im zusätzlichen Teil Gerätesport. Wahrscheinlich wird dieser separate Teil so groß sein, dass er wiederum in zwei Bereiche aufgeteilt werden kann, so dass auch dort mehrere Gruppen parallel üben können. Getrennt werden sollen die Bereiche der Zwei-Feld-Halle wie üblich durch „Vorhänge“, die je nach Bedarf rauf- und runtergelassen werden können. Diese Abtrennungen würden in einer Drei-Feld-Halle nicht verhindern, dass vor allem der mittlere Bereich unter „Störgeräuschen“ von links und recht leiden würde. Auch dies ist aus Sicht von Knecht ein Argument für die „2+1“-Variante.

Es gab im Sommer eine Bedarfsabfrage bei den Vereinen. Sie sollten auf einem Fragebogen ihr bestehendes Angebot, die dafür zur Verfügung stehenden Hallenzeiten und -flächen sowie ihr „Entwicklungspotenzial“ bei einem zusätzlichen Flächenangebot angeben. Zwölf Vereine machten mit. Die Antworten haben laut Knecht eindeutig bestätigt, was eigentlich seit vielen Jahren zumindest klar ist, sonst wäre eine weitere Halle ja gar nicht Thema. Es gibt Bedarf für mindestens drei neue Hallenflächen. Das ist nun sozusagen auch nachgewiesen.

Fläche für Handballspiele soll integriert sein

Diese Flächen seien laut der Abfrageergebnisse zwar ausschließlich fürs Training notwendig. Gleichwohl solle in die neue Halle eine Fläche für ein wettkampfgerechtes Handballfeld integriert sein. Außerdem sollen Hallenflächen auch für kleinere Gruppen angeboten werden. Für ebenfalls wichtig halten die Vereine ausreichende Räume, um Geräte unterzubringen.

Die Ergebnisse der Bedarfsabfrage wurden im September Vereinsvertretern vorgestellt und mit ihnen besprochen. Dabei wurden zwei Varianten präsentiert, die einer Drei-Feld-Halle (mit den Innenmaßen 27 auf 45 Meter) und die „2+1“-Alternative samt ihren Vorteilen.

Laut Knecht befanden die Vereinsvertreter nach einer eingehenden Diskussion diese für gut und sollte den weiteren Planungen zugrunde gelegt werden. Diese Variante ist mit Mindestmaßen von 22 auf 44 Meter für den Zwei-Felder-Bereich und mit mindestens 100 Quadratmetern für den zusätzlichen Bereich angesetzt, wobei dieser teilbar sein soll. Knecht geht in seinem laut ihm mit den Vereinen abgestimmten Raumprogramm – als Grundlage für die weitere Planung – beim Zwei-Felder-Bereich von einer Hallenhöhe von sieben Metern aus, beim separaten Bereich von fünf Metern Höhe und einer Fläche von etwa 250 Quadratmetern.

Bürgermeister Gerhard Häuser betonte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats bei der Vorstellung des Raumprogramms, dass die Gemeinde sich darauf konzentriere, den notwendigen, wesentlichen Bedarf zu decken. Mit der vorgeschlagenen Variante sei eine praxisgerechte Lösung gefunden, die den Bedürfnissen der Vereine und anderen sporttreibenden Gruppen Rechnung trage. Der Gemeinderat hat dem Raumprogramm zugestimmt und das Planungsbüro Knecht mit einer Machbarkeitsstudie (Pauschalhonorar rund 14 000 Euro) beauftragt.

Keine separate Umkleide und Dusche für Trainer

In der Machbarkeitsstudie wird es nicht zuletzt darum gehen, wie die entsprechend dem Raumprogramm dimensionierte Halle auf dem vorgesehenen Standort – einer im Bebauungsplan entsprechend ausgewiesenen Fläche, die der Gemeinde bereits gehört – „untergebracht“ werden kann, ohne dass das Baufenster wesentlich überschritten wird.

Mit den Vereinsvertretern wurde auch die Größe und Zahl der Umkleide- und der Duschräume besprochen. Als ausreichend werden demnach vier Umkleideräume mit jeweils zwölf Meter Banklänge erachtet, was für insgesamt etwa 120 Sportler ausreicht. Zu jeweils zwei Umkleideräumen ist ein Duschraum mit jeweils acht Duschen vorgesehen.

Laut Knecht halten die Vereine eine separate Umkleide mit Dusche für die Übungsleiter und Trainer für nicht notwendig.

Es soll zwar keine Zuschauertribüne geben, weil die Halle nur fürs Trainieren sein soll, aber die Vereine möchten einen Bereich in der Halle für Eltern, die ihre Sprösslinge abholen. Die sollen zwar dem Training zuschauen dürfen, aber nicht in den Trainingsbereich gelangen und den womöglich stören. Die Lösung könnte laut Knecht eine erhöhte Empore für die Eltern sein. Die Vereine halten außerdem einen Besprechungsraum für sinnvoll.

Zum Unterbringen von Geräten sind drei Räume mit jeweils mindestens 50 Quadratmeter Fläche vorgesehen.

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