Schwerer Verkehrsunfall in Stuttgart Zwei Tote bei Zusammenprall

, aktualisiert am 07.03.2019 - 10:24 Uhr
Zwei Autowracks stehen nach einem Zusammenprall am Straßenrand. Foto: Kohls/SDMG Foto: dpa

Stuttgart. Beim Zusammenprall von zwei Autos sind in Stuttgart in der Nacht zum Donnerstag zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein 25-jähriger Fahrer und seine 22-jährige Beifahrerin starben an ihren schweren Verletzungen. Der 20-jährige Fahrer des anderen Autos erlitt einen Schock.


Update: Der mutmaßliche Unfallverursacher soll wegen fahrlässiger Tötung angeklagt werden, wie ein Sprecher der Stuttgarter Staatsanwaltschaft mitteilte. Am Donnerstagnachmittag werde er dem Haftrichter vorgeführt. Mehr dazu lesen Sie hier.


Wie die Polizei am Donnerstagmorgen mitteilte, war der 20-Jährige gegen 23.35 Uhr mit seinem gemieteten Jaguar auf der Rosensteinstraße in Richtung Nordbahnhofstraße unterwegs und geriet dabei - laut Polizei mutmaßlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit - ins Schleudern. Kurz vor dem dortigen Kino-Zentrum verlor er die Kontrolle über das Fahrzeug, rutschte nach links über die Gegenfahrbahn und einen Grünstreifen. Dort prallte der Wagen in die rechte Seite eines Citroen-Kleinwagens, der in diesem Moment aus einer Parkplatzausfahrt auf die Rosensteinstraße einfahren wollte. Der Citroen wurde zunächst gegen einen Baum und danach in das Mobiliar im Außenbereich einer Gaststätte geschleudert. Die Gaststätte war zum Unfallzeitpunkt gegen 23.30 Uhr noch geöffnet, die Gäste und Mitarbeiter blieben unverletzt. Am Unfallort waren Polizeiangaben zufolge noch relativ viele Menschen unterwegs, Ermittler vernahmen mehrere Zeugen.

Beide Insassen, der 25-jährige Fahrer sowie seine 22-jährige Beifahrerin, konnten von den Rettungskräften nur noch tot aus dem Auto geborgen werden. Zur Klärung der Unfallursache wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Rosensteinstraße war bis 3.50 Uhr voll gesperrt, der Verkehr wurde örtlich umgeleitet. Der 20-Jährige sowie sein 18-jähriger Beifahrer blieben unverletzt.

Ob der junge Mann mit dem gemieteten Sportwagen zu schnell unterwegs war, soll nun ein Gutachter feststellen - was mehrere Monate dauern könne, sagte der Polizeisprecher. Außerdem wird ermittelt, ob der 20-Jährige zur sogenannten Poser-Szene gehören könnte. Mit dem Begriff "Poser" bezeichnen Behörden Autobesitzer, die mit aufheulenden Motoren an belebten Plätzen vorbeifahren, um mit ihren aufgemotzten Wagen zu protzen.

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