Seit Juni keine Post-Filiale Drei Alternativen: Lösung für Stetten steht an

Zieht die Post wieder in den Rewe-Markt? Dort war sie Anfang der 2000er Jahre schon einmal beheimatet. Foto: ZVW/Gabriel Habermann

Kernen-Stetten. Seit Juni ist Stetten ohne Postfiliale – das ärgert die Bürger. Der VdK-Ortsverein bezeichnet den Zustand in einer Pressemitteilung als „unzumutbar“ – gerade für Senioren, behinderte Menschen und Leute ohne Auto. Nun zeichnet sich laut Bürgermeister Stefan Altenberger eine Lösung ab. Es gibt drei Alternativen.

Seit Irmgard Möhlmann vor fast fünf Monaten damit aufgehört hat, in ihrem Gardinenladen nebenher auch noch Pakete herauszugeben und Briefe anzunehmen, gibt es in Stetten keine Postfiliale mehr (wir berichteten). Dabei ist die Post verpflichtet, in Ortschaften mit mehr als 2000 Einwohnern eine Filiale zu betreiben. Die Verwaltung bemühte sich um die Vermittlung eines neuen Partners, Ende Juni schien eine Lösung gefunden: Die Post sollte in den Getränkemarkt Lang in der Kirchstraße ziehen. Doch daraus wurde nichts und der Unmut der Stettener steigerte sich.

In einer Pressemitteilung bezeichnete nun der VdK in Stetten den Zustand als „unzumutbar“. Senioren, behinderte Menschen und Stettener ohne Auto hätten es schwer, ihre Pakete aus Rommelshausen abzuholen oder „ganz normale Postgeschäfte“ wie den Kauf von Briefmarken zu erledigen. Auch ökologisch sei es nicht vertretbar, zur Post fahren zu müssen. Kritik übt der VdK auch am Rathaus: „Wir kritisieren, dass es bis jetzt bei so einem wichtigen Thema nicht zu einem Bürgerdialog von Seiten der Gemeinde kam.“ Die Räume der ehemaligen Kreissparkassenfiliale, wie vom Parteifreien Bündnis vorgeschlagen, seien doch „ideal“, heißt es in der Pressemitteilung, die vom VdK-Ortsvorsitzenden Udo Rauhut unterzeichnet ist.

Eine Entscheidung dürfte in den kommenden Tagen fallen

Nun hat das Rathaus offenbar eine andere Lösung gefunden: Um die Wege für die Stettener Bürger kurz zu halten, habe die Gemeinde mehrere Gespräche mit der Post-AG geführt, heißt es in einer Mitteilung der Verwaltung. „Derzeit bestehen Optionen bei Rewe-Lang oder im Gebäude Kirchstraße / Ecke Steigstraße sowie als vorübergehende Lösung in Form eines Containers auf dem Parkplatz beim Sportplatz Stetten.“ Eine Entscheidung dürfte in den kommenden Tagen fallen.

Auch das ursprünglich geplante Ladengeschäft im Erdgeschoss des neuen Wohnhauses in der Klosterstraße sei der Post angeboten worden, wie Bürgermeister Stefan Altenberger unserer Zeitung auf Nachfrage mitteilte. Die Post habe allerdings abgelehnt. Die Räume werden nach der Fertigstellung vermutlich von einer Versicherung als Büro genutzt.

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