Selbstkritischer Atakan Karazor „Vielleicht habe ich mir selber zu viel Druck gemacht“

Atakan Karazor in Aktion. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Stuttgart.
Am Sonntag gibt es eine Premiere für Atakan Karazor. Zum ersten Mal in seiner noch jungen Karriere geht es für den 23-jährigen Mittelfeldspieler gegen einen seiner ehemaligen Clubs. Dann gastiert Holstein Kiel in der Mercedes-Benz-Arena und Karazor brennt auf das Wiedersehen mit den alten Kollegen: „Ich hatte eine sehr gute Zeit in Kiel und habe vor allem letzte Saison sehr viele Freunde gefunden.“ 

„Kiel hat eine richtig gute Mannschaft“

Nach der ersten Saisonniederlage gegen Wehen Wiesbaden (1:2) sei schon ein „gewisser Druck“ zu spüren, so der gebürtige Essener am Dienstag beim lockeren Gespräch im Clubzentrum. Zwei Jahre lang trug er das Trikot der „Kieler Störche“ und vor dem Duell mit seinem Ex-Club warnt Karazor: „Die Defensive hat sich fast nicht verändert. Kiel hat eine richtig gute Mannschaft. Da sollte man gar nicht auf die Tabellensituation gucken.“

Auf die Tabelle blickt man im roten Clubhaus am Cannstatter Wasen nach neun Spieltagen eigentlich sehr gerne. Die Mannschaft von Trainer Tim Walter rangiert punktgleich mit Spitzenreiter Hamburg auf dem zweiten Tabellenplatz. Die Schwaben sind auf Kurs in Richtung Wiederaufstieg und wollen vor dem Spitzenspiel beim HSV (26. Oktober) zeigen, dass die Pleite gegen Aufsteiger Wiesbaden nur ein Ausrutscher war.

Zur Halbzeitpause im Wehen-Spiel gab es erstmals in dieser Saison Pfiffe vom Stuttgarter Publikum. Für Karazor eine völlig neue Erfahrung: „Das war das erste Mal für einen Spieler wie mich, das so etwas passiert. Es ist schon schwer, damit umzugehen.“ 

So bewertet Karazor seine ersten Monate beim VfB

Auf der Sechserposition vor der Abwehr kam der 1,90 Meter Hüne in dieser Spielzeit acht Mal zum Einsatz. Die erste Zwischenbilanz nach den ersten Monaten im Schwabenland zieht der Deutsch-Türke sehr selbstkritisch: „Das erste Spiel gegen Hannover war ein richtig guter Einstieg. Danach ging’s meiner Meinung nach ein bisschen bergab mit meiner Leistung. Woran das lag, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht habe ich mir selber zu viel Druck gemacht. Ich saß dann teilweise auf der Bank und das hat mir vielleicht auch ganz gut getan.“ 

Gegen Bielefeld und Wiesbaden stand Karazor zuletzt wieder in der Startelf. Beim 1:2 gegen den SVWW erspielten sich der große Titelfavorit nach einer schwachen ersten Hälfte im zweiten Durchgang ein fast schon surreales Übergewicht. 30 Mal schossen die Stuttgarter aufs Tor, ein Abschluss fand den Weg ins Ziel. Eigenes Unvermögen, der Pfosten oder der gegnerische Torhüter standen einem schwäbischen Schützenfest im Weg. So gab’s am Ende nicht den ersten klaren Saisonsieg, sondern eine bittere erste Saisonniederlage. 

Gegen Kiel will der VfB jetzt schnellstmöglich wieder zurück in die Erfolgsspur. „Irgendwann platzt der Knoten und dann geht’s richtig ab“, sagt Mittelfeldspieler Karazor. Vielleicht ja am Sonntag gegen die alten Kollegen aus dem hohen Norden.


WhatsApp-Newsletter zum VfB Stuttgart

  • Schneller und einfacher geht's nicht: VfB-News direkt auf's Handy per WhatsApp. Mit unserem VfB-Newsletter bleiben Sie auf Ballhöhe und sind immer bestens informiert. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie sich anmelden können
  • Sie haben unseren ZVW-WhatsApp-Newsletter bereits abonniert und wollen zusätzlich noch den VfB-Newsletter erhalten? Dann schicken Sie uns einfach via WhatsApp eine kurze Nachricht und wir schalten Sie für unseren neuen Service frei.
  • Bewertung
    3
 

Heute in Ihrer Tageszeitung

  • Waiblinger Kreiszeitung
  • Schorndorfer Nachrichten
  • Winnender Zeitung
  • Welzheimer Zeitung
Lust auf mehr?

Lesen Sie Ihre Zeitung immer und überall digital: Hier ePAPER-Angebote entdecken!