Service Das Kreuz mit dem Kassenwechsel

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Stuttgart - In Baden-Württemberg sind fast zehn Millionen Menschen bei gesetzlichen Krankenkassen versichert. Zusatzbeiträge sind der Aufreger 2010. Wer die Kasse wechseln will, sollte auf Extra-Leistungen achten, so Julia Nill von der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg.

Peter Müller ist sauer. Der 50-Jährige zahlt jeden Monat brav seinen Beitrag an die gesetzliche Krankenkasse. Seit dem letzten Jahr sind das 14,9 Prozent vom Bruttogehalt, davor waren es nur zwölf. Peter Müller hat das geschluckt. Alle haben von der Gesundheitsreform geredet, davon, dass die Kassen kein Geld haben. Und jetzt das: Seine Kasse will acht Euro extra aus seinem Geldbeutel. 96 Euro sind das im Jahr. Schon wieder mehr. Peter Müller will raus aus der Kostenfalle. Immerhin rät auch Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler, die Kasse zu wechseln.

Lohnt sich der Kassenwechsel? Wie kann man trotz Zusatzbeitrag Geld sparen? Wahltarife, Gesundheitsprogramme, Bonushefte: Viele finden die Flut an Angeboten der einzelnen Kassen nicht minder verwirrend als das Gesundheitssystem selbst. Wichtig ist, so Julia Nill von der Verbaucherzentrale Baden-Württemberg, dass "man sich bewusst wird, was man braucht und nutzen möchte". Blind zu wechseln mache den Versicherten nicht zum Gewinner.

Peter Müller ist 50 Jahre alt, von Beruf Elektrotechniker und verdient im Monat 3200 Euro brutto. Seine Frau und seine beiden Kinder (15 und 18 Jahre alt) sind über ihn mitversichert. Wegen seines Bluthochdrucks musste der 50-Jährige 2008 öfter zum Arzt. Im vergangenen Jahr waren seine Werte gut.

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