Sicher durch den Winter Tipps für das Fahren bei Glatteis und Schnee

Symbolbild. Foto: Habermann/ZVW

Verkehrssituationen im Winter können durch Eis und Schnee auf den Straßen gefährlich werden. Wer das auf die leichte Schulter nimmt, begibt sich auch rechtlich auf Glatteis und riskiert Bußgelder und Punkte in Flensburg. Der ADAC hat Tipps zusammengestellt, wie Autofahrer sicher und ohne Geldbußen durch den Winter kommen.

Auf glatter Fahrbahn ereignete sich am Donnerstagmorgen gegen 5 Uhr ein schwerer Unfall auf der B14 Richtung Backnang. Ein Autofahrer wurde dabei getötet (Hier geht es zum Artikel). Carsten Bamberg, Verkehrsexperte beim ADAC Württemberg, rät dazu, gerade bei Eis und Schnee vorausschauend und umsichtig zu fahren.

Vor Fahrtbeginn

Zeitpuffer einplanen

Schnee und Glatteis führen immer wieder zu Verkehrsbehinderungen. Besonders im Berufsverkehr müssen längere Fahrzeiten einkalkuliert werden – Autofahrer sollten entsprechend früher starten. „Wer Zeitdruck hat oder unter Stress steht, macht eher Fehler“, so der ADAC Verkehrsexperte.

Sommerreifen sind tabu

Ohne Winterreifen kann sich der Bremsweg verdoppeln. Darüber hinaus drohen dem Fahrer ein Bußgeld von bis zu 80 Euro und ein Punkt. Seit dem 1. Januar 2018 muss auch der Fahrzeughalter mit einer Strafe von 75 Euro und einem Punkt rechnen. Bei einem Unfall ist zudem eine Kürzung der Versicherungsleistungen möglich. Für Winterreifen beträgt die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe 1,6 Millimeter. „Der ADAC empfiehlt aber aus Sicherheitsgründen mindestens vier Millimeter“, rät Verkehrsexperte Bamberg.

Auto von Eis und Schnee befreien

Ist die Frontscheibe vereist oder mit Schnee bedeckt, reicht es nicht, nur ein Guckloch freizukratzen. Das komplette Fahrzeug – inklusive Scheinwerfern, Motorhaube und Dach – sollte vor Fahrtantritt schneefrei sein. Den Motor sollten Autofahrer allerdings nicht warmlaufen lassen. Denn nicht nur der Spritverbrauch steigt enorm an, es belastet auch die Umwelt und das Risiko eines Motorschadens steigt erheblich. Zudem kann es ein Bußgeld in Höhe von 10 Euro nach sich ziehen.

Während der Fahrt

Den richtigen Gang einlegen

Untertouriges Fahren erleichtert das Weiterkommen auf glatten Straßen, da die Reifen so besseren Grip haben. Deshalb bei Glätte besser im zweiten Gang anfahren.

Langsam fahren, Abstand halten

Angepasste Geschwindigkeit und genügend Abstand (mindestens halber Tacho) minimieren die Unfallgefahr. Streufahrzeuge möglichst nicht überholen – vor ihnen ist die Fahrbahn häufig gefährlich glatt.

Nicht hektisch werden

Vermeiden Sie ruckartige Lenkbewegungen. Sanftes Bremsen und ein behutsamer Umgang mit dem Gaspedal verhindern ein Ausbrechen und Rutschen des Wagens. Kommt das Fahrzeug trotzdem ins Schleudern, auskuppeln und schnell, aber gefühlvoll gegenlenken. Reagiert das Fahrzeug nicht mehr, hilft nur noch eine Vollbremsung.

Bremsverhalten testen

Immer wieder eine kurze Bremsprobe auf freier Strecke machen, wenn keine Gefahr für andere besteht. Das vermittelt ein Gefühl für die Straßenlage und für den verlängerten Bremsweg auf glatter Fahrbahn.

 
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