Spang's Spin Rove redet Obamas Triumph über Osama herunter

Barack Obama mit seiner kleinen Tochter Sasha Foto: Screenshot

Washington - Karl Rove, der Strippenzieher hinter George W. Bush, hat verstanden, was einige Strategen bis heute nicht begreifen. Jede erfolgreiche Kampagne tritt nach oben, nicht nach unten. Man greift die stärkste Stelle des Gegners an, nicht die Schwächste.

In einem Meinungsbeitrag für das Wall Street Journal liefert Rove ein Musterbeispiel. Er greift Präsident Barack Obama nicht bei der Wirtschaft an, sondern bei Osama bin-Laden, dem zweifelsohne größten Erfolg des Präsidenten.

“Obama machte, was jeder Comander in Chief in dieser Situation gemacht hätte. Selbst Bill Clinton sagte in dem Film: so hätte ich entschieden.”

Positives Licht auf erste Amtszeit Obamas

Der “Film” ist die Polit-Dokumentation “The Road We’ve Traveled” von Hollywood-Regisseur Davis Guggenheim , die ein positives Licht auf die erste Amtszeit Obamas wirft.

Dass Rove in diesem Fall Bill Clinton halb und damit falsch zitiert, gehört eigentlich nicht zum Stil des großen Zampanos der republikanischen Spinmeister. Tatsächlich sagte Clinton: “Er (Obama) nahm den schwierigeren und ehrenwerteren Weg. Als ich sah, was passiert war, dachte ich mir, ich hoffe ich hätte so entschieden.”

Absicht oder Schlamperei – sicher scheint nur dieses. Roves Rat an den noch nicht entschiedenen Bannerträger der Konservativen lautet: Obamas Osama-Triumph klein reden.

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