Stimmen zur VfB-Pleite in Berlin Nico Willig ärgert sich über den Videoschiedsrichter

Ärgerte sich nach dem Spiel über einen nicht gegebenen Handelfmeter für seine Mannschaft: VfB-Interimstrainer Nico Willig. Foto: ZVW/Benjamin Büttner

Berlin. Der VfB Stuttgart hat es zwei Spieltage vor Schluss verpasst, den Relegationsplatz zu sichern und Interimstrainer Nico Willig ärgerte sich nach der 1:3-Niederlage in Berlin vor allem über einen nicht gegebenen Handelfmeter für seine Mannschaft. 

In der 37. Minute hatte Herthas Abwehrspieler Karim Rekik einen Kopfball von VfB-Stürmer Nicolas Gonzalez mit der Hand geblockt, doch die Pfeife von Schiedsrichter Daniel Schlager war stumm geblieben. Auch von Videoschiedsrichter Günter Perl aus dem „Kölner Keller“ kam kein Signal. DFB-Schiedsrichterboss Lutz-Michael Fröhlich wertete dieses Nichteingreifen als Fehler: „Das Entscheidende ist, dass die Handhaltung oberhalb des Kopfes war“, erklärte Fröhlich, der sich in der Halbzeit die Aktion im Stadion nochmals auf einem Bildschirm anschaute.

„Wir haben es nicht verbockt. Es wurde auf anderer Position verbockt“ 

„Wenn wir diesen Videoassistenten schon installieren, dann hätte der in dem Moment im Keller online sein müssen“, ärgerte sich Nico Willig auf der Pressekonferenz nach dem Spiel. „Wir haben 1:3 verloren. Aber es gab die Möglichkeit, auf die Siegestraße zu kommen“, schimpfte der 38-jährige Fußballehrer und ergänzte: „Wir haben es nicht verbockt. Es wurde auf anderer Position verbockt. Man muss es jetzt so akzeptieren.“ 

Ebenso groß war Willigs Ärger aber auch über die Schlafmützigkeit seiner Hintermannschaft bei den beiden Gegentreffern kurz vor dem Pausenpfiff: „Hertha hat uns mit dem Doppelschlag schon angeknockt“, sagte Willig, „in beiden Situationen müssen wir uns vorwerfen, dass wir zu passiv waren und die Bälle ins Zentrum zugelassen haben.“

Nach dem guten Spiel gegen Gladbach sei aber auch nicht zu erwarten gewesen, „dass wir jetzt alle Spiele gewinnen und durch die Liga fliegen“, so Willig. Das Ziel für die verbleibenden Saisonspiele gegen Wolfsburg (11. Mai) und Schalke (18. Mai) formulierte Willig am Samstag nochmal klar und deutlich: „Wir wollen in drei Wochen unbedingt die Relegation spielen.“

Weitere Stimmen zum Spiel

VfB-Keeper Ron-Robert Zieler: „Die Signale kamen zu spät. Wir haben erst nach dem 0:3 ins Spiel gefunden. Für die Berliner geht’s um nichts mehr. Das hat man auch auf dem Platz gespürt, dass da heute mehr drin gewesen wäre. Das wird jetzt brutal schwer. So wie es jetzt aussieht, steuern wir auf den Relegationsplatz zu. Aber der muss auch erstmal gesichert werden. Das wollen wir aus eigener Kraft schaffen. Wir brauchen auf jeden Fall noch Punkte.“

VfB-Mittelfeldspieler Dennis Aogo: „Ich hatte das Gefühl, da wäre mehr drin gewesen. Wir wollten aus einer engen, kompakten Defensive immer wieder Nadelstiche setzen. Das haben wir aber nicht zu einhundert Prozent umgesetzt. Wir dürfen aber alle nicht vergessen, dass der Videoschiedsrichter einen großen Fehler gemacht hat. Das soll kein Alibi sein, aber ich bin der Meinung, dass er das sehen muss. Das ist es für mich nicht verständlich." 

VfB-Mittelfeldspieler Alexander Esswein: „Am Anfang war es von beiden Mannschaften zu wenig. Es war klar, dass die Mannschaft, die das erste Tor schießen würde, im Vorteil sein würde. Für mich war es ein klares Handspiel von Karim, eines der klarsten der vergangenen Wochen. Die Szene war schon ein Knackpunkt. Für mich ist es unerklärlich, dass der Videoschiedsrichter das nicht sieht. Jetzt müssen wir in den nächsten Spielen alles raushauen.“

Berlins Kapitän und Torschütze Vedad Ibisevic: „Wir haben endlich wieder die Tore gemacht, das war das Einzige, was in den vergangenen beiden Wochen noch gefehlt hatte. Der Trainer hatte schon angekündigt, dass ein Tor der berühmte Dosenöffner sein könnte, und so war es dann ja auch. Das war sehr wichtig, wir wollten unbedingt diesen Dreier, und wir sind froh, dass wir den Fans diesen Sieg schenken konnten, sie haben ihn sich verdient.“


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